Community / / Pilotenforderungen stören Aktionär...

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Beitrag vom 14.11.2017 - 12:21 Uhr
UserEin_Fliegereiint..
User (142 Beiträge)
Na, dann lasst doch mal die Flotte n halbes Jahr am Boden, wie treu dann die Aktionäre noch sind und wie viel dann noch von FR über ist.

Mal gespannt ob sich MOL hier am Ende nicht doch einen Chirurgen für seine Hand suchen muss.
Beitrag vom 14.11.2017 - 13:22 Uhr
Useratc
User (175 Beiträge)
Ich hoffe sehr, dass sich die großen europäischen Gewerkschaften zusammensetzen und sich für die Luftfahrtbranche was überlegen.

Diesem systematischen Ausweichen auf jeweils das Land, dass die beklopptesten Bedingungen für Beschäftigte garantiert, muss Einhalt geboten werden.
Wenn die Flotte lange genug am Boden gestanden hat, wird sich schon ein Nachfolger finden, der anstelle O'Learys mit den Gewerkschaften verhandelt.
Beitrag vom 14.11.2017 - 16:30 Uhr
UserSven
User (14 Beiträge)
Ich hoffe sehr, dass sich die großen europäischen Gewerkschaften zusammensetzen und sich für die Luftfahrtbranche was überlegen.

Diesem systematischen Ausweichen auf jeweils das Land, dass die beklopptesten Bedingungen für Beschäftigte garantiert, muss Einhalt geboten werden.

Dieses Ausweichen auf andere Länder ist doch grade voll in Mode. Eurowings Europe ist doch nicht ein Stück besser als Ryanair. Mit dem Unterschied, dass MOL seinen Leuten wenigstens sagt, dass er sie nicht leiden kann, während man bei EW doch von "fairen und marktüblichen Konditionen" redet, die sich an "gesetzlichen Standarts orientieren".
Und er bezahlt sie besser... Deshalb findet er wahrscheinlich auch genug Leute, ganz im Gegensatz zur EWEU.

Dieser Beitrag wurde am 14.11.2017 16:31 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.11.2017 - 17:41 Uhr
UserEricM
User (846 Beiträge)
"Offen gesagt wäre es den meisten Aktionären lieber, wenn die Airline sechs Monate lang kein einziges Flugzeug fliegt als dass die Arbeiter sich gewerkschaftlich organisieren", sagt Barry Norris, der für die Investmentgesellschaft Argonaut Capital Partners Aktien im Wert von 500 Millionen US-Dollar überblickt – einschließlich Ryanair-Aktien.

Das mal zum Thema aus dem EWE Thread: Ob "der freie Markt" auch automatisch gesellschaftliche Interessen vertritt oder ebensolche Probleme löst.

Nein tut er natürlich nicht.

Wenn diese Investment-Manager mit Sklavenhandel halbwegs legal durchkämen würden sie auch damit versuchen, ein paar Promille mehr Profit rauszuholen.
Man hat schlicht keinen derartigen Job, wenn man gesellschaftliche Zusammenhänge wahrnimmt oder gar empathiefähig ist.
Beitrag vom 14.11.2017 - 18:27 Uhr
Userrasch
User (55 Beiträge)

Wenn diese Investment-Manager mit Sklavenhandel halbwegs legal durchkämen würden sie auch damit versuchen, ein paar Promille mehr Profit rauszuholen.
Man hat schlicht keinen derartigen Job, wenn man gesellschaftliche Zusammenhänge wahrnimmt oder gar empathiefähig ist.

Mit Verlaub, viele unserer Mitmenschen, einschließlich meiner Person, würden so ähnlich das Verhalten der Piloten gegenüber dem Rest der Erwerbstätigen beschreiben. Dabei ist das Bild sicherlich wesentlich von den LH Piloten geprägt.

Es ist eine Gruppe die „am Drücker“ ist und das auch nutzt. Nur das es jetzt eine große Insolvenz gegeben hat und aktuell der Drücker etwas verloren gegangen ist. Ansonsten versuchen die Piloten ihre Interessen relativ frei von Rücksichten auf andere durchzusetzen.
Beitrag vom 14.11.2017 - 18:28 Uhr
UserCGNWAW
User (428 Beiträge)
Ich hoffe sehr, dass sich die großen europäischen Gewerkschaften zusammensetzen und sich für die Luftfahrtbranche was überlegen.

Diesem systematischen Ausweichen auf jeweils das Land, dass die beklopptesten Bedingungen für Beschäftigte garantiert, muss Einhalt geboten werden.

Dieses Ausweichen auf andere Länder ist doch grade voll in Mode. Eurowings Europe ist doch nicht ein Stück besser als Ryanair. Mit dem Unterschied, dass MOL seinen Leuten wenigstens sagt, dass er sie nicht leiden kann, während man bei EW doch von "fairen und marktüblichen Konditionen" redet, die sich an "gesetzlichen Standarts orientieren".
Und er bezahlt sie besser... Deshalb findet er wahrscheinlich auch genug Leute, ganz im Gegensatz zur EWEU.

Soweit ich das verstehe, bekommen die EWE Mitarbeiter Ihre Uniformen vom AG gestellt. Auch werden Sozialversicherungsbeiträge gezahlt und es wird auch Lohnsteuer abgeführt. Das ist bei MOL Scheinselbständigen nicht der Fall
Beitrag vom 14.11.2017 - 18:30 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (92 Beiträge)
"Offen gesagt wäre es den meisten Aktionären lieber, wenn die Airline sechs Monate lang kein einziges Flugzeug fliegt als dass die Arbeiter sich gewerkschaftlich organisieren", sagt Barry Norris, der für die Investmentgesellschaft Argonaut Capital Partners Aktien im Wert von 500 Millionen US-Dollar überblickt – einschließlich Ryanair-Aktien.

Das mal zum Thema aus dem EWE Thread: Ob "der freie Markt" auch automatisch gesellschaftliche Interessen vertritt oder ebensolche Probleme löst.

Nein tut er natürlich nicht.

Wenn diese Investment-Manager mit Sklavenhandel halbwegs legal durchkämen würden sie auch damit versuchen, ein paar Promille mehr Profit rauszuholen.
Man hat schlicht keinen derartigen Job, wenn man gesellschaftliche Zusammenhänge wahrnimmt oder gar empathiefähig ist.

Da ich mal davon ausgehe, dass das auf meine Aussage "Die Gesellschaft ist in diesem Fall der Markt" zurückgeht: Da haben Sie mich missverstanden. Ich habe nicht gesagt, dass der Markt gesellschaftliche Interessen vertritt. Meine Aussage bezieht sich darauf, dass der Markt (Kunden, AN, Investoren etc) aus denselben Personen bestehen, wie die Gesellschaft, nämlich Bürgern und Institutionen unseres Landes.
Beitrag vom 14.11.2017 - 22:41 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
Meine Aussage bezieht sich darauf, dass der Markt (Kunden, AN, Investoren etc) aus denselben Personen bestehen, wie die Gesellschaft, nämlich Bürgern und Institutionen unseres Landes.

Das ist zwar korrekt, nur nicht entscheidend. Entscheidend ist, wie die Machtverhältnisse verteilt sind. In einer demokratischen Gesellschaft ist es die ‚Stimme‘ der Personen, im Markt ist es die Menge des Geldes der geldgeben Personen. Und das ist einer der ganz wesentlichen Unterschiede zwischen Gesellschaft und Markt. Beides ist also mitnichten identisch.

Und egal ob man es gut findet oder nicht: genau weil der Markt sich so verhält und nicht anders, hat die Gesellschaft die Arbeiterbewegung und Gewerkschaftsentstehung Ende des 19. Jahrhunderts hervorgebracht.
Beitrag vom 15.11.2017 - 14:32 Uhr
UserDigiflieger
User (685 Beiträge)
Meine Aussage bezieht sich darauf, dass der Markt (Kunden, AN, Investoren etc) aus denselben Personen bestehen, wie die Gesellschaft, nämlich Bürgern und Institutionen unseres Landes.

Das ist zwar korrekt, nur nicht entscheidend. Entscheidend ist, wie die Machtverhältnisse verteilt sind. In einer demokratischen Gesellschaft ist es die ‚Stimme‘ der Personen, im Markt ist es die Menge des Geldes der geldgeben Personen. Und das ist einer der ganz wesentlichen Unterschiede zwischen Gesellschaft und Markt. Beides ist also mitnichten identisch.

Und egal ob man es gut findet oder nicht: genau weil der Markt sich so verhält und nicht anders, hat die Gesellschaft die Arbeiterbewegung und Gewerkschaftsentstehung Ende des 19. Jahrhunderts hervorgebracht.

Nur weil der "Adel" durch "Geld" ersetzt wurde, ergibt sich noch keine soziale (nicht sozialistische!) Gesellschaft. Das geht eben nur mit einem ordentlichen Menschenbild und einer guten demokratischen Gesellschaft.
Damit das funktioniert, gibt es eben die "Regeln" oder Werte. Ob diese nun sozialer Natur (Sozialgesetzgebung) oder anderweitig normierend (universelle Menschenrechte) sind, ist dabei doch egal. Entscheidend ist, dass sich alle Gesellschaftsteilnehmer diesen auch verpflichtet fühlen.
Beitrag vom 15.11.2017 - 14:37 Uhr
UserDigiflieger
User (685 Beiträge)

Wenn diese Investment-Manager mit Sklavenhandel halbwegs legal durchkämen würden sie auch damit versuchen, ein paar Promille mehr Profit rauszuholen.
Man hat schlicht keinen derartigen Job, wenn man gesellschaftliche Zusammenhänge wahrnimmt oder gar empathiefähig ist.

Mit Verlaub, viele unserer Mitmenschen, einschließlich meiner Person, würden so ähnlich das Verhalten der Piloten gegenüber dem Rest der Erwerbstätigen beschreiben. Dabei ist das Bild sicherlich wesentlich von den LH Piloten geprägt.

Es ist eine Gruppe die „am Drücker“ ist und das auch nutzt. Nur das es jetzt eine große Insolvenz gegeben hat und aktuell der Drücker etwas verloren gegangen ist. Ansonsten versuchen die Piloten ihre Interessen relativ frei von Rücksichten auf andere durchzusetzen.

Welche "Rücksichten" auf andere Erwerbstätigen(!) sollten denn insbesondere Piloten nehmen? Wie stellen Sie sich das vor?
Beitrag vom 15.11.2017 - 15:50 Uhr
Userrasch
User (55 Beiträge)

Wenn diese Investment-Manager mit Sklavenhandel halbwegs legal durchkämen würden sie auch damit versuchen, ein paar Promille mehr Profit rauszuholen.
Man hat schlicht keinen derartigen Job, wenn man gesellschaftliche Zusammenhänge wahrnimmt oder gar empathiefähig ist.

Mit Verlaub, viele unserer Mitmenschen, einschließlich meiner Person, würden so ähnlich das Verhalten der Piloten gegenüber dem Rest der Erwerbstätigen beschreiben. Dabei ist das Bild sicherlich wesentlich von den LH Piloten geprägt.

Es ist eine Gruppe die „am Drücker“ ist und das auch nutzt. Nur das es jetzt eine große Insolvenz gegeben hat und aktuell der Drücker etwas verloren gegangen ist. Ansonsten versuchen die Piloten ihre Interessen relativ frei von Rücksichten auf andere durchzusetzen.

Welche "Rücksichten" auf andere Erwerbstätigen(!) sollten denn insbesondere Piloten nehmen? Wie stellen Sie sich das vor?


Dazu keine Empfehlung von mir, ich stelle Das nur fest!

Es ist ja das Wesen der kleinen Spartengewerkschaften die Interessen ihrer Mitglieder durchzusetzen. Im Gegensatz zu Flächengewerkschaften, die ggf. Interessen unterschiedlicher Berufsgruppen abzuwägen haben. Da kommen dann auch schon Äußerungen, das Unternehmen ggf. zu Grunde zu richten. Wenn das keine Rücksichtslosigkeit gegen die anderen Erwerbstätigen ist…
Interessant finde ich die Frage! Von Allein kommt Pilot da nich drauf😉…


Beitrag vom 15.11.2017 - 15:58 Uhr
UserEricM
User (846 Beiträge)
Dazu keine Empfehlung von mir, ich stelle Das nur fest!

Es ist ja das Wesen der kleinen Spartengewerkschaften die Interessen ihrer Mitglieder durchzusetzen. Im Gegensatz zu Flächengewerkschaften, die ggf. Interessen unterschiedlicher Berufsgruppen abzuwägen haben.

Die dazu aber auch alle ihre Mitglieder sein müssen ... das Argument ist schlicht falsch.
Streng genommen wäre das nämlich ein Verstoß gegen das Betriebsverfassungsgesetz und eine Pflichtverletzung der Gewerkschaft.

Ansonsten verlange ich hierfür ein Beispiel, bei dem eine Flächen-Gewerkschaft Interessen einer Berufsgruppe verteten hat, die nicht durch sie vertreten wurde.

Beitrag vom 15.11.2017 - 16:02 Uhr
UserEricM
User (846 Beiträge)
Welche "Rücksichten" auf andere Erwerbstätigen(!) sollten denn insbesondere Piloten nehmen? Wie stellen Sie sich das vor?

Ich vermute mal da steckt die Angst dahinter, dass andere Angestellte der LH weniger bekommen, wenn die Piloten mehr bekommen.
In wie weit diese Angst durch interne Kommunikation der LH Geschäftsführung gefördert wurde, kann ich nicht sagen.
Beitrag vom 15.11.2017 - 16:22 Uhr
Userrasch
User (55 Beiträge)
Junge, Junge, ihr versteht echt keinen Spaß… Wie viele seid ihr denn?

Dazu keine Empfehlung von mir, ich stelle Das nur fest!

Es ist ja das Wesen der kleinen Spartengewerkschaften die Interessen ihrer Mitglieder durchzusetzen. Im Gegensatz zu Flächengewerkschaften, die ggf. Interessen unterschiedlicher Berufsgruppen abzuwägen haben.

Die dazu aber auch alle ihre Mitglieder sein müssen ... das Argument ist schlicht falsch.

Nochmal nachdenken bitte. Mir fällt andersrum keine Gewerkschaft ein die Interessen von Berufsgruppen vertritt die nicht bei ihr organisiert sind.

Streng genommen wäre das nämlich ein Verstoß gegen das Betriebsverfassungsgesetz und eine Pflichtverletzung der Gewerkschaft.
Die Ansicht haben sie exklusiv... oder was meinen sie genau?


Ansonsten verlange ich hierfür ein Beispiel, bei dem eine Flächen-Gewerkschaft Interessen einer Berufsgruppe verteten hat, die nicht durch sie vertreten wurde.

>
Sind sie Mitglied einer Tarifkommision, sie verlangen so schön:-)

Sie unterstellen etwas was nicht geschrieben wurde und auch nicht gemeint ist. Das müssen sie nicht wissen. Aber Flächengewerkschaften vertreten viele Berufsgruppen. Denken sie an verdi.
Beitrag vom 15.11.2017 - 16:33 Uhr
Userrasch
User (55 Beiträge)
Welche "Rücksichten" auf andere Erwerbstätigen(!) sollten denn insbesondere Piloten nehmen? Wie stellen Sie sich das vor?

Ich vermute mal da steckt die Angst dahinter, dass andere Angestellte der LH weniger bekommen, wenn die Piloten mehr bekommen.
In wie weit diese Angst durch interne Kommunikation der LH Geschäftsführung gefördert wurde, kann ich nicht sagen.


Vermuten, spekulieren und bloßstellen Anderer sind Formen von Propaganda und Desinformation.

Und sie vermuten falsch.
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