Na ganz einfach: Das Redundante System: Gravity Extension, schaltet die Kammern der Hydraulikzylinder zusammen, sodass die Flüssigkeit frei zirkulieren kann und das Fahrwerk durch das Eigengewicht herausfällt, ist die Leitung nun verstopft/blockiert, geht das natürlich nicht.
Offensichtlich ist bei einem früheren Wartungsereignis ein Teil eines Ventils in den Hydraulikkreislauf gelangt. Dieses Teil wurde auch beim letzten C-Check, der beim Hersteller durchgeführt wurde, nicht entdeckt. Siehe:
Aus Aviation Herald:
"Fokker Services reported on Sep 19th, that the metal piece about the size of a coin [b]originated from a valve that had long been removed from the aircraft.[/b] The airplane had undergone [b]a C-Check at Fokker Services [/b]in August before it was handed over to ContactAir on Sep 1st 2009. Due to the size of the piece Fokker Services doubt, that the piece would have been discovered in any check."
Das ist ein Übersetzungsfehler Fokker Service ist eine Wartungsfirma, und ich glaube nicht, dass du als Wart ein Teil, von der Größe eines Eincentstückes das irgendwo in den 60km Hydraulikrohren rumschwimmt, finden würdest, soviel zum Thema Schlamperei. Es ist schlichtweg zu klein und ohne Boroskopie nicht zu finden, die wird aber nicht gefordert und zudem ist die Kamera zu groß um durch alle Hydraulikleitungen zu passen.
Hi Alle Zusammen und SDF Flight schön dich wieder hier anzutreffen. Frage wie kommt so etwas überhaupt da rein? Und wenn es wirklich leicht ist, dass so etwas passiert wie oft kann es denn passieren. Ich weis auch, dass wenn man sich die Statistik anzieht das das nicht oft vor kommt. Aber wie hoch ist das Risiko das es passiert.
Extrem gering, das Teil ist höchstwahrscheinlich beim Ausbau des besagten Ventils von diesem abgerissen und in den Hydraulikkreis gelangt, dazu muss es erst mal zu besagtem Zeitpunkt abreissen, dann klein genug sein hinein zu passen und dann auch noch genau so liegen, dass es hineingeht, und das ohne Bemerken des Technikers. Als es dann im System war ist es dann allerdings nahezu unauffindbar.
Erstmal gut dich wieder hier zu lesen, SDFlight ....
Aber was mich da stutzig macht: Mit dieser Leitung existiert dann ja ein Single Point of Failure im Fahrwerk. Wenn das kaputt geht, hat man kein Fahrwerk. Gibt es Alternativen dazu? Zweite Leitung?
Man hat nur einen No redundancy case, wenn wie in diesem Fall die Leitung blockiert ist und zwar ganz genau an der Stelle, woanders und das Verbinden der Kammern funktioniert einwandfrei, Die Kammern des Hydraulikzylinders sind etwa gleich groß (Volumen, eine Anforderung in der Luftfahrt, normalerweise ist das Volumen unterschiedlich) somit muss ich nur die beiden Pressure Leitungen über ein Ventil mit einander verbinden und die Flüssigkeit kann sich, unabhängig von dem ganzen anderen Hydrauliksystem frei bewegen, die die Leitung unterbrichen und ich verbinde das Ventil, drückt die Flüssigkeit über Bord und die Kammernfüllen sich eben mit Luft, da der Zylinder aber nicht für das Verriegeln des Fahrwerkes zuständig ist sondern das einfach durch Überzenterung der Knickstrebe geregelt wird, ist das egal. Nur in dem unglücklichen Fall, dass das Ventil bzw die Leitung, der im eingefahrenden Zustand gefühlten Zylinderkammer, blockiert ist, geht nichts mehr.
Veranschaulichen könnt ihr euch das besser, wenn ihr folgenden Link nehmt, die Beiden Einlässe des doppeltwirkenden Zylinders verbindet und diese Verbiundung mit einem Ventil verseht. Im eingefahrenen Zustand des Fahrwerks ist der Zylinder zusammengefahren, die Flüssigkeit dem entsprechend in der rechten Kammer, öffnet man nun das Ventil sorgt die Schwerkraft dafür, dass diese in die Linke Kammer strömt und der Zylinder ausfährt. Trenne ich nun die Leitungen irgendwo, kann die Flüssigkeit trotzdem aus dem rechten Teil entweichen, nur wenn wie beschrieben das Ventil oder die Rechte Leitung blockiert ist, geht es nicht, das ist hier passiert, und es war meines Wissens nach das Erste Mal, dass dieses System versagt hat.
Eine Zweite Leitung macht wenig Sinn, weil das System eigentlich unanfällig ist, denn es hat kaum Bauteile und kurze Wege, es wird zudem höchst selten gebraucht und mehr Komponenten bedeuten mehr Gewicht, höhre Wartungsanfälligkeit und mehr Fehlerquellen. http://de.wikipedia.org/wiki/Hydraulikzylinder
Wenn man etwas ausbaut / tauscht, kann man normalerweise via Stückliste auf Vollständigkeit prüfen. Das Gleiche gilt für die dafür verwandten Werkzeuge und Material, wie Lappen etc pp...
Irgendeinem kleinen Köpfchen wird wohl dann der Hals langgezogen... *soifz* - wobei eigtl. auch gegengeprüft werden sollte, also mehrere den Vorgang abchecken.
Nicht ganz: was Du meinst ist die Stückliste der Baugruppe - ich meine die Stückliste des Bauteils / Bauteile / Werkzeuge / Betriebsmittel des Service.
Bei teueren Produktionsmaschinen wird zB sogar das alte Hydrauliköl feingefiltert und die darin befindlichen Partikel untersucht, um zu verhindern, dass im Frischöl was unbotmässiges herumschwirrt.
Falls die Untersuchung was bringt, wird solange gespült, bis die Partikel weg sind und dann gefüllt...- und die Quelle gesucht. (nur als Beispiel)