Boeing hatte mit der 787 definitiv eine technischen Entwicklungsschritt vorgeschrieben. Das war aber in der Unternehmensentscheidung vor ca. 5 – 8 Jahren.
Heute reagiert Boeing nur perplex und SPRACHLOS auf den A320NEO-Erfolg.
Auch bei der 777-Weiterentwicklung verweist der CEO nicht etwa auf eigene Ideen, die man noch finalisieren wird, sondern er sagt „wir warten, was die A350-1000 ist oder nicht ist“.
Die Boeing-Website zeigt seit Le Bourget nur 10 nichtssagende Mitteilungen. Haben die überhaupt noch eine funktionierende PR-Truppe?
Bei deren Vorstandssitzungen dieser Tage möchte ich mal Mäuschen spielen.
Über die endgültige Konfiguration der A350-1000 ist noch nicht entschieden. Erst wenn diese "eingefroren" ist, besteht für Boeing Bedarf zu entscheiden, wie auf diese reagiert wird. Die B777 hat noch hinreichend Potential, insbsondere im Flügel und Triebwerksbereich, dem A350 das Leben schwer zumachen. Gleiches sieht man gerade beim A330 im Verhältnis zur B787. Weiterhin sollte man den derzeitigen Erfolg des A320NEO nicht überbewerten. Dies kann sich schnell ändern, wenn Boeing doch eine 797 um 2020 bringt. So ist halt das Geschäft mal hat der eine die Nase vorn mal der andere.
@B-2707
absolut richtig, was Du schreibst. Mich irritiert nur die momentane Sprachlosigkeit in Seattle.
Boeing hat viel Entwicklungspotential in seinen Programmen. Ich erwarte genau wie Du, daß es später eine Phase geben wird, wo Boeing dann die Nase vorne haben wird.
Ok, du hast meine post also doch falsch aufgefasst - sorry, das wollte ich nicht. Meine Intention war nicht die eine Firma schlecht zu machen um die andere zu hypen.
Dennoch muss ich dir die Frage stellen, ob du den obigen Link gelesen hast?
Hättest du, wüsstest du, was ich implizieren wollte.
Ja, Boeing hat mit der 787 den Gegentrend zur A380 gesetzt.
Bis heute wissen wir alle noch nicht, wie der Streit der Konzepte ausgehen wird (Point-to-Point vs. Hub-to-Hub).
Am wahrscheinlichsten ist eine gewisse Ko-Existenz.
Und auch JA, mit der 787 hat Boeing einen neuen Pfad beschritten (die aktuellen Probleme lassen wir doch einfach mal außen vor - spielt in meinem Kontext gerade keine Rolle).
Aber das alles ist in meinen Augen Vergangenheit. Das ist es nicht, was ich in Bezug auf das verlinkte Statement meinte. Hier hast du mich total falsch verstanden!
Sollte Boeing nicht komplett egal sein, was Airbus mit der A33x momentan verkauft und was Airbus mit der A35x zu erreichen gedenkt?
Sollte Boeing nicht die strategische Macht haben, nun selber das Thema NSA anzugehen?
Sollte Boeing nicht in der Lage sein, durch seine guten Kundenkontakte den Markt selber zu gestalten?
Meiner Meinung nach: Ja, Boeing könnte!
Was ließt man:
Logischerweise die Weiterentwicklung der 787 hin zur -1000 - Ok, macht Sinn und passt.
Aber Bezüglich der T7 auf den A35x zu warten ist ein Eingeständnis. Der A35x läuft bisher recht bescheiden - warum nicht gleich das erfolgreiche Produkt T7 proaktiv verbessern?
Die Entwicklung einer 73xNeo hinten anzustellen/parallel zu betrieben ist hingegen IMHO sehr gefährlich.
Bis 2020 wird Boeing kein NSA hinbekommen - for sure. Dadurch, dass Airbus nun aber schon die NEO-Variante sehr weit getrieben hat, wird Airbus ab 2015/16 sehr viele Potentiale frei haben. Ergo wird Boeing schon wieder unter Druck gesetzt.
Und darum geht es mir!:
Warum versetzt sich Boeing nicht selber wieder in eine Lage, aus der heraus sie Airbus unter Druck setzen können?
Die Reaktion mit der 748 auf den 388 gilt nicht - IMHO
787 gegen 388 ist Konzeptkrieg
Und weiter????
Boeing hatte (angeblich) einen Plan; nach der 787 kommen die 737 und die 777 an die Reihe.
Weil die 787 aber nicht gemäß Plan fertiggestellt wurde, wurde der Rest verschoben...
Ein NEO oder "RE" war wohl nicht vorgesehen...
Das liegt wohl an der obersten Führung. McNerney Jr. ist jetzt ca. 61. Bekommt er noch eine Vertragsverlängerung?
Informationen zu 787-9 EIS Termin, sowie andere aufschlußreiche Details und Prognosen von CEO Jim McNerney. - Hoffentlich hält sich auch die Wirklichkeit an die Planvorgaben.. Link <
Dass man um einen Jet komplett zu kriegen (die46), die 45 und die 47 "kanibalisieren" mußte,
wird hoffentlich die Ausnahme bei der -8 bleiben.
mfg n
Dieser Beitrag wurde am 27.07.2011 23:50 Uhr bearbeitet.
Wie CEO McNerney am Mittwoch durchblicken ließ, fürchten die Verantwortlichen in Seattle zu viele Produktionsrisiken bei einer vollständigen Neuentwicklung und die Fluggesellschaften,
In der Wirtschaft geht es nicht darum einen Anderen unter "Druck" zu setzen nur des Druckes wegen, sondern, wie kann ich mit einem Produkt am Markt einen maximalen Gewinn generieren. Gewinnbringer sind bisher (bei der B787 muss man hier noch abwarten) sowohl bei Airbus als auch Boeing nicht die "Butter und Brot" Flugzeuge sondern die "Grossen Brummer". Die B777 verkauft sich trotz des A350 weiterhin im angemessenen Rahmen. Von "unten" ist man mit der B787, wenn sie einmal die Kinderkrankheiten und Probleme überwunden hat, gut aufgestellt. Bei der B737 wird man momentan abwarten müssen, was Boeing als RE-Version präsentieren wird. Persönlich glaube ich, trotz anderer Verlautbarungen, dass eine B797 als B737 Ersatz schneller kommen wird als manche Denken. Wie fbwlaie schon richtig schrieb, sind die derzeitigen führenden Köpfe bei Boeing in einem Alter die bald Nachfolger erwarten lassen. Und das Sprichwort mit den neuen Besen dürfte jeder kennen.
Airbus gibt rund 1 Milliarde Euro für die Überarbeitung aus. Boeing wird wohl einiges mehr hinlegen müssen. Danach hat Airbus ein Flugzeug das im Konzept (trotz 20 Jahre alt) noch immer im Wesentlichen (Kabinenbreite, FBW, Container) den heutigen Vorstellungen entspricht. Das ist bei Boeing B737RE klar nicht der Fall. Die Leistungen werden vermutlich immer noch akzeptabel sein aber das Image ist angestaubt. Trotzdem sehe ich diesen Schritt als nicht katastrophal an.
Mit ca. 1 Jahr Verzögerung auf Airbus werden treue Kunden bei Boeing bleiben. Verluste an Airbus wie bei American werden aber nicht zu vermeiden sein. Auf Dauer sehe ich darin aber keine Lösung. Sobald sich der Nebel zu B787 und B747-8 gelichtet hat (also in 2 Jahren incl. Praxisphase) muss Boeing zusätzlich eine neue B737 konzipieren. Die zusätzlichen Ausgaben für die Überarbeitung muss man als Kundenbindungskosten ansehen und abschreiben. Ich sehe außerdem nicht ein warum auch dann nicht noch ein Termin um 2020 möglich sein sollte. Die Triebwerke werden im Prinzip dieselben sein und von 2013 bis 2020 sind es immerhin 7 Jahre.
Zum Vergleich : Der Start des A320-Programms erfolgte offiziell am 2.3.1984.der Erstflug am 22.2.1987 und der Liniendienst begann am 18.4.1988. In rund 4 Jahren wurde also vom Start weg das Programm voll realisiert. Die Computer und die Software haben sich seitdem explosionsartig weiter entwickelt. 7 Jahre leuchten mir da einfach nicht ein für ein Flugzeug dieser Größe.
Dieser Beitrag wurde am 28.07.2011 09:43 Uhr bearbeitet.
In der Wirtschaft geht es nicht darum einen Anderen unter "Druck" zu setzen nur des Druckes wegen, sondern, wie kann ich mit einem Produkt am Markt einen maximalen Gewinn generieren. Gewinnbringer sind bisher (bei der B787 muss man hier noch abwarten) sowohl bei Airbus als auch Boeing nicht die "Butter und Brot" Flugzeuge sondern die "Grossen Brummer". Die B777 verkauft sich trotz des A350 weiterhin im angemessenen Rahmen. Von "unten" ist man mit der B787, wenn sie einmal die Kinderkrankheiten und Probleme überwunden hat, gut aufgestellt. Bei der B737 wird man momentan abwarten müssen, was Boeing als RE-Version präsentieren wird. Persönlich glaube ich, trotz anderer Verlautbarungen, dass eine B797 als B737 Ersatz schneller kommen wird als manche Denken. Wie fbwlaie schon richtig schrieb, sind die derzeitigen führenden Köpfe bei Boeing in einem Alter die bald Nachfolger erwarten lassen. Und das Sprichwort mit den neuen Besen dürfte jeder kennen. Vielleicht kommt Boeing für die nächsten 10 Jahre intern zu einer vollkommen anderen Markteinschätzung.
Da könnte der Kerosinpreis eine entscheidende Rolle spielen. Sieht man sich die derzeitigen Ergebnisse der Fluggesellschaften in einer "Boomphase" an, dann bleibt die Frage offen von was beim weiter steigenden Ölpreis die Flieger überhaupt bezahlt werden sollen. Der A320Neo soll ab Ende 2015 ausgeliefert werden. Das sind noch satte 4 Jahre. Bis dahin werden wir mit Sicherheit noch einen Wirtschaftsabschwung erleben. Die derzeitigen Prognosen der berichtenden Dax-Unternehmen sehen nicht mehr so rosig aus. Vielleicht überlässt man die margenschwachen Mega-Bestellungen lieber anderen. Sieht man sich an, welche Gesellschaften bislang in den jeweiligen Segmenten bestellt haben, dann können viele der neuen Flieger nur über den Preis in den Markt gedrückt werden. Das werden nicht alle Fluggesellschaften überleben.
Dieser Beitrag wurde am 28.07.2011 10:52 Uhr bearbeitet.
In der Wirtschaft geht es nicht darum einen Anderen unter "Druck" zu setzen nur des Druckes wegen, sondern, wie kann ich mit einem Produkt am Markt einen maximalen Gewinn generieren. Gewinnbringer sind bisher (bei der B787 muss man hier noch abwarten) sowohl bei Airbus als auch Boeing nicht die "Butter und Brot" Flugzeuge sondern die "Grossen Brummer". Die B777 verkauft sich trotz des A350 weiterhin im angemessenen Rahmen.
@B-2707
contrary to your estimation i am of the opinion that yes the mass products of both airframers, namely b737 and a320, are shovelling in the profit. far beyond any once calculated amortisation they have paid back for development and investment in tooling etcetera since long. all they are producing now is profit! why would Boeing stick to the 747 if not for this reason?
saludos a todos
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28.07.2011 11:29
@sechspfennige
Vielleicht hätte ich besser "...Die großen Gewinnbringer..." schreiben sollen. Dass die B737/A320-Programme Gewinne abwerfen -keine Frage-. In meiner Stellungnahme wollte ich lediglich zum Ausdruck bringen, dass Boeing besser aufgestellt ist,als wie einige Beiträge in diesem Forum es vermuten lassen.
Es hat schon gereicht das der Firmensitz nach Chicago umgezogen ist. Herr "Böing" hat sich bestimmt
im Grabe umgedreht!
Mir ist zwar bewusst das die bänder nicht von heut auf morgen stehen bleiben werden, trotzdem!
Die 737 und die RE sollten weiterhin aus Seattle kommen, den Luftfahrtstandort Nr.1
Was meint ihr?
Dieser Beitrag wurde am 29.07.2011 16:49 Uhr bearbeitet.
diesen umzug der firmenleitung (?) nach chicago habe ich auch noch nicht verdaut.
dazu fällt mir nur vance packard ein: nimm einer verwaltung die produktion weg und sie wird es fünf jahre lang nicht merken *-)
saludos a todos
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30.07.2011 22:55
ja leider können wir an der sache kaum was ändern.
Ich hoffe wirklich das auch die RE 737 weiterhin am Stammwerk gebaut wird.
Die Airlines werden immer spargeiler und somit auch die Hersteller. Leider ein ewiger Kreis!