Aber die Vibrationen die der Prototyp in dem Video zeigt machen einem schon etwas Angst ; )
Ich denke, da dürften auch die größten Schwierigkeiten des Entwurfs liegen: Zum einen die großen Kräfte und Momente, die durch die zwei Propeller entstehen und durch die relativ langen, dünnen Auslegern übertragen werden müssen. Zum anderen wird es sicherlich Aerodynamische infererenzen zwischen Hauptrotor und den Vortriebspropellern geben, die den Aerodynamikern manche Kopfschmerzen bereiten werden...
Das in Kombination dürfte eine relativ schwere Struktur erforderlich machen, um kritische Vibrationen in allen Fluglagen sicher ausschließen zu können.
Wie in dem Video alleine das Heck vibriert, ich hoffe das ist gut ausgegangen! ; )
Das Konzept der Autorotation im Reiseflug wurde ja auch bereits in einem 1959 in dem Fairey Rotodyne umgesetzt. Damals wurde allerdings für den Hauptrotor ein Blattspitzenantrieb verwendet, was den Vorteil hat, dass kein Drehmoment in den Rumpf eingeleitet wird und die Vortriebsluftschrauben hingen an langen, Auftrieb erzeugenden Flügeln.
Ich wünsche Eurocopter aber, dass sie aus diesem Entwurf vielleicht die Inspiration für ein revolutionäres Fluggerät der Zukunft bekommen.
Ob dieser Heli für Search and Rescue Missionen tatsächlich geeignet ist, ist fraglich da die Frontpropeller doch relativ nahe an den Türen sind. Ich verstehe nicht, warum man dem Konzept von Sikorsky X2 mit einem Heckpropeller nicht folgte. Bleibt zu hoffen, dass sich das Projekt als Erfolgreich und Gewinnbringend umsetzen lässt. Vielleicht dient der X3 nur der Erprobung um das Zusammenspiel von Aerodynamik und Technik zu erforschen. Auch die Optik finde ich für einen Eurocopter sehr Rätselhaft. Bleibt zu Hoffen das die Redaktion am Ball bleibt...
Dieser Beitrag wurde am 28.09.2010 12:58 Uhr bearbeitet.