aero.de aero.at gmail
|
logo
logo

Ausfälle und Verspätungen

Älter als 7 Tage
   
print pdf comment bookmark

Bodenpersonal der Berliner Flughäfen streikt am Donnerstagmorgen

Foto
Flughafen Berlin-Tegel, © Günter Wicker / Photur, Berliner Flughäfen
BERLIN  - Fluggäste in Berlin müssen sich wegen eines Warnstreiks an diesem Donnerstagmorgen auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat am Mittwochabend den Großteil des Bodenpersonals aufgerufen, von 4.00 Uhr bis 10.00 die Arbeit niederzulegen. Nach sechs Stunden wurde am Vormittag der Warnstreik auf den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel beendet. Insgesamt sollten etwa 2000 Beschäftigte in den Ausstand treten.

Besonders betroffen war in der Früh der Flughafen Schönefeld. Dort sollten nach Angaben eines Sprechers der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Morgen 22 Flüge ausfallen. Bereits mit Beginn der Frühschicht um 4.00 Uhr hätten sich dort 50 Beschäftigten dem Arbeitskampf angeschlossen.

Easyjet kritisierte die Warnstreiks scharf: «Unsere Fluggäste, tausende Berlin-Besucher und Geschäftsreisende haben keinerlei Verständnis für diesen Streik», erklärte Deutschland-Geschäftsführer Thomas Haagensen.

In Tegel fallen nach ersten Angaben des Flughafens bisher vier Flüge aus. Am Morgen legten dort zwar etwa 500 Gewerkschaftsmitglieder die Arbeit nieder. Air Berlin und Lufthansa hatten aber für Ersatzkräfte gesorgt. Es kommt dort aber wie in Schönefeld auch zu Verspätungen bei einzelnen Flügen.

Die Beschäftigten gehören dem Berliner Marktführer GlobeGround Berlin (GGB) und dessen Tochter Ground Service International (GSI) sowie des Konkurrenten Acciona an. Sie stellen laut Verdi zusammen 90 Prozent des Bodenspersonals. Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern waren zuvor in mehreren Runden ohne Ergebnis gelieben.

Eine Sprecherin der GlobeGround Berlin sagte, es seien Ersatzkräfte organisiert worden, darunter auch eigene Mitarbeiter, die am Donnerstag eigentlich frei hätten. «Wir gehen davon aus, dass wir gut vorbereitet sind.» Verspätungen seien aber zu erwarten, möglicherweise auch Ausfälle.

Am Mittwoch war die fünfte Verhandlungsrunde für die Acciona- Beschäftigten ohne Ergebnis geblieben. Acciona will nach Verdi- Angaben die Gehälter der etwa 300 Beschäftigten um bis zu 20 Prozent kürzen und begründet das mit einer wirtschaftlichen Notlage. In den Tarifverhandlungen mit den Firmen GGB und GSI geht es dagegen um Einkommensverbesserungen sowie die Aufnahme der GSI-Mitarbeiter in den Tarifvertrag des Mutterunternehmens GlobeGround.

© dpa | Abb.: Günter Wicker / Photur, Berliner Flughäfen | 26.05.2010 19:00




Leser-Kommentare (1)

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

28.05.2010 20:40
stell dir vor das bodenpersonal streikt und keiner merkts...das war ja wohl eine lachnummer: der check in verlief ruhiger als sonst. die flüge die gestrichen wurden, waren vermutlich sowieso leer und das kam für die airlines grade recht um keinen leeren flieger zu schicken!


Anzeige

Schlagzeilen

Community
Fachdiskussionen zu aktuellen Ereignissen und Entwicklungen in der Luftfahrtbranche
Anzeige

Shop
Bild
Frankfurt - Los Angeles (LH B747)

Ganz nah am Steuer: Die neue Folge von PilotsEYE.tv glänzt mit Bildern von Los Angeles ohne Smog und mit intimen Blicken ins Cockpit: Flottenchef Nobert Wölfle blickt auf 38 Pilotenjahre zurück.

Im aero.de-Shop nur EUR 25,95
Versandkostenfreie Lieferung!

Magazin
Bild
D-A-CH: Regionalflug im Wandel
WIEN – Im letzten Jahr nutzten 231 Millionen Fluggäste die 46 Flughäfen der rund 485.000 km² großen D-A-CH Region. Statistisch ergibt das rund einen Airport pro 5 Millionen Passagiere und 10.000 km² Fläche, und für den Fluggast eine Anfahrt von unter 70 km. Theoretisch eine Idealversorgung, praktisch aber bedroht das dichte Angebot zusehend den Bestand der Regionalflughäfen, und ihrer Airlines. Eine Marktbereinigung ist unausweichlich.

Meistgelesene Artikel

Archiv
Archiv Im Archivbereich von aero.de finden Sie eine Übersicht aller bislang veröffentlichten Artikel. Mit der interaktiven Zeitleiste starten Sie Ihren Rückblick auf Nachrichten vergangener Tage.

Reise
Bild
Mit dem Vulkan-Expreß von Brohl nach Engeln
BROHL - Nicht viele wissen, wo der linksrheinische Ort Brohl auf der Landkarte zu finden ist. Bekannter ist vielleicht der alte Werbespruch: "Trink Brohler, dann geht`s Dir wohler", der für die Qualität des bekannten Mineralwassers aus diesem Ort am Mittelrhein steht.

Partner