EVERETT - Boeing hat im August erstmals vier 787 ausgeliefert. Neben zwei weiteren Flugzeugen für All Nippon Airways (ANA) erhielten die neuen Betreiber Ethiopian Airlines und die chilenische LAN Airlines ihre jeweils erste 787. LAN holte das Flugzeug am vergangenen Freitag am Boeing Standort Everett (Washington) ab. Die mit TAM zur LATAM Group fusionierte Airline hat 32 787 bestellt, von denen zwei weitere noch vor dem Jahreswechsel ausgeliefert werden sollen.
Bis zu 247 Passagiere werden in den zwei Klassen der ersten LAN 787-8 reisen, für maximal 30 Fluggäste steht dabei Business Class-Service zur Verfügung. Im vierten Quartal will LAN das Flugzeug im regelmäßigen Linienverkehr zwischen Lima und Los Angeles einsetzen. In Europa sollen später Madrid und Frankfurt mit dem Dreamliner angeflogen werden.
Im September sollen drei weitere Airlines ihre ersten 787 in die Flotten nehmen. Neben Qatar Airways und United dürfte jetzt auch Air India endlich ihre ersten 787 erhalten.
Nach monatelangem Tauziehen um Entschädigungen für verzögerte Lieferungen erhielt die Airline im August die Genehmigung für die 787. In der vergangenen Woche reiste ein Abnahmeteam aus Indien in die Vereinigten Staaten.
Mit den steigenden Auslieferungen kommt auch die Produktion in Schwung - die derzeitige Fertigungsrate von monatlich 3,5 Einheiten soll dem Vernehmen nach bereits im laufenden Monat auf fünf Flugzeuge angehoben werden. Bislang hatte Boeing das Erreichen dieser Produktionsrate erst für das Jahresende in Aussicht gestellt.
Zuletzt musste Boeing allerdings auch einen Dämpfer im Programm hinnehmen als die australische Qantas einen Auftrag über 35 787-9 überraschend zurückzog. Die Stornierung bringt die Absatzbilanz des Programms weiter ins Minus - im laufenden Jahr gingen bei Boeing 24 neue Aufträge für die 787 ein, denen jetzt 60 Abbestellungen gegenüberstehen.
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