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IAG greift nach spanischem Günstigflieger Vueling

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Vueling Airbus A320, © Ingo Lang

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LONDON - Die International Consolidated Airlines Group (IAG) greift nach dem spanischen LCC Vueling. Der Vorstand werde heute (Donnerstag) darüber beraten, Vueling ein Angebot für eine Komplettübernahme vorzulegen, bestätigte der Dachkonzern von British Airways und Iberia in einer knappen Börsenmitteilung. Iberia hält bereits einen Anteil von 46 Prozent an dem schnell wachsenden Günstigflieger mit Hub in Barcelona El-Prat.

Vueling wurde 2004 gegründet und ist inzwischen nach Iberia die zweitgrößte spanische Fluggesellschaft. Zu den Gründungsgesellschaftern der Airline gehörte neben Finanzinvestoren auch der erfolgreiche US LCC JetBlue Airways, der seine Anteile allerdings nach und nach abbaute.

Im vergangenen Jahr beförderte Vueling zwölf Millionen Passagiere. Bei einem Umsatz von 864 Millionen Euro blieb der Airline ein Gewinn von 10,0 Millionen Euro in der Kasse.

Vueling hatte in diesem Jahr mehrere Strecken ihres insolventen Wettbewerbers Spanair übernommen und will 2013 weiter wachsen. Im nächsten Sommer wird das Unternehmen von Barcelona auch nach Dresden fliegen. Vueling äußerte sich bislang nicht zu den Übernahmeplänen der IAG.

Iberia startete mit der Tochter Iberia Express im März bereits einen eigenen Günstigableger, traf dabei aber auf große Widerstände ihrer Pilotengewerkschaft. Der IAG-Konzern hatte sich zuletzt mit der Übernahme der bmi von Lufthansa verstärkt.

Am Freitag wird IAG ihre Zahlen für das dritte Quartal vorlegen. Es wird erwartet, dass der Konzern dann auch weitere Einschnitte bei Iberia bekannt gibt. Während British Airways in den ersten sechs Monaten einen operativen Gewinn von 13 Millionen Euro einflog, zog Iberia den Konzern mit einem Verlust von 263 Millionen Euro tief in die roten Zahlen.

IAG-Chef Willie Walsh bezeichnete die Probleme der spanischen Traditionsairline im August als "tiefgreifend und strukturell" und deutete Stellenstreichungen an. Dem Vernehmen nach stehen bei Iberia inzwischen 7.000 Arbeitsplätze auf der Kippe.
© aero.de | Abb.: Flughafen Nürnberg | 08.11.2012 09:11


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