MONTREAL - Der kanadische Flugzeughersteller Bombardier leidet unter dem
Spardiktat seiner Firmenkunden. Vor allem Business-Jets verkauften sich
im zweiten Geschäftsquartal deutlich schlechter. «Das unsichere
wirtschaftliche Umfeld schlägt sich in den Ergebnissen der
Luftfahrt-Sparte nieder», sagte Konzernchef Pierre Beaudoin am Mittwoch
in Montreal. Mittlerweile gebe es aber Zeichen für eine Erholung. Die
Stornierungen nähmen ab.
Ähnliche Aussagen hatte Beaudoin allerdings auch schon vor drei Monaten
getroffen. Es half nichts: Der Konzernumsatz des zweiten Quartals (31.
Juli) sank nun im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf
knapp 4,1 Milliarden US Dollar. Der Gewinn schrumpfte in der Folge sogar
um 27 Prozent auf unterm Strich 148 Millionen US Dollar.
Analog entwickelte sich der Beitrag der Sparte Aerospace zum
Konzernergebnis. Die Umsätze im Geschäft mit Flugzeugen sanken gegenüber
dem Vergleichszeitraum 2009 von 2,4 auf 2,0 Milliarden US Dollar. Das
EBIT gab von 154 auf 91 Millionen US Dollar nach. Allerdings
konnte Bombaridier Aerospace den Wert seines Auftragsbestands von 16,7
auf 17,1 Milliarden US Dollar erhöhen.
Im zweiten Quartal buchte der Konzern neue Bestellungen der Deutschen
Lufthansa über acht weitere CRJ900 sowie über sieben Q400 NextGen von
Qantas. Wichtigster Hoffnungsträger der Kanadier bleibt die für 2013 am
Markt erwartete CSeries, die Bombardier in Wettbewerb zum Airbus A319
stellt.
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