Testflug 97007
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Sukhoi-Superjet legt in Island Bauchlandung hin

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Sukhoi Superjet 100, © Superjet International

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Anmerkung

aero.de veröffentlicht in Lizenz ausgewählte Meldungen des Dienstes "The Aviation Herald" in deutscher Sprache.
REKJAVLIK - Russlands United Aircraft Corporation UAC musste mit ihrem von Problemen geplagten Sukhoi Superjet einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Ein SSJ 100-95 mit der Registrierung 97005 landete am Sonntag Morgen auf dem isändischen Flughafen Keflavik (KEF) bei einem Testflug ohne ausgefahrenes Fahrwerk und kam dabei von der Piste ab. Bei der Bruchlandung wurde eines der fünf Crew-Mitglieder an Bord verletzt, die Maschine substantiell beschädigt.

Nach einem Bericht von Aviation Herald sollte bei dem Flug eine Landung unter CAT III Bedingungen mit einem Triebwerk bei starkem Seitenwind getestet werden.

Zur Ursache der Bruchlandung ist noch nichts bekannt. Islands Flugaufsicht begann eine Untersuchung. Weder ein technisches Problem noch ein Flugfehler der Piloten ist derzeit auszuschließen, erklärte die Behörde.

Der in Partnerschaft mit der italienischen Alenia-Group von der russischen United Aircaft Corporation gebaute Regionajet ist seit April 2011 im kommerziellen Einsatz.

Für die als Ersatz für den sowjetischen Twinjet Tu-134 konzipierte Maschine sollen aktuell 341 Bestellungen und Optionen vorliegen. Ausgeliefert wurden bis jetzt 16 Einheiten, darunter sechs an die russische Aeroflot und zur kürzlichen Paris Air Show eine erste Maschine an die mexikanische Interjet. Der LCC hält derzeit 15 Aufträge.

Der erste, kurz nach der Zertifizierung im April 2011 an die inzwischen insolvente G.I.S.-Airline Armavia gelieferte Superjet flog nur bis August 2012 und wurde wegen (angeblich) technischer Probleme zusammen mit einer Schwestermaschine wieder an UAC retourniert.

Probleme mit dem E.I.S. des Superjets hatte auch Zweitkunde Aeroflot. Nach einem temporären Grounding aller sechs Maschinen im Winter 2013 durch die russische Zulassungsbehörde, u.a. wegen technischer Schwierigkeiten mit Klappen und Fahrwerk, habe Aeroflot den Hersteller UAC wegen der häufigen Ausfälle auf Kompensationszahlung verklagt. Laut russischen Medien sieht UAC die Schwierigkeiten jedoch als "übliche Kinderkrankheiten" bei der Einführung eines neuen Flugzeugs.

Eine schwere Schlagseite bekam das Projekt auch durch den Absturz einer Testmaschine am 9.Mai 2012 auf einem Demonstrationsflug in Indonesien. Bei dem Unfall kamen 46 Menschen ums Leben. Als Ursache gilt ein Fehler des Piloten bei Sichtflugbedingungen in bergigem Terrain.
© aero.at | Abb.: UAC | 21.07.2013 17:39

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Beitrag vom 23.07.2013 - 09:08 Uhr
Ach, die bauen das Fahrwerk? Glaub nicht ...
Beitrag vom 23.07.2013 - 08:26 Uhr
@Lumi
Qualität? Und das mit Alenia?? Hmm????
Beitrag vom 22.07.2013 - 14:19 Uhr
Das SSJ-Projekt ist wichtig um nicht vollständig technisch den Anschluß zu verlieren. Bis in die 80'er Jahre des vorigen Jahrhundert lieferte die sowjetische Luftfahrtindustrie respektable Produkte ab; hieran will man wieder anknüpfen. Daher wird es auch künftig an staatlicher Unterstützung nicht mangeln; im übrigen macht Rußland nur das ab was von Westeuropa jahrzehntelang ( Das Subventionsloch "AIRBUS" ) vorgemacht wurde.

Oh Lumi, ich bin Dir so unendlich dankbar, dass mein Airbus-Gehalt von Deinen Steuern gezahlt wird (Du zahlst doch Steuern, oder?).
..........> Jetzt aber los, Spende fertigmachen und dann ab nach USA mit den Kröten. getreu dem Motto
"Boeing ist nicht so wie wir, Spendenkonto Zwo Drei Vier!"
( "wir"= Europa, Russland, China, Japan, etc.)

@Lord of The Air: Ist ja gut, sind die Testosteron-Werte heute gut eingestellt ? Beruhige Dich, niemals würde ich behaupten die Menschen in God's own country würden nicht Industriepolitik mit allen Mittel betreiben , sieht man ja an der NSA-Affäre.Aber Du gibst zumindet zu daß Airbus neben der Deutschen Wiedervereinigung eines der größten Verwendungszwecke gemeinsamen Vermögens in Europa war.

@bluedanube : Ja und wir sollten stolz sein daß Dornier so überlebt hat bisher. Fokker übrigens auch, alles Modelle welche vor Qualität nur so strotzen. Un diese Techniken greifen nun in der asiatischen Steppe Fuß - alles ohne Kriegsgefangene.


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