MONTREAL - Sondereffekte haben Air Canada im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gedrückt. Vorstandschef Calin Rovinescu legte am Donnerstag eine Bilanz mit einem Verlust von 249 Millionen kanadischen Dollar (rd. 188 Millionen Euro) vor. Im Vorjahr fiel das Minus mit 24 Millionen Dollar deutlich geringer aus. Das Ergebnis wurde maßgeblich von Währungseffekten und einer Sonderabschreibung auf die Flotte beeinflusst, wie dem Zahlenwerk zu entnehmen ist.
Rovinescu gab das operative Betriebsergebnis für 2011 mit 179 Millionen Dollar an, was einem Rückgang um rund 23 Prozent gegenüber den Vorjahr entspricht. Im letzten Geschäftsquartal sei bei Air Canada ein operativer Verlust von 98 Millionen Dollar entstanden. Im Vergleichszeitraum 2010 hatte sich die Star Alliance-Gesellschaft mit 15 Millionen Dollar noch knapp in der Gewinnzone gehalten.
Im Gesamtjahr 2011 verbesserte Air Canada ihre Einnahmen um 7,1 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar. Die Ausgaben zogen um 8,2 Prozent an. Größter Treiber bei den Betriebskosten waren die Flugtreibstoffe. Air Canada wendete im Jahr 2011 mit 3,375 Milliarden Dollar 27,3 Prozent mehr für den Einkauf von Kerosin aus als im Vorjahr.
Air Canada konnte ihr 2011 systemweit um 4,7 Prozent ausgebautes Angebot fast vollständig absetzen. Für das laufende Jahr plant das Management mit einem moderaten Angebotswachstum von maximal 1,5 Prozent.
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