SCHÖNEFELD - Auf dem Hauptstadtflughafen soll in drei Wochen wieder das Arbeitstempo steigen. Ab 18. Juni sollen die Firmen in zwei Schichten arbeiten, wie Sprecher Ralf Kunkel am Mittwoch sagte.
Bis dahin wollen die Betreiber das Planungschaos lichten, solange gilt Ein-Schicht-Betrieb.
Die Flughafengesellschaft legte am Mittwoch dem Verkehrsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses bei einer Sondersitzung auf der Baustelle ihren Zeitplan dar. «Wir erwarten, dass die Geschäftsführung im Turnus von zwei bis vier Wochen die Abgeordneten als auch den Aufsichtsrat über die Einhaltung von Termin und Fristen informiert», forderte der CDU-Abgeordnete Oliver Friedrici.
Platzeck verteidigt MehrkostenUnterdessen hat Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) die Mehrkosten für den neuen Hauptstadtflughafen verteidigt. Eine seriöse Summe werde am 22. Juni auf der Aufsichtsratssitzung der Flughafengesellschaft vorgelegt, sagte Platzeck am Mittwoch im Hauptausschuss des Landtages in Potsdam. Auch Flughafenchef Rainer Schwarz war zu der Sitzung gekommen. Er sagte, dass die Kosten bei drei Milliarden Euro gelegen hätten, wenn der Flughafen wie geplant an diesem Sonntag in Betrieb gegangen wäre.
Den jetzt geplanten Eröffnungstermin am 17. März 2013 nannte Platzeck «ehrgeizig». Der Regierungschef zeigte sich aber überzeugt davon, dass der Termin eingehalten werden könne. Platzeck beteuerte, dass der Aufsichtsrat bis zuletzt an den Eröffnungstermin am 3. Juni geglaubt habe. «Ich bin informiert worden mit der Maßgabe: "Es ist schaffbar".»
Mehrkosten werden beim Schallschutz erwartet. Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Dieter Dombrowski sagte nach der Sitzung, er beziffere die Mehraufwendungen für den Lärmschutz auf 297 Millionen Euro, der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Axel Vogel, sprach von 250 Millionen Euro.
.
Ich würde besonders auf langen flügen die rauchergelegenheit wählen,sogar wenn der flug in diesem bereich teurer wäre.toll wenn eine airline auch mal an die raucher denkt.