Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Erste Air Berlin-Piloten landen bei ...

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Beitrag vom 17.10.2017 - 10:04 Uhr
Usermenschmeier
User (90 Beiträge)


40000Euro/Jahr erhalten Sie dort übrigens nur bei 90 Flugstunden im Monatsschnitt. Das ist zumindest ambitioniert auf der Kurzstrecke.


Der Gesetzgeber sagt 90 Std. / Monat ist das Maximum und 900 Std. im Jahr.

Genau. Und deswegen sind all die Gehaltstabellen, die hier so gepostet werden, auch mit größter Vorsicht zu genießen.
Die Piloten müssen immer ein bestimmte Anzahl Legs oder Flugstunden ableisten, die sind aber nur bei optimaler Einsatzplanung erreichbar. Und die gibt es in der Realität nicht. Verspätungen und Ausfälle treffen jeden einmal und schon erreicht der MA seine Gehaltszusagen nicht mehr.

Beitrag vom 17.10.2017 - 11:35 Uhr
Usergpower
User (1563 Beiträge)
Welche Masse an Studenten investiert solche Beträge, um dann auf einem so kleinen Arbeitsmarkt, wie dem des Piloten, zu agieren?

Pay2Fly gibt es immer noch.
Ich schicke Ihnen gerne eine aktuelle E-Mail mit einem Angebot.
Über 40.000 Euro zu bezahlen, für Type Rating A320 und LT bei Small Planet (Fluggesellschaft). Danach tschüß! Der nächste Idiot, bitte!

Ist das noch nicht Sklave genug?

Ja, P2F gibt es noch, aber wenn Sie schon kleine Masse ansprechen, dann wäre das hier auch eine kleine Masse. Daraus können Sie keinen Trend ableiten.

Aber wenn Sie die Kollegen, die diesen Weg gehen Idioten bezeichnen, haben Sie sich selbst die Antwort gegeben warum das Gehaltsgefüge abrutscht. Der Markt wäre ja schön blöd, wenn er das nicht ausnutzen würde, wo doch immer die Freiheit des Marktes bemüht wird. Scheinbar gibt es genug Bewerber die ins Risiko gehen und 100.000,-€ investieren für einen Job mit ungewisser Zukunft. Wahrscheinlich sucht die Hälfte der Schüler eine Flugschule die ihnen den besten Deal bietet. Damit schließt sich der Kreis. Da Sie den Sklaven ansprechen, der Vergleich hinkt, der Sklave hat keine Wahl.

Dieser Beitrag wurde am 17.10.2017 11:35 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.10.2017 - 12:16 Uhr
UserNapsa
User (35 Beiträge)
Etwas allgemeiner - was mich noch so beschäftigt:

A) Warum gehen die Arbeitsbedingungen eigentlich so rapide bergab?

B) Warum wurden die eigentlichen Leitragenden - hier die Mitarbeiter der Air Berlin - nicht stärker in die Entscheidungen des Unternehmens eingebunden? Schließlich sind doch SIE diejenigen, welche nun unter der Pleite leiden? Bei keinem der Investoren wird wegen der Pleite seine persönliche Existenz gefährdet sein. Weil die Verantwortung nicht gerecht verteilt ist stehe ich auch bei Air Berlin einem Sklavenähnlichen Arbeitsverhältnis gegenüber. Bevor Schredder das Arbeitslosengeld auf ein Jahr begrenzt hat war das noch anders.
Und ich finde solche Sklaven-Arbeitsverhältnisse einfach nicht mehr zeitgemäß!! Heute ist es doch schon in der Fliegerei Luxus wenn man überhaupt eine Krankenversicherung hat oder wenigstens Arbeitslosengeld für ein Jahr bekommt. Brüssel Airlines wird z.B. in Zukunft verstärkt Contractors anstellen (notfalls findet man sicher noch irgendwelche Südamerikaner die mit einer Validation für 50% weniger fliegen, ein Arbeitsvisum scheint kein Problem mehr für die EU zu sein), der Trend geht langsam aber das dafür sicher immer weiter nach unten, bis endlich mal jemand STOPP schreit!
Und die Mitarbeiter sollten wieder viel stärker in den Verlust und Gewinn des Unternehmens eingebunden sein, aber auch in die unternehmerischen Entscheidungen. Der Reichtum einer einzelnen Person müsste vielleicht beschränkt werden bezw. sich nicht durch Vererben übertragen lassen. Um das zu ermöglichen müsste man Zuerst das Schuldsystem/Geldsystem revolutionieren.

Und vielleicht sollten die Lufthansa Mitarbeiter jetzt diese gewagte Expansion langsam stoppen und sich lieber auf nachhaltiges wachsen konzentrieren. Sie werden irgendwann die Leidtragenden sein wenn das alles nicht klappt. Mehr verdienen werden sie sicher nicht durch die Expansion!
Beitrag vom 17.10.2017 - 14:48 Uhr
Userjasonbourne
User (979 Beiträge)
Nur um das mal mit dem Studenten zu vergleichen:

Beide gehen mit 19 aus der Schule mit Abi.
Flugschüler macht 2-3 Jahre Ausbildung, fliegt mit 21/22 für die angesprochenen 45k.

Student braucht 5 Jahre.
Studenten leben meist unter der Armutsschwelle - ist auch ein Kritikpunkt an der Messgröße - nehmen wir mal 800-1000€ im Monat an (das wird in München schon schwer, bei Mieten für 1 Zimmer App. ab 650€)
Sprechen wir von 12.000€ im Jahr.
Auf 5 Jahre sind wir bei den 60000€.

In den 5 Jahren hat der Pilot bereits 2-3 Jahre gearbeitet und verdient.

Ich glaube das sich das wenig gibt.

Beitrag vom 17.10.2017 - 19:37 Uhr
Usershuttle737
User (52 Beiträge)
Nur um das mal mit dem Studenten zu vergleichen:

Beide gehen mit 19 aus der Schule mit Abi.
Flugschüler macht 2-3 Jahre Ausbildung, fliegt mit 21/22 für die angesprochenen 45k.

Student braucht 5 Jahre.
Studenten leben meist unter der Armutsschwelle - ist auch ein Kritikpunkt an der Messgröße - nehmen wir mal 800-1000€ im Monat an (das wird in München schon schwer, bei Mieten für 1 Zimmer App. ab 650€)
Sprechen wir von 12.000€ im Jahr.
Auf 5 Jahre sind wir bei den 60000€.

In den 5 Jahren hat der Pilot bereits 2-3 Jahre gearbeitet und verdient.

Ich glaube das sich das wenig gibt.

?????
was soll denn dieser vergleich?
und wenn der student 10 jahre brauch muss er das doppelte verdienen,oder was?
wenn dem so waere,dass es auch nur den geringsten zusammenhang zwischen dauer/kosten einer ausbildung gäbe,dann müsste ein studierter sozialarbeiter ja das selbe bekommen wie ein unternehmensberater bei mckinsey....
Beitrag vom 17.10.2017 - 22:38 Uhr
Usergordon
User (1317 Beiträge)


B) Warum wurden die eigentlichen Leitragenden - hier die Mitarbeiter der Air Berlin - nicht stärker in die Entscheidungen des Unternehmens eingebunden? Schließlich sind doch SIE diejenigen, welche nun unter der Pleite leiden? Bei keinem der Investoren wird wegen der Pleite seine persönliche Existenz gefährdet sein. Weil die Verantwortung nicht gerecht verteilt ist stehe ich auch bei Air Berlin einem Sklavenähnlichen Arbeitsverhältnis gegenüber. Bevor Schredder das Arbeitslosengeld auf ein Jahr begrenzt hat war das noch anders.

Mich würde mal interessieren, wie Sie sich dieses "Einbinden in die Entscheidungen des Managements " vorstellen. So eine Art Abstimmung, ob man z. B. ein Codeshare mit einer anderen Airline vereinbaren sollte? Oder zum Neuanflug nach XYZ? Oder über Gehaltserhöhungen?
Oder meinen Sie erst nach der Pleite! Wie könnte ich mir denn da eine solche Einbeziehung vorstellen?
Beitrag vom 17.10.2017 - 23:41 Uhr
Userjasonbourne
User (979 Beiträge)
Nur um das mal mit dem Studenten zu vergleichen:

Beide gehen mit 19 aus der Schule mit Abi.
Flugschüler macht 2-3 Jahre Ausbildung, fliegt mit 21/22 für die angesprochenen 45k.

Student braucht 5 Jahre.
Studenten leben meist unter der Armutsschwelle - ist auch ein Kritikpunkt an der Messgröße - nehmen wir mal 800-1000€ im Monat an (das wird in München schon schwer, bei Mieten für 1 Zimmer App. ab 650€)
Sprechen wir von 12.000€ im Jahr.
Auf 5 Jahre sind wir bei den 60000€.

In den 5 Jahren hat der Pilot bereits 2-3 Jahre gearbeitet und verdient.

Ich glaube das sich das wenig gibt.

?????
was soll denn dieser vergleich?
und wenn der student 10 jahre brauch muss er das doppelte verdienen,oder was?
wenn dem so waere,dass es auch nur den geringsten zusammenhang zwischen dauer/kosten einer ausbildung gäbe,dann müsste ein studierter sozialarbeiter ja das selbe bekommen wie ein unternehmensberater bei mckinsey....

Das sind die ganz realen Fragen die sich Schulabgänger stellen und ein Verweis darauf das ein Pilot nicht schlechter steht als seine gleichalten Kollegen aus dem Studium.

Ein Hinweis auf die immer wieder gerne angeführten 60-80k Schulden nach der Lizenz.
Beitrag vom 18.10.2017 - 09:07 Uhr
Userchris7891
User (594 Beiträge)
Nur um das mal mit dem Studenten zu vergleichen:

Beide gehen mit 19 aus der Schule mit Abi.
Flugschüler macht 2-3 Jahre Ausbildung, fliegt mit 21/22 für die angesprochenen 45k.

Student braucht 5 Jahre.
Studenten leben meist unter der Armutsschwelle - ist auch ein Kritikpunkt an der Messgröße - nehmen wir mal 800-1000€ im Monat an (das wird in München schon schwer, bei Mieten für 1 Zimmer App. ab 650€)
Sprechen wir von 12.000€ im Jahr.
Auf 5 Jahre sind wir bei den 60000€.

In den 5 Jahren hat der Pilot bereits 2-3 Jahre gearbeitet und verdient.

Ich glaube das sich das wenig gibt.

?????
was soll denn dieser vergleich?
und wenn der student 10 jahre brauch muss er das doppelte verdienen,oder was?
wenn dem so waere,dass es auch nur den geringsten zusammenhang zwischen dauer/kosten einer ausbildung gäbe,dann müsste ein studierter sozialarbeiter ja das selbe bekommen wie ein unternehmensberater bei mckinsey....

Das sind die ganz realen Fragen die sich Schulabgänger stellen und ein Verweis darauf das ein Pilot nicht schlechter steht als seine gleichalten Kollegen aus dem Studium.

Ein Hinweis auf die immer wieder gerne angeführten 60-80k Schulden nach der Lizenz.

Sind aber 166.000 € nach der Ausbildung. Ein Pilot lebt auch und hat Lebenshaltungskosten. Plus Typerating.
100.000 €+ 36.000 € Miete und Leben + 30.000 € für ein Type Rating A320.
Nicht jeder hat das Glück bei LH oder OS, die Schulden übers Gehalt ab zu stottern.
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