Community / / Alitalia will sich mit Stellenabbau ...

Beitrag 1 - 7 von 7
Beitrag vom 09.01.2017 - 10:15 Uhr
UserHurzPurz
User (283 Beiträge)
Das belegt einmal mehr die gescheiterte Strategie von Etihad. Etihad hat lange die Nähe zu Skyteam gesucht. Etihad-Beteiligung Alitalia ist Skyteam-Mitglied. Etihad-Beteiligung Air Berlin ist One-World-Mitglied. Und Etihad selbst bandelt nun mit Lufthansa und Star Alliance an. Mit allen 3 Alliancen irgendwelche halbgaren und teils im Wettbewerb stehenden Verbindungen.
Qatar und Emirates sind da in ihren (unterschiedlichen) Strategien viel klarer ausgerichtet und das spiegelt sich im Erfolg.

Wobei ich Emirates auch vor größeren Problemen sehe. Mit der Flotte aus B777 und A380 ist Emirates höchst limitiert, wenn es um neue Strecken geht. da immer gleich eine B777 voll zu bekommen, ist kaum realisierbar und entsprechend unrentabel ist das für Emirates. Und das Drehkreuz DXB ist regelmäßig überlastet und dürfte für Emirates mittlerweile ein erheblicher Kostenfaktor sein.


Beitrag vom 09.01.2017 - 11:46 Uhr
Userfliegerschmunz
User (51 Beiträge)
@Guido3: das sehe ich ähnlich. Ich habe ja schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass Emirates die besten Zeiten hinter sich hat. Es ist nicht nur die 777 als kleinstes Flugzeug, sondern auch die schiere Anzahl an A 380ern wird EK noch schwer im Magen liegen. Der Flieger ist zu groß und zu teuer. Ein übermäßig schweres Flugzeug (DOM pro Pax) auf Lang- und Längststrecken verbraucht zu viel Sprit (Breguet'sche Reichweitengleichung) und schleppt auf kürzeren Strecken zuviel Strukturmasse mit sich herum. Auf Längststrecken kommt der Flieger auf einen Nutzlastanteil von 10 - 15 % der TOM, das haut nicht hin! Und TK ist m.E. eh schon weg vom Fenster, Ergogan wird's richten.
Die Karten werden gerade gründlich neu gemischt.
Beitrag vom 09.01.2017 - 16:36 Uhr
UserHurzPurz
User (283 Beiträge)
Bislang scheint Emirates die A380 hinreichend voll und hinreichend rentabel betreiben zu können? Emirates wird auch zu keinem Zeitpunkt eine Flotte mit 142 bestellten A380 betreiben. Vermutlich ist bei 100-120 Schluß. 2019 oder 2020 laufen die ersten Leasingverträge aus und die weiter zur Flotten stoßenden neuen A380 werden alte A380 ersetzen.

Der Flughafen Dubai ist aber so am Limit, das kleinste Störungen zu Stoßzeiten zu endlosen Verzögerungen führen. Ich bin die letzten Male immer eine Stunde vor der Küste gekreist. Man kann auf Flightradar verfolgen, wie oft das zu Stoßzeiten vorkommt und wie viele Emirates-Flugzeuge betroffen sind. Vermutlich müssen die Emirates-Flugzeuge auf Flügen nach Dubai mehr als die obligatorische Reserve tanken, was die Flugzeuge schwer macht. Und sehr oft wird das dann auch in Schleifen verbrannt, womit unnütz Geld verbrannt wird. Da bewegen wir uns schnell in Größenordnungen von 3-5% Mehrkosten, was in der Branche horrend viel ist.

Für den schnellen Ausbau von DWC fehlt schlicht das Geld und der Umzug von flyDubai nach DWC dieses Jahr dürfte nur kurz Entlastung bringen. Nebenbei macht er Anschlussverbindungen mit flyDubai für Emirates-Passagiere sehr unattraktiv. Auch da gehen Emirates Routen-Optionen verloren. Ich habe lange Stopover in Dubai langegeliebt. Mittlerweile ist die Immigration in Dubais Terminal 3 eine Zumutung. 1-2 Stunden anstehen jedes Mal. Das tue ich mir nicht mehr an.

Turkish sehe ich ähnlich. Der Laden war gut aufgestellt und von Kotil exzellent geführt. Erdogan vermasselt alles und Kotil wurde auch entlassen und durch einen Bürokraten ersetzt. Eine schnelle Erholung würde mich wundern.

Etihad hat es auch vermasselt. Auch in Abu Dhabi fehlt ein moderner Flughafen (2018?). Qatar scheint von den ME3 aktuell am besten aufgestellt. Omanair hat viel Potential, aber ich weiß nicht, ob das was wird. Aktuell wieder Kampfpreise FRA-SIN für 379 EUR. Das sind ca. 2x13 Stunden Flgzeit. Gesund ist das nicht.
Beitrag vom 09.01.2017 - 20:13 Uhr
Userwearegloballyyours
User (64 Beiträge)
"Turkish sehe ich ähnlich. Der Laden war gut aufgestellt und von Kotil exzellent geführt. Erdogan vermasselt alles und Kotil wurde auch entlassen und durch einen Bürokraten ersetzt. Eine schnelle Erholung würde mich wundern."

"Und TK ist m.E. eh schon weg vom Fenster, Ergogan wird's richten.
Die Karten werden gerade gründlich neu gemischt."

Was für ein unbedachtes medial gesteuertes Geschwätz.

Nach europäischen Maßstäben gehört TK bereits zur Luftfahrtelite.

Binnen weniger Jahre hat sich die rückständige Ex-Staatsfluglinie der Türkei zum wichtigen Akteur auf dem Kontinent entwickelt. Mit 333 Maschinen unterhält die grundrenovierte Airline eine der größten Flotten der Welt, allein in Deutschland bedient sie 14 Flughäfen.

Bei Flugkomfort und Service erhalten die Istanbuler seit Jahren Bestnoten - so auch im mm-Ranking. Besonders loben die Reisenden das Unterhaltungsprogramm sowie das Essen, in ihren Augen hat Turkish die beste Businessclass Europas.


Beitrag vom 09.01.2017 - 22:01 Uhr
Userfbwlaie
User (3336 Beiträge)
@wearegloballyyours,

weshalb so dünnhäutig?
Die ersten 9 Monate waren für Turkish unbefriedigend und es gab einen neuen Chef.
Die politische Situation ist in der Türkei auch nicht befriedigend - unbefriedingender als in Frankreich!

"Eine schnelle Erholung würde mich wundern." ist eine ganz private Einschätzung und sagt nichts über die Quatität z. B. der Business class aus.
Weshalb ist denn eine schnelle Erholung zu erwarten?
Beitrag vom 09.01.2017 - 22:10 Uhr
Userfbwlaie
User (3336 Beiträge)
Alitalia hat wohl nichts von AB gelernt. Der Staat darf Alitalia auch nicvht mehr stützen - das hat er schon viel zu oft getan!
Beitrag vom 10.01.2017 - 11:51 Uhr
UserHurzPurz
User (283 Beiträge)
Was für ein unbedachtes medial gesteuertes Geschwätz.

Ach Herrje, bin ich dem dünnhäutigem TK-Social-Media-Beauftragten auf die Füße getreten?

Nach europäischen Maßstäben gehört TK bereits zur Luftfahrtelite.

Das hat niemand bestritten.

Aber was wir momentan sehen, ist nicht nur eine kurze Wachstumsdelle für ein paar Monate. Sondern der extreme Wachstumstrend ist nachhaltig gebrochen. Zig Flugzeugauslieferungen sind nach hinten verschoben, das heißt das einstmals geplante Wachstum wird so auf Jahre nicht realisiert. Erdogans Kurs schädigt zwingend die türkische Wirtschaft und den Heimatmarkt von TK. Für die Zukunft sind eher mehr als weniger Anschläge zu erwarten - mit entsprechenden Auswirkungen auf Tourismus und Flugverkehr und insbesondere Turkish Airlines.

Den einst Erfolg versprechenden Dialog mit den Kurden gibt es nicht mehr. Die Führer von deren politischer Partei HDP steckt Erdogan alle in den Knast. Die haben keine politische Vertretung mehr, keinen Dialog mehr, keine Chance mehr politisch etwas zu erreichen. Und es gibt nun mal mehr als 10 Millionen Kurden in der Türkei. Mangels Alternativen wird es die vermehrt zur PKK in den bewaffneten Widerstand treiben. Entsprechend sind mehr Anschläge zu erwarten. Von den IS-Leuten, die Erdogan jahrelang ins Land gelassen und erst spät bekämpft hat, sind auch noch Anschläge zu erwarten. Aber momentan waren es ja nie IS oder Kurden. Es war ja immer Gülen. Diese Sichtweise hilft bestimmt bei der Problemlösung... Nicht.