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Spekulationen über Pleite

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Flughafen Hahn: Neue Gespräche über Finanzlage

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Vorfeld des Flughafens Frankfurt-Hahn, © Flughafen Frankfurt-Hahn
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HAHN - Nach den Spekulationen um eine angeblich drohende Pleite des Hunsrück-Flughafens Hahn haben die beiden Gesellschafter Rheinland-Pfalz und Hessen Gespräche über die Finanzlage vereinbart. Angesichts des schmelzenden Eigenkapitals geht es nach dpa-Informationen um die Sicherung der millionenschweren Einlagen beider Länder und möglicherweise um neue finanzielle Maßnahmen. Hessen ist allerdings laut Gesellschaftervertrag von der Übernahme von Verlusten freigestellt.

Die Vereinbarung über kurzfristige neue Gespräche wurde in einer Gesellschafterversammlung am Freitag am Hahn getroffen. Zuvor hatte es eine Aufsichtsratssitzung gegeben.

Vor deren Beginn hatten am Flughafen nach Angaben der Betreiber rund 100 Demonstranten gegen den Aufsichtsrat Jochen Riebel protestiert. Die Mitarbeiter der Flughafengesellschaft sowie Mitglieder der Initiative "Bürger für Hahn" hielten laut einer Airport-Sprecherin Schilder hoch mit Aufschriften wie "Riebel hör auf" und "Riebel gefährdet den Hahn". Hessens früherer CDU-Bundesratsminister sprach kurz mit den Demonstranten.

Riebel hatte gewarnt, dass dem Hahn im Frühling 2013 das Geld ausgehen könnte. Das sorgte für viel Wirbel. Die Geschäftsführer erreichten mit einer einstweiligen Verfügung, dass der Ex-Minister dies nicht mehr öffentlich wiederholen durfte. Der vom Land Hessen entsandte Aufsichtsrat legte dagegen Widerspruch ein. Die Geschäftsführung warf Riebel Rufschädigung mit negativen finanziellen Folgen vor. Dieser wies das als Unsinn zurück. Am Freitag einigten sich die Beteiligten darauf, ihren juristischen und öffentlichen Streit beizulegen. Das teilten Aufsichtsratschef Johannes Endler und Riebel übereinstimmend mit.

Endler betonte zudem: "Die Liquidität des Unternehmens ist gesichert." Die angestrebte Befreiung der Flughafengesellschaft von Lasten aus der Zeit des früheren US-Fliegerhorstes sei auf gutem Wege. Geplant ist die Trennung von Flugbetrieb und Infrastruktur wie etwa Straßen. Endler geht nach eigenen Worten davon aus, dass die ersten wichtigen Schritte bis zum Ende des Jahres umgesetzt werden. Der Hahn gehört zu 82,5 Prozent dem Land Rheinland-Pfalz und zu 17,5 Prozent Hessen.

© dpa-AFX | 21.09.2012 07:11




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