Ein teils bekanntes, interessantes und offensichtlich für die Betroffenen persönlich sehr ernstes Thema.
Ausgenommen meine, darf man wohl auf die folgenden Beiträge gespannt sein. :-)
Ja Helmut , ich bin vor allem auf SDFlight gespannt . Am ende war wieder alles nicht so schlimm . Naja, darauf gehe ich vielleicht besser nicht ein.
Sorry @ETOPS, weil ich meinen vormaligen Beitrag zwischenzeitlich nochmals vorsichtig korregiert habe!
Die sollen mal beweisen, dass es ein Konstruktionsfehler ist, die bisherigen Erkenntnisse sprechen ganz klar dagegen, wenn auch noch nicht veröffentlicht, aber das wird der Anwalt sicher verschwiegen haben, und solange die Untersuchung noch läuft ist es wie immer. Reine Amerikanische Profilierung eines einzelnen Anwaltes, der den Mandaten das Geld aus der Tasche zieht und Millionenentschädigungen verspricht, es aber nicht beweisen wird können. Zumal eine T7 solche Upsets, nur mit weniger Höhenunterschied ebenfalls in der Region hatte, damals wurd zum Glück keiner verletzt.
Schade das es Menschen gibt die auf solche Betrüger reinfallen. Ebenfalls schlimm, dass Menschen in Flugzeugen verletzt wurden, aber das Geld hätte man besser in die eigene Regeneration stecken sollen, Airbus und Qantas bieten nebenbei erwähnt ein Programm an, das aber kaum genutzt wird.
Edit: Wenn ich mich recht errinere, hat dieses Anwaltsbüro das schon mehrfach versprochen und ist allemale gescheitert, weil es nicht beweisbar war. Nicht nur gegen Airbus.
Gruß aus EDHI
Dieser Beitrag wurde am 20.09.2010 20:49 Uhr bearbeitet.
@SDFlight , kann es tatsächlich vorkommen das sich der Autopilot einfach abmeldet und dann der Flieger sofort nach unten geht ? Ich kann das nicht glauben .
Nein, der behält die aktuelle Fluglage bei und verabschiedet sich mit einer Master Warning und CRC, das kriegen selbst die Passagiere hinter Türe zwei mit.
Die Airbus Philosphie besagt, dass eine Eingabe in den Sidestick eine Beschleunigungsänderung ist, keine Eingabe- keine Beschleunigungsänderung, keine Beschleunigungsänderung-der Flugcontrolcomputer tut alles, damit sich die gemessenen Beschleunigungen in allen Achsen nicht verändern.
Aus meiner ganz Persönlichen Sicht. Clean Air Turbulence (CAT).
ziemlich selten, auf dem Wetterradar nicht erkennbar und meist sehr stark. Die Beschleunigung ist stark genug, dass der AP fehlerhafte Daten bekommt und sich verabschiedet, das ist im übrigen nicht nur bei Airbus so, es gilt als Sicherheitseinrichtung, dass der AP bei unzulässigen Daten, wie abrupten Höhenänderungen auf einen Fehler der ADIRU schließt und vorsichthalber dem Piloten die Kontrolle zurück gibt.
Ziemlich miese Sache, aber solange es die Fliegerei gibt, wird es auch solche Phänomene geben. Letztens habe ich eine Vortrag über die Vermutung von High Altitude Microburst gehört, wobei das alles nur Vermutungen sind und auch zur Kategorie CAT gehören könnte.
Gruß aus EDHI
Dieser Beitrag wurde am 20.09.2010 21:28 Uhr bearbeitet.
Ich würde da auch auf Clear Air Turbulence schließen. Eine Fehlfunktion der Systeme hätte umfangreiche Fehlermeldungen zur Folge gehabt, und hätte wie von SDFlight schon angesprochen im schlimmsten Fall zu einem "Fail Passive" geführt, der das Flugzeug in einem neutralen (getrimmten) Zustand der Flightcrew überlässt. Und es ist ja nicht nur "der Autopilot", der von allen anderen Systemen unbeobachtet steuert, hier werden zwischen mehreren Systemen ständig Plausibilitätschecks durchgeführt, die einen "Runaway" eines einzelnen Systems frühzeitig erkennen. Im Falle eines Versagens verabschiedet sich der entsprechende Fluglageregler (deutsch für AP), und sofern eh nicht schon aktiv, kann der Offside-AP (des Pilot Monitoring in den meisten Fällen) eingeschaltet werden. Während aller Phasen wird das Flugzeug Kurs, Höhe und Geschwindigkeit nahezu halten, eben wegen besagter "Fail Passive" Auslegung.
Die Klage ist in meinen Augen lächerlich, genauso können wir dann demnächst unseren Autohersteller verklagen, weil ABS und ESP bei Blitzeis nicht die gewohnte Verzögerung geleistet haben. Dümmlich versuchte Geldmacherei nach US-Vorbild, nichts weiter.
...mal `ne Frage: Ist "Absacken" nicht überwiegend ohne Änderung der Fluglage, also quasi senkrecht nach unten? Bei einer Fehlfunktion müsste sich das Flugzeug nach meinem Verständnis in irgendeiner Form neigen, um auf eine niedrigere Flughöhe zu kommen.
@Reynolds thx
Dieser Beitrag wurde am 21.09.2010 14:17 Uhr bearbeitet.
Na klar, aber ohne jetzt wieder Helmuts Affinität zu Wortkonnotationen anregen zu wollen - Formulierungen in solchen Zeugenaussagen (und was Anwälte und Journalisten dann daraus machen) sind großen Verfremdungen unterworfen. Das einzige was wir wissen ist, dass Leute verletzt wurden durch "Lageänderungen" des Flugzeugs. Und da ein Flugzeug von sich aus dynamisch stabil ausgelegt ist, ist weitaus eher eine Störung von aussen als von innen zu vermuten.
Abrupte (flugzeugseitige) Höhenänderungen und Lastwechsel wie sie dort stattgefunden haben, werden gerade bei neueren Airbussen durch die Systeme unterbunden.