BERLIN - Fluggäste in Berlin müssen sich wegen eines Warnstreiks an diesem Donnerstagmorgen auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat am Mittwochabend den Großteil des Bodenpersonals aufgerufen, von 4.00 Uhr bis 10.00 die Arbeit niederzulegen. Nach sechs Stunden wurde am Vormittag der Warnstreik auf den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel beendet. Insgesamt sollten etwa 2000 Beschäftigte in den Ausstand treten.
Besonders betroffen war in der Früh der Flughafen Schönefeld. Dort sollten nach Angaben eines Sprechers der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Morgen 22 Flüge ausfallen. Bereits mit Beginn der Frühschicht um 4.00 Uhr hätten sich dort 50 Beschäftigten dem Arbeitskampf angeschlossen.
Easyjet kritisierte die Warnstreiks scharf: «Unsere Fluggäste, tausende Berlin-Besucher und Geschäftsreisende haben keinerlei Verständnis für diesen Streik», erklärte Deutschland-Geschäftsführer Thomas Haagensen.
In Tegel fallen nach ersten Angaben des Flughafens bisher vier Flüge aus. Am Morgen legten dort zwar etwa 500 Gewerkschaftsmitglieder die Arbeit nieder. Air Berlin und Lufthansa hatten aber für Ersatzkräfte gesorgt. Es kommt dort aber wie in Schönefeld auch zu Verspätungen bei einzelnen Flügen.
Die Beschäftigten gehören dem Berliner Marktführer GlobeGround Berlin (GGB) und dessen Tochter Ground Service International (GSI) sowie des Konkurrenten Acciona an. Sie stellen laut Verdi zusammen 90 Prozent des Bodenspersonals. Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern waren zuvor in mehreren Runden ohne Ergebnis gelieben.
Eine Sprecherin der GlobeGround Berlin sagte, es seien Ersatzkräfte organisiert worden, darunter auch eigene Mitarbeiter, die am Donnerstag eigentlich frei hätten. «Wir gehen davon aus, dass wir gut vorbereitet sind.» Verspätungen seien aber zu erwarten, möglicherweise auch Ausfälle.
Am Mittwoch war die fünfte Verhandlungsrunde für die Acciona- Beschäftigten ohne Ergebnis geblieben. Acciona will nach Verdi- Angaben die Gehälter der etwa 300 Beschäftigten um bis zu 20 Prozent kürzen und begründet das mit einer wirtschaftlichen Notlage. In den Tarifverhandlungen mit den Firmen GGB und GSI geht es dagegen um Einkommensverbesserungen sowie die Aufnahme der GSI-Mitarbeiter in den Tarifvertrag des Mutterunternehmens GlobeGround.
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stell dir vor das bodenpersonal streikt und keiner merkts...das war ja wohl eine lachnummer: der check in verlief ruhiger als sonst. die flüge die gestrichen wurden, waren vermutlich sowieso leer und das kam für die airlines grade recht um keinen leeren flieger zu schicken!