LONDON - Ryanair wird sich nicht an einem Bieterkonsortium für den Londoner Flughafen Stansted beteiligen, dessen Hauptnutzer die irische Airline ist. Die Eigner hätten signalisiert, ein Gebot von Ryanair zu blockieren, heißt es in Dublin.
Nach einem jahrelangen Rechtsstreit mit den Kartellbehörden müssen sich die BAA und ihre Muttergesellschaft, der spanische Ferrovial-Konzern, zähneknirschend auch von Stansted trennen. Anfang September hatte Ryanair Interesse am Erwerb einer Minderheitsbeteiligung am Flughafen angemeldet.
Airline-Chef Michael O`Leary erhob zeitgleich schwere Vorwürfe gegen den Flughafenbetreiber. Die BAA habe ihre Aktiva am drittgrößten Londoner Flughafen über Jahre zu hoch bewertet, um Gebühren zu treiben, sagte O`Leary. Der Aufsichtsbehörde CAA warf O`Leary in diesem Zusammenhang schwere Versäumnisse vor.
Der Flughafen hat in den vergangenen Jahren einigen Verkehr verloren und wird in diesem Jahr voraussichtlich knapp über 17 Millionen Passagiere zählen.
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