Offensichtlich scheint sich die Lage wieder etwas zu verbessern. Es wird sich aber erst im Laufe des Jahres zeigen, ob der Trend anhält. Noch ist die wirtschaftliche Lage alles andere als stabil und der Luftverkehr ist noch immer ein starker Gradmesser.
Der Sommerflugplan weist ja durchaus auf eine optimistische Markteinschätzung hin. So fährt die AUA vor allem im Nachbarschaftsverkehr ihre Kapazität um gut 25% hoch. Ob sie die auch verkaufen kann, ist freilich eine andere Frage, vor allem wohl eine Preisfrage. Deutlich rauf geht auch Flyniki, u.a. mit 6 neuen Zielen. Runter gehts bei den Charterplätzen, allerdings verlagern die Veranstalter einiges auf die Linie (Low coster). Also wenn die Airlines ein Stimmungsbarometer sind, siehts eigentlich recht 'beruhigend' aus. Könnt natürlich auch die Ruhe vor dem Sturm sein. Wenn ich mir die Finanzmärkte und die Budgetplanung unserer Regierung anschau, steht bei mir die Ampel immer noch auf gelb.
Also was die internationalen Finanzmärkte betrifft, könnte das Schlimmste noch bevorstehen. Die Welt schaut zwar auf die Eurozone und Griechenland, aber wenn ich mir z.B. das britische Budget anschau, dann muss man echt beunruhigt sein. Denn das ist nicht viel besser als das griechische. Die Gefahr eines britischen Staatsbankrotts ist durchaus real. Für den Luftverkehr insofern bedrohlich, weil London noch immer der grösste O&D-Markt der Welt ist. Fällt der, will ich mir die Folgen erst gar nicht ausdenken. Es bleibt wirklich spannend, im wahrsten Sinn des Wortes.