BERLIN - Die Berliner Flughafengesellschaft hat ihre freiwilligen Leistungen für den Lärmschutz am neuen Hauptstadtflughafen gestrichen.
Nach der vergangenen Aufsichtsratssitzung im Juni sei entschieden worden, diese 17 Millionen Euro herauszunehmen, weil die gesamten Leistungen für den Schallschutz wieder auf dem Prüfstand stünden, bestätigte ein Sprecher einen Bericht der RBB-"Abendschau" am Freitag. Diese Summe sei im April freiwillig eingestellt worden.
Nach dem jüngsten Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) rechnet der Flughafen mit bis 600 Millionen Euro Mehrkosten für den Lärmschutz. Laut OVG haben die Anwohner Anspruch auf eine Entschädigung oder den Einbau besserer Schutzvorrichtungen wie etwa lärmdichte Fenster. Der schwächere Schutz sei selbst für einen Übergangszeitraum nicht hinnehmbar. Ursprünglich war die Flughafengesellschaft mit dem Bund sowie den Ländern Berlin und Brandenburg von 157 Millionen Euro Schallschutzkosten ausgegangen.
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