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Jahresabschluss 2012

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Austrian verfehlt nur knapp den Turnaround



Präsentation der AUA-Bilanz für 2012, © Austrian Airlines
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WIEN - Ohne Euphorie präsentierte der Vorstand der Lufthansatochter heute (Donnerstag) Austrians erstes positives Ergebnis nach fünf Jahren. Dank einmaliger Sondereffekte aus dem Betriebsübergang zu Tyrolean Airways schloss Austrian das Jahr 2012 mit einem Bilanzgewinn von 65 Millionen EUR ab, nach einem Verlust von 59 Millionen EUR im Jahr zuvor. Operativ blieb die AUA hingegen mit einem Fehlbetrag von 10,2 Millionen EUR noch knapp unter der Gewinnschwelle.

Die operativen Erlöse sitiegen 2012 um 4,4 Prozent auf 2.26 Milliarden Euro, nach 2.16 Milliarden Euro im Vorjahr. In dem Zeitraum stiegen die operativen Aufwendungen um 2,1 Prozent von 2.22 auf 2.27 Milliarden Euro.

Zur künftigen Entwicklung zeigt sich AUA-Chef Jaan Albrecht optimistisch, das Sparprogramm von 220 Millionen EUR habe voll gegriffen, trotz um 94 Millionen EUR gestiegener Kosten, vorwiegend durch die neue Flugsteuer und höhere Spritpreise.

Im ersten Rumpfjahr des Programms konnten Verbesserungen von rund 190 Millionen EUR erzielt werden, sowohl durch höhere Erträge als auch durch eine verbesserte Produktivität. Im Jahresmittel stieg die Auslastung der Maschinen um 4,2 Prozent. Trotz einer von 78 auf 74 Flugzeuge reduzierten Flotte verzeichnete Austrian im Jahr 2012 mit 11,46 Millionen Passagieren (plus 1,8 Prozent) einen neuen Beförderungsrekord. Gleichzeitig sank die Anzahl der Mitarbeiter von 6.777 auf 6.236 Mitarbeiter.

Ohne die harten Maßnahmen wie den Betriebsübergang hätte die Airline heuer einen Verlust von 206 MIllionen EUR eingeflogen, "da stünden wir heute nicht mehr hier", bekennt der AUA-Chef. Zu den ausstehenden OGH-Urteilen, gibt sich Albrecht zuversichlich, "wir haben korrekt gehandelt", deswegen gebe es auch keinen Plan B.

Mit dem tiefgreifenden Umbau der Airline sei nun die Grundlage für den Turnaround der Austrian Airlines Group geschaffen worden. "Ich bin zuversichtlich, dass wir ein positives operatives Ergebnis bereits 2013 ohne Einmaleffekte erreichen werden,“ so Albrecht zum Jahresabschluss. Erfreulich positives Feedback gäbe es dazu auch aus der Konzernzentrale, ergänzt Marketingchef Karsten Benz nicht ohne Stolz vor Journalisten.

Im laufenden Jahr nimmt Austrian mit Chicago ein neues Langstreckenziel ins Programm, das ab 13. Mai in Kooperation mit United Airlines fünfmal wöchentlich bedient wird. AUA-CCO Karsten Benz verwies auf ungewöhnlich hohe Vorausbuchungen und erwartet auf der neuen Strecke bereits im ersten Jahr eine Auslastung von deutlich über 80 Prozent. In Europa baut die AUA ab Sommerflugplan vor allem ihr Angebot nach Russland, Zentral- und Südost-Europa aus, sowie mit den neuen Touristikzielen Palma, Palermo und  Chios.

Mit einer Investition von 90 Millionen EUR stattet Austrian bis zum Herbst auch alle zehn Langstreckenmaschinen mit neuen, deutlich komfortableren Kabinen aus, gleichzeitig wird nun auch die gesamte Kurzstreckenflotte (14 Dash8-Q400 und 23 Fokker70/100) der Austrian-Europakabine angepasst.

Durch den Abbau historischer Doppelgleisigkeiten zwischen Tyrolean und der ehemaligen Mainline entfallen rund 100 Arbeitsplätze im Backoffice-Bereich, gleichzeitig stockt die AUA aber ihre Stationen um 40 Mitarbeiter auf, sowie ihr fliegendes Personal um 100 Flugbegleiter und 13 Piloten. Gelingt der Turnaround zum Jahresende, peilt die AUA ab 2014 frisches Wachstum und eine Erweiterung der Flotte an, vor allem im Langstreckenbereich. Im Visier seien neue Ziele in Nordamerika und Asien, erklärt Benz.

© aero.at | Abb.: Ingo Lang | 14.03.2013 18:06




Leser-Kommentare (2)

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14.03.2013 20:45
@6p: Thx, natürlich.
Anderseits wären die Rechnungen über 2,27 Mio ja wiederum ein echtes Schnäppchen. :)
Schönen Abend noch
Bob (Red Wien)
14.03.2013 18:10
ich hoffe doch, dass die operativen erlöse in milliarden gemessen 2,26 € sein sollen. millionen wären wohl etwas dünn...
saludos a todos

charlie.f.kohn@sixpence-pictures.com
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