ANKLAM / NEUBRANDENBURG - Im Osten Mecklenburg-Vorpommerns wird über die Zukunft eines weiteren Flughafens diskutiert: den kreiseigenen Flughafen Heringsdorf auf der Insel Usedom.
An diesem Montag liegen dem Kreistag Vorpommern-Greifswald in Pasewalk Vorlagen vor, deren Ziel eine deutliche Senkung des Kreiszuschusses von bisher 500 000 Euro jährlich ist, wie ein Kreissprecher am Mittwoch in Anklam sagte. So wollen die Linken, die Zuschüsse bis 2015 ganz auslaufen lassen. Die SPD will die Kreisverwaltung beauftragen, die Tourismusbranche der Region und das Land in die Flughafen-Finanzierung einzubeziehen.
Der Landkreis hatte schon einmal versucht, den Flughafen zu verkaufen, aber keinen Käufer gefunden. Derzeit habe ein Interessent ein Kaufabsicht bekundet, hieß es. Einzelheiten dazu wurden aber nicht genannt. Im etwa 80 Kilometer westlich gelegenen Trollenhagen bei Neubrandenburg steht die Zukunft des zivilen Flughafens ebenfalls auf der Kippe, da die Bundeswehr den Fliegerhorst bis 2014 schließen will und somit aus Flughafen-Betrieb und -Finanzierung ausscheidet.
In Neubrandenburg-Trollenhagen schießen die Stadt und der Kreis Mecklenburgische Seenplatte bisher rund 300 000 Euro jährlich für den Flughafen dazu. Der Kreis hatte ebenfalls Hilfen von Land und Bund für eine zivile Flughafennutzung gefordert.
Flugplan im Sommer 2012Derzeit fliegt Air Berlin immer samstags vom 5. Mai bis zum 27. Oktober 2012 aus Dortmund, Düsseldorf, Köln, Frankfurt und Stuttgart die Insel Usedom mit einer 76-sitzigen Dash Q 400 an.
Die OLT Express startet immer sonntags ab dem 3. Juni bis zum 30. September aus München sowie neu mit einer Direktverbindung von Wien und vom Euro-Airport Basel/Freiburg/Mulhouse zur Insel Usedom mit einer 50-sitzigen Saab 2000.
In Zürich und Bern startet Helvetic Airways mit einer Fokker 100. Geflogen wird samstags vom 26.05. bis zum 29.09.2012.
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