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Rösler stellt Bedingungen für Fusion von EADS und BAE Systems

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Airbus A380, © Airbus S.A.S.
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BERLIN - Die Genehmigung einer Fusion der Luftfahrt- und Rüstungskonzerne EADS und BAE Systems ist nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) an Bedingungen geknüpft.

Dazu zähle, dass das Gleichgewicht zwischen Deutschland und Frankreich nach einem Zusammenschluss erhalten bleibt und Deutschland keine Einbußen als Produktionsstandort hinnehmen muss.

"Eine Fusion von EADS und BAE Systems bietet unbestreitbare Chancen, gleichwohl muss auch Deutschland bei einem Zusammenschluss seine Interessen wahren", sagte Rösler der "Welt am Sonntag". Bisher hält sich die Einflussnahme Frankreichs und Deutschland bei EADS mit seiner Tochter Airbus die Waage, wobei die deutschen Interessen vom Autokonzern Daimler als Großaktionär wahrgenommen werden. Bei der britischen BAE Systems sind keine Staaten direkt oder indirekt Großaktionäre.

Die von den Konzernen angestrebte Fusion kann jedoch nur mit Zustimmung der beteiligten Regierungen umgesetzt werden. Neben Deutschland, Frankreich und Großbritannien reden auch die USA und die EU-Kommission mit. Knackpunkt ist vor allem das sensible Rüstungsgeschäft. Rösler betonte, gerade auf dem nordamerikanischen Markt hätte das fusionierte Unternehmen Wachstumschancen. Eine offizielle Stellungnahme der Regierungen zu dem Vorhaben wird bis zum 10. Oktober erwartet.

"Deutschlands Stärke liegt vor allem in der Produktion von Hochtechnologie", sagte der FDP-Chef der Zeitung. "Diese Kapazitäten dürfen nicht beschnitten, sondern müssen weiter gestärkt werden." Und auch im neuen Konzern müsse "die Balance zwischen Deutschland und Frankreich gesichert sein".

EADS und BAE Systems würden zusammen mit rund 75 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 220 000 Beschäftigten in der zivilen Luftfahrt und im Rüstungsgeschäft auf Augenhöhe mit dem US-amerikanischen Rivalen Boeing agieren. Für die rund 50 000 deutschen Mitarbeiter hatte EADS bereits eine Standortgarantie abgegeben. Die Regierungen sollen eine sogenannte "goldene Aktie" bekommen, die ihnen auch ein Vetorecht bei feindlichen Übernahmen sichert.

© dpa-AFX | 30.09.2012 12:26




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