NOVATO - Der kalifornische Flottenfinanzierer Willis Lease bestellt bis zu zehn Sukhoi Superjet 100. Am Donnerstag unterzeichnete das Unternehmen mit SuperJet International eine Absichtserklärung (MoU) zum Erwerb von sechs Flugzeugen bei vier Optionen. Bei einer Bestätigung des Vertrags ist dies der erste Verkauf für das Superjet-Konsortium um Sukhoi und den italienischen Luftfahrtkonzern Finmeccanica in den Vereinigten Staaten.
Der Auftrag bezieht sich auf die SSJ100/95LR mit 98 Passagiersitzen und hat ein Volumen nach Listenpreis von etwa 300 Millionen US Dollar, teilte Willis Lease in einer Erklärung mit. Das erste Flugzeug soll im September 2012 an Willis Lease geliefert werden.
Die Finmeccanica Tochtergesellschaft Alenia Aeronautica
hatte im Jahr 2009 einen Anteil von 25 Prozent
plus einer Aktie an dem russischen Flugzeugbauer Sukhoi Civil Aircraft
Corporation erworben. Alenia ist bereits über eine
strategische Partnerschaft im Programm Superjet 100 eng mit Sukhoi
verbunden.
Im Jahr 2007 gründeten Alenia und Sukhoi das
Gemeinschaftsunternehmen Superjet International (SJI) mit Sitz in
Venedig, an
dem Alenia einen Mehrheitsanteil von 51 Prozent hält.
Superjet International ist unter anderem für Vertrieb und
Auslieferungen des Superjet 100 auf den Märkten in Europa, Nord- und
Südamerika, Afrika, Japan und Australien verantwortlich.
Der
italienische Finmeccania-Konzern und Sukhoi haben gemeinsam bereits mehr
als 1,6 Milliarden US Dollar in das Programm investiert. Ende Juni
erteilte die EASA dem Programmtriebwerk SaM146 die Zulassung. Der neue
Antrieb wurde im Konsortium Powerjet von Snecma und der russischen NPO
Saturn entwickelt. Die ersten Superjet 100 sollen nach mehreren
Verzögerungen gegen Jahresende an Aeroflot geliefert werden.
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