Dieses Teil wäre bei einer Spüling vielleicht herausgefiltert worden, aber es gab keine Partikel, also auch keine Spülung. Die QS und der Wart kann nicht sehen ob an einem Ventil ein Kleinstteil fehlt, dass kann nur der Hersteller, also ich kenne nicht den Aufbau aller im Flugzeug verbauten Teile so genau, dass ich beim Ausbau sofort erkennen kann, ob evtl ein Dichtring fehlt, denn davon gibt es auch ja nach Bauteil mal mehr oder weniger.
Sorry aber dieser Unfall ist einfach unvermeidbar gewesen. Der zwanghafte Versuch nun irgendjemandem die Schuld zuzuschieben ist, in meinen Augen, unsachlich und unfair. Man tauscht ein Teil aus, dabei überprüft man die Anschlüsse und die gesamte Komponente, wenn nun an dem ausgebauten Teil intern etwas fehlt, wie bitte soll man das sehen, das sieht auch die QS nicht, da in den Hydraulikproben keine Partikel gefunden wurden, braucht man auch nicht zu spülen. Einfach dumm gelaufen, viele Zufälle kamen zusammen, und dann passiert sowas. Das keine Partikel gefunden wurden ist einleuchtetn, weil das Teil nicht zerstört war (gefressen hat) sondern sich ein Teilchen komplett gelöst hat. Der Vergleich von neuem und altem Bauteil ist auch gefährlich, wenn das neue Bauteil eine Modifikation durchlaufen hat, dann ist es unter Umständen ganz anders aufgebaut. Und niemand kann und wird von einem Wart verlangen, dass er alle Bauteile eines Flugzeuges bis ins letzte Detail kennt, dass er solchen kleinen Fehlteile sofort erkennen kann.
Mir gehts [b]nicht[/b] um Schuldzuweisungen, sondern um Abläufe und Kontrollmechanismen. Und - ehrlich gesagt - ich kann mir nicht vorstellen, dass das so lasch gehandhabt wird. Und wenn ja, dann fände ich das erschreckend.
Die Verfahren sidn bei einer Foller 100 sagen wir mal erprobt, die Fokker 100 gilt als sicher, die Wartung von Fokker Service als professionell, sicher wird nachgeforscht wie das passieren konnte, aber man wird in diesem einen speziellen Fall, sicher nichts gravierendes finden. Ich bin überzeugt davon, dass die Kollegen dort ihren Job gewissenhaft und gründlich amchen, doch auch das reicht manchmal leider nicht aus, und dieser Fall war ein solcher. Es wird keinen Schuldigen geben, maximal die Empfehlung, ausgebaute Teile gründlicher zu inspizieren, da das aber bei dem Teil, (wenn es um interne Teile eines Ventils geht) nur der Hersteller des Ventils kann, denn ein solches Ventil zu zerlegen dauert Stunden, wird das leider nciht gegen diesen Fall absichern. Nochmal, es war von aussen, nicht mal für den Hersteller, direkt ersichtlich, dass etwas fehlt, das wurde erst beim Zerlegen festgestellt, da flog die Fokker aber schon wieder.
[quote]das wurde erst beim Zerlegen festgestellt, da flog die Fokker aber schon wieder.[/quote]
Also haben die es schon vorher gewusst, aber dachten vielleicht dass es nicht so schlimm sei?
Das wäre eine Straftat...
Wieso sollten sie es vorher gewusst haben, dass das Teil im Hydrauliksystem ist, sie haben nach dem Ausbauen das Teil an den Hersteller geschickt der sollte es modifizieren, dies war aber wahrscheinlich nicht umgehend der Fall (warum auch, wenn das Ventil nicht gebraucht wird, muss man es nciht sofort bearbeiten), erst im Zeitraum der Untersuchung, wurde auch das Teil modifiziert, dabei entdeckte man das fehlende Teilchen, bzw entdeckte es nicht, weil es eben nicht da war.
Hätten sie vorher von dem Teil und der möglichen Gefahr gewusst, wäre die Fokker AOG gewesen.
Achso, das wäre hier auch das erste Mal gewesen dass ich davon gehört hätte,
nur du hast geschrieben
[quote]da flog die Fokker schon wieder[/quote]
Also hab ich mir daraus abgeleitet, dass das ungefähr in dem Monat zwischen dem C-Check und dem Zwischenfall entdeckt wurde..