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Kundgebung auf dem Römerberg

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Frankfurt: Branche ruft zu Demo pro Flughafen auf

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Airbus A380 zu Gast in Frankfurt, © Fraport AG
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FRANKFURT- Den Demonstrationen von Ausbaugegnern wollen der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport, die Lufthansa und Condor etwas entgegensetzen: Für den 1. März hat die Initiative «Ja zu FRA!» zu einer Kundgebung auf dem Frankfurter Römerberg aufgerufen.

Die von den drei Unternehmen gegründete Initiative werde dabei mit klarer Stimme für die Interessen und die Bedeutung der Luftverkehrswirtschaft in der Rhein-Main-Region eintreten, teilte Fraport am Dienstag mit.

Neben Fraport-Chef Stefan Schulte werden Vertreter der übrigen Unternehmen und der Arbeitnehmer erwartet. «Die Bedeutung des Frankfurter Flughafens für den Wohlstand und die Innovationskraft des Rhein-Main-Gebiets und ganz Deutschland muss in der gegenwärtigen Diskussion wieder stärker heraus gestellt werden», wird Lufthansa-Vorstandschef Christoph Franz in der Mitteilung zitiert.

Mit rund 71 000 Beschäftigten in 500 Unternehmen ist der Frankfurter Flughafen nach Angaben von Fraport nicht nur die größte lokale Arbeitsstätte Deutschlands, sondern auch eine der wichtigsten Lebensadern der Republik. In den nächsten Jahren sollten tausende neue Arbeitsplätze entstehen.

Nach Recherchen des ARD-Magazins «Report Mainz» gibt es allerdings Zweifel, ob der Flughafen zum Jobmotor für die Rhein-Main-Region wird. Viele der angeblich bisher neu geschaffenen Arbeitsplätze seien keine wirklich neuen Jobs, sondern nur innerhalb der Region verlagert worden, heißt es in dem Bericht, der am Dienstagabend (21.45) ausgestrahlt werden sollte.

So habe die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zwar am Flughafen einen neuen Standort mit mehr als 2000 Mitarbeitern geschaffen, alle diese Jobs seien aber aus den bisherigen Standorten in Frankfurt verlagert worden - und fielen dort weg.

Für den Chemnitzer Wirtschaftswissenschaftler Friedrich Thießen seien die «Report»-Recherchen keine Überraschung. «Das deckt sich mit den empirischen Untersuchungen, dass Flughäfen tendenziell zu Verlagerungen von Arbeitsplätzen führen, aber nicht zu einer Nettoneuschaffung in einer Region», sagte er dem Magazin.

Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände reagierte verärgert auf den Bericht: «Wer einzelne Verlagerungen von Arbeitsplätzen zum Anlass nimmt, pauschal den gesamten Jobmotor des Weltflughafens Frankfurt infrage zu stellen, verschließt wissentlich die Augen vor der Realität und stellt sich sehenden Auges blind und täuscht absichtlich und unseriös die Öffentlichkeit», kritisierte Hauptgeschäftsführer Volker Fasbender.

Der Flughafen beschäftige bereits 71 000 Menschen. Die gerade erst vollendete Landebahn und alle weiteren Ausbaumaßnahmen werden zu weiteren 40 000 Arbeitsplätzen direkt und indirekt führen.

© dpa | 15.02.2012 05:52




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