MÜNCHEN / FRANKFURT - Im Tarifkonflikt am Frankfurter Flughafen hat die Betreibergesellschaft Fraport Rückendeckung aus München erhalten. Die dortige Flughafengesellschaft bestätigte am Dienstag die Darstellung der Frankfurter, dass beim aktuellen Streik sich lediglich ein Teil der Streikenden auf vergleichbare Abschlüsse in der bayerischen Landeshauptstadt berufen kann.
Der dortige Abschluss mit der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) regele nur die Arbeitsverhältnisse der 36 Vorfeldkontrolleure, sagte ein Sprecher des Münchner Unternehmens. Die Vorfeldaufseher und die Verkehrsplaner seien damals nicht mitverhandelt worden und auch in von der Vorfeldkontrolle abgetrennten Bereichen tätig.
Fraport hatte in dem Tarifkonflikt erklärt, die Entgelte und Arbeitsbedingungen der Vorfeldkontrolleure oder -lotsen annähernd auf das in München verhandelte Niveau bringen zu wollen. Die Steigerungen für die übrigen Gruppen wurden aber abgelehnt, weil das angeblich das Tarifgefüge der Fraport sprengen würde.
Die GdF verlangt in Frankfurt laut Fraport Steigerungen von bis zu 70 Prozent über Entgelt- und Arbeitszeitkomponenten. Seit dem vergangenen Donnerstag streiken rund 200 Beschäftigte aus den Bereichen Vorfeldkontrolle, Vorfeldaufsicht und Verkehrsplanung. Die bislang dritte Streikrunde soll bis zum Betriebsschluss am Freitag dauern.
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