Community / / Vereinigung Cockpit will Sozialplan ...

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Beitrag vom 13.09.2017 - 14:02 Uhr
Userfokker50
User (60 Beiträge)
Keine Fluglinie und kein Investor wird eine insolvente Fluglinie mit einem Sozialplan übernehmen.Warum sollte man sich diese Kosten ans Bein binden ?
Hallo VC aufwachen, wir schreiben das Jahr 2017 ! In welchem Jahr lebt die VC ?
Beitrag vom 13.09.2017 - 14:42 Uhr
UserA330BR
YSSY
User (34 Beiträge)
VC lebt in einer kompletten anderen Welt !
Beitrag vom 13.09.2017 - 15:16 Uhr
UserHop234
User (52 Beiträge)
Ihrer Meinung nach also alle Mitarbeiter ( Cockpit, Kabine, Verwaltung, etc.) entlassen und dann können Sie sehen wo man bleibt ???

Schön was man so für Vorstellungen hat...
Beitrag vom 13.09.2017 - 15:30 Uhr
Userjasonbourne
User (874 Beiträge)
Ihrer Meinung nach also alle Mitarbeiter ( Cockpit, Kabine, Verwaltung, etc.) entlassen und dann können Sie sehen wo man bleibt ???

Schön was man so für Vorstellungen hat...

Man muss niemanden entlassen, der Laden ist insolvent und wenn es keinen Käufer gibt, dann stehen ALLE auf der Straße.


Die Frage ist also, wie kriegt man möglichst viel irgendwo unter, sodass es dauerhaft profitabel betrieben werden kann.

Und das geht am besten wenn man die Flieger und Slots irgendwo hin bekommt, die Crews, Wartung etc. kann sich der Käufer nicht zaubern, also muss er auch personal übernehmen
Beitrag vom 13.09.2017 - 16:03 Uhr
Usergpower
User (1485 Beiträge)
Keine Fluglinie und kein Investor wird eine insolvente Fluglinie mit einem Sozialplan übernehmen.Warum sollte man sich diese Kosten ans Bein binden ?
Hallo VC aufwachen, wir schreiben das Jahr 2017 ! In welchem Jahr lebt die VC ?
Da scheinen Sie über die Bedeutung des Sozialplanes im Unklaren zu sein. Es geht hier nicht nur um Geld (wenn denn welches zu verteilen wäre) sondern auch um die Umsetzung der Veränderung. Nehmen wir die Flugbegleiter (weniger Vorurteile hier im Forum) Drei Bieter bekommen jeweils ein Drittel des Volumens. Eines in DUS, eines in TXL und eines in VIE. Vorher waren alle FB in DUS und TXL stationiert. Wer muss wohin um den neuen Job zu bekommen, wer darf zu Hause bleiben und wer muss umziehen. Diese Auswahl, und zwar vordergründig, regelt auch der Sozialplan. Darum geht es den Piloten.
Beitrag vom 13.09.2017 - 17:55 Uhr
UserPropeller45
User (17 Beiträge)
Die Firma ist pleite. Die MA stehen mehr oder weniger auf der Straße. Ist doch klar, der Sozialplan entsteht aus einem Diktat des/der Übernehmer. Ich kann mir andererseits nicht vorstellen, dass alle völlig überrascht in die "Situation" geraten sind. Hat nicht evtl. auch der Betriebsrat die Lage falsch eingeschätzt? Ein gediegener Sozialplan benötigt Verhandlungszeit. Da darf man doch nicht schon auf der Rasierklinge sitzen. Eine völlig verkorkste Lage die sich da einem interessierten Aussenstehenden bietet. Sehr traurig.
Beitrag vom 13.09.2017 - 18:06 Uhr
UserLH830
User (416 Beiträge)
"Wir wollen verhindern, dass sich jeder Pilot bei seinem neuen Arbeitgeber einzeln bewerben muss. Wir haben die Sorge, dass dann bestimmte Leute aussortiert werden."
Ich würde mal sagen, genau dafür haben gestern und heute einige den Grundstein gelegt. Wird wohl niemand glauben dass TW nicht genau weiß wer da "psychisch labil" daherkommt (oder genauer: nicht kommt). Und irgendwie hat TW die Firma EW nicht im Streit verlassen, oder?
Beitrag vom 13.09.2017 - 18:15 Uhr
Usergpower
User (1485 Beiträge)
Die Firma ist pleite. Die MA stehen mehr oder weniger auf der Straße. Ist doch klar, der Sozialplan entsteht aus einem Diktat des/der Übernehmer. Ich kann mir andererseits nicht vorstellen, dass alle völlig überrascht in die "Situation" geraten sind. Hat nicht evtl. auch der Betriebsrat die Lage falsch eingeschätzt? Ein gediegener Sozialplan benötigt Verhandlungszeit. Da darf man doch nicht schon auf der Rasierklinge sitzen. Eine völlig verkorkste Lage die sich da einem interessierten Aussenstehenden bietet. Sehr traurig.
So wie ich es verstanden habe, wurde abgelehnt über einen Sozialplan zu spechen. Da der natürlich Zeit braucht wäre es gut, wenn man damit anfängt. Da kann ich verstehen, wenn man sauer ist.

Unklar ist allerdings die rechtliche Lage. Man kann hier nicht einfach etwas aus der Insolvenzmasse kaufen, da einiges nicht handelbar ist, z B die Slots. Man kauft eine funktionierende Operation die die Slots hat, mit allem anderen da nur eine den Regzularien entsprechende Ops diese Slots bekommt. Dazu Personal und die Fliegern um die Slots zu bedienen. Damit greift meiner Meinung nach 613aBGB und somit müsste es auch einen Sozialplan geben. Das Personal ist wahrscheinlich nicht genau so irgendwelchen OPS zugeteilt, die sich aus kartellrechtlichen Einschränkzngen in der Neuverteilung ergeben werden. Also muss es verteilt werden, aber wie? Das regelt der Sozialplan.
Soweit meine Einschätzung. Vielleicht gibt es jemanden hier mit mehr Sachkenntnis im Arbeits/Insolvenzrecht.
Beitrag vom 13.09.2017 - 18:47 Uhr
UserPropeller45
User (17 Beiträge)
Der §613BGB wird, nach meiner eigenen Erfahrung, sehr strikt pro Arbeitgeber ausgelegt. D.h. eine insolvente Firma wird evtl. nicht mehr tauglich sein, noch etwas zum Übergang beizutragen. Ist nur Vermutung meinerseits. Wäre wirklich hilfreich wenn hier jemand aufklärt.
Beitrag vom 13.09.2017 - 20:01 Uhr
Usergpower
User (1485 Beiträge)
Der §613BGB wird, nach meiner eigenen Erfahrung, sehr strikt pro Arbeitgeber ausgelegt. D.h. eine insolvente Firma wird evtl. nicht mehr tauglich sein, noch etwas zum Übergang beizutragen. Ist nur Vermutung meinerseits. Wäre wirklich hilfreich wenn hier jemand aufklärt.
Das tut mir leid.
Eher ist es umgekehrt. 613a regelt die Besitzstandswahrung bei der Übernehme von Betrieben oder Betriebsteilen und hat in sich und durch die gültige Rechtsprechung sehr hohe Hürden das durch den Käufer auszuhebeln. Daher liegt hier die Vermutung nahe, dass durch bestimmte Maßnahmen versucht wird eine Insolvenz bestimmter AOCs (Betriebe) zu initieren, damit man hinterher günstig nur noch die Teile aufsammeln muß, ohne Verpflichtungen. Da man vielleicht ohnehin nicht alle Slots bekommt kann man sich auf die dann freiwerdenden Slots bewerben und startet bei Null mit den was man bekommt, zu den eigenen Bedingungen. Soweit die Theorie.

Immerhin wurde erreicht, dass jetzt doch über einen Sozialplan gesprochen wird. Das ist doch mal was. So profitieren möglicherweise auch die Nichtpiloten. Für die gab es nämlich auch keinen SP. Kann man ja mal drüber nachdenken.

Dieser Beitrag wurde am 13.09.2017 20:02 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.09.2017 - 08:02 Uhr
UserDigiflieger
User (646 Beiträge)

Immerhin wurde erreicht, dass jetzt doch über einen Sozialplan gesprochen wird. Das ist doch mal was. So profitieren möglicherweise auch die Nichtpiloten. Für die gab es nämlich auch keinen SP. Kann man ja mal drüber nachdenken.

Ich dachte, die FBs hätten schon eine Art Übergangstarifvereinbarung?

Gab es das bis jetzt noch nicht für die Bodenmitarbeiter?!?
Beitrag vom 14.09.2017 - 08:20 Uhr
Usergpower
User (1485 Beiträge)

Immerhin wurde erreicht, dass jetzt doch über einen Sozialplan gesprochen wird. Das ist doch mal was. So profitieren möglicherweise auch die Nichtpiloten. Für die gab es nämlich auch keinen SP. Kann man ja mal drüber nachdenken.

Ich dachte, die FBs hätten schon eine Art Übergangstarifvereinbarung?

Gab es das bis jetzt noch nicht für die Bodenmitarbeiter?!?
Warte noch auf die Veröffentlichung von UFO aber der Deal mit EW sagt nur wer zuwelchen Bedingungen bei EW anfangen kann. Und zwar völlig unabhängig von AB, obwohl das natürlich der Auslöser war. Vorerfahrung soll berücksichtigt werden, aber da ist noch nichts veröffentlicht. Soll diese Woche noch kommen.
Wg Boden, da ist mir nichts bekannt. Wäre aber auch ein starkes Stück, wenn AB einen SP macht nur für Teile der Belegschaft. Insgesamt läuft das unglücklich. Die Mitarbeiter sind Teil des Deals, da nur sie die OPS mit den Slots aufrechterhalten. Die fallen in den Verlautbarhrungen der IV und GL völlig hinten runter, kein Wunder das da Panik ist und das Motto "Rette sich wer kann" Der Sick Out war glaube ich ein ordentlicher Schuss vor den Bug, jetzt kommt Bewegung rein. Vielleicht geht das erst wenn entschieden ist, was wo hin kommt. Unabhängig davon, wie man das als Außenstehender findet. Aber wer nicht in diesem Stressmodus ist kann nicht darüber richten.
Beitrag vom 14.09.2017 - 09:24 Uhr
UserEricM
User (784 Beiträge)
Eher ist es umgekehrt. 613a regelt die Besitzstandswahrung bei der Übernehme von Betrieben oder Betriebsteilen und hat in sich und durch die gültige Rechtsprechung sehr hohe Hürden das durch den Käufer auszuhebeln. Daher liegt hier die Vermutung nahe, dass durch bestimmte Maßnahmen versucht wird eine Insolvenz bestimmter AOCs (Betriebe) zu initieren, damit man hinterher günstig nur noch die Teile aufsammeln muß, ohne Verpflichtungen. Da man vielleicht ohnehin nicht alle Slots bekommt kann man sich auf die dann freiwerdenden Slots bewerben und startet bei Null mit den was man bekommt, zu den eigenen Bedingungen.

Auch eine Insolvenz hebt die Verpflichtungen des Käufers, wenn ein 613a vorliegt, nicht automatisch auf.
Das Problem ist eher, dass Ansprüche aus einem 613a im Zweifelsfall vom betroffenen Arbeitnehmer eingeklagt werden müssen. Und das kann mehrere Jahre dauern.

Daher ist bei allen Versuchen von Arbeitgebern, einen 613a zu umgehen, immer auch eine starke psychologische Komponente zu beobachten, die Hoffnungslosigkeit, Panik und Handlungsdruck beim Arbeitnehmer erzeugen soll.
So soll erreicht werden, dass er seine Rechte aus einem 613a nicht gerichtlich geltend macht, sondern sich möglichst mit den meist schlechteren Konditionen abfindet, die ihm der Käufer freiwillig bietet.

Im konkreten Fall: Je mehr Personal sich vor einem Betriebsübergang "freiwillig" bei EW zu deren neuen Konditionen bewirbt, desto weniger werden per 613a ihre alten Konditionen behalten.

Dieser Beitrag wurde am 14.09.2017 09:25 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.09.2017 - 11:15 Uhr
UserSven
User (10 Beiträge)
Daher ist bei allen Versuchen von Arbeitgebern, einen 613a zu umgehen, immer auch eine starke psychologische Komponente zu beobachten, die Hoffnungslosigkeit, Panik und Handlungsdruck beim Arbeitnehmer erzeugen soll.
So soll erreicht werden, dass er seine Rechte aus einem 613a nicht gerichtlich geltend macht, sondern sich möglichst mit den meist schlechteren Konditionen abfindet, die ihm der Käufer freiwillig bietet.

Im konkreten Fall: Je mehr Personal sich vor einem Betriebsübergang "freiwillig" bei EW zu deren neuen Konditionen bewirbt, desto weniger werden per 613a ihre alten Konditionen behalten.

Das ist ja genau das, was CS gerade macht. Er versucht die Piloten mürbe zu machen und dazu zu drängen, sich bei EW zu bewerben. Wenn sie das tun, verlieren sie augenblicklich sämtliche Rechte, die ihnen der §613a einräumt.

Dazu kommt aber, dass Bewerbungen bei Eurowings Deutschland derzeit nutzlos sind. Die geschalteten Ausschreibungen sind ohne Zustimmung der EWD PV veröffentlicht worden. Die PV würde einer Einstellung also gar nicht zustimmen.
Außerdem lässt der TV der EWD keine Neueinstellungen auf der linken Seite zu und rechts darf nur in Stufe 1 eingestellt werden. Wer jetzt aber schon zehn oder mehr Jahre auf der rechten Seite sitzt, wird bestimmt nicht in Gehaltsgruppe 1 und Seniorität 0 anfangen wollen.
So viel also zu der von CS angesprochenen Fairness, auf die man ja so stolz ist...
Beitrag vom 14.09.2017 - 12:58 Uhr
UserLH830
User (416 Beiträge)
Dann schnellstens ab zu Easyjet, die ja angeblich besser zahlt als AB. War hier jedenfalls zu lesen in einem anderen Fred.
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