SEATTLE - Boeing teilt leitendes Personal in den zivilen Programmen neu ein. In den verbleibenden Monaten vor der ersten Auslieferung einer 747-8F soll die Aufsicht über das Programm bei Pat Shanahan liegen. Shanahan trägt als Chef des Ressorts Airplane Programs bereits die Verantwortung für alle zivilen Modellserien des Herstellers. Der bisherige Leiter der 747-8, Mo Yahyavi, wird nicht näher genannte neue Aufgaben übernehmen, meldet der "Everett Herald".
Die 747-8 wird voraussichtlich erst im nächsten Jahr erstmals ausgeliefert. Boeing hatte das Programm mit Entwicklung und Fertigung eines Vollfrachters begonnen. Bei den
laufenden Flugtests stellten Ingenieure an der 747-8F Bedarf für
Korrektureinstellungen unter anderem an Klappen und Querruder fest, bestätigte Boeing Commercial Airplanes Vorstand Jim Albaugh Anfang des Monats gegenüber Analysten.
Die erste Auslieferung der 747-8F werde daher "mit
hoher Wahrscheinlichkeit erst in das nächste Jahr fallen", sagte Albaugh und rückte damit von der zuvor geplanten Erstübergabe im Programm noch vor Jahreswechsel ab. Der Konzern erhielt im Juni - vier Monate nach dem Jungfernflug einer 747-8F - die erweiterte TIA, mit der mehr Testpersonal an Bord der Zulassungsflüge teilnehmen durfte.
Mit Elizabeth Lund holt Boeing auch eine leitende Managerin aus dem Programm 767 zur 747-8. Die Aufgaben Lunds bei der 767 werden ab sofort von Kim Pastega übernommen, schreibt der "Everett Herald". Pastega hatte bislang die technische Aufsicht über die 777 inne und verantwortete auch die Umsetzung des Frachterprogramms 777F.
Bei der 767 wird Pastega die angestoßene Umstellung der Fertigungslinie auf eine Just in Time-Produktion begleiten. Boeing hat die 767 als Basis eines Tankflugzeugs in einer milliardenschweren Ausschreibung der US Air Force angeboten.
"Sollten wir den Auftrag der US Air Force für den Rollover der
Tankerflotte erhalten, werden wir die Fertigung der Tanker und die
zivile Flugzeugproduktion auf einer den ITAR-Richtlinien entsprechenden
Endmontagelinie zusammenlegen", erklärte eine Programmsprecherin in diesem Monat gegenüber aero.de.
Die Leitung des Programms 787 bleibt unterdessen auch weiterhin in den Händen von Scott Fancher. Boeing musste in der vergangenen Woche die erste Auslieferung der 787 erneut verlegen. Die erste Maschine soll nun Mitte des ersten Quartals 2011 an All Nippon Airways (ANA) übergeben werden. Der Konzern führte als Ursache des geänderten Terminplans unter anderem Probleme beim Triebwerkherstellers Rolls-Royce an.
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Hermut schrieb :"Ist die Situation beim Projekt 747-8 etwa schon kaum allzu viel anders, als bei den 767? :-) "
Also ich kann Dir nicht ganz folgen.
Grüße