CRJ 700
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Lufthansa Cityline legt erste 70-Sitzer still

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Lufthansa Cityline Bombardier CRJ-700, © Lufthansa

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MÜNCHEN - Lufthansa Cityline baut erste Flugzeuge ihrer CRJ 700-Flotte ab. Im Regionalverkehr konzentriert sich Lufthansa künftig mehr und mehr auf größere E-195 Jets von Embraer. "Lufthansa CityLine hat in den vergangenen Jahren das umfangreichste Flottenmodernisierungsprogramm in der Unternehmensgeschichte durchgeführt", sagte Lufthansa-Sprecher Thomas Jachnow aero.de. "Dabei wurden die AVRO RJ85- und Canadair CRJ200-Teilflotten ausgemustert."

Im Gegenzug habe Lufthansa 28 fabrikneue Embraer 190/195 in die Flotte aufgenommen. "Darüber hinaus prüft das Unternehmen Anpassungen im Segment der 70-sitzigen Flugzeuge", sagte Jachnow. Insgesamt vier der 20 von Cityline betriebenen CRJ 700 würden bereits in diesem Sommer stillgelegt.

"Gleichzeitig wird die Airline ab Ende 2013 weitere fünf Embraer 195 mit jeweils 120 Sitzplätzen erhalten", ergänzte der Sprecher. Cityline verfügt zudem über zwölf CRJ 900 mit Platz für jeweils 84 Passagiere.
© aero.de | Abb.: Deutsche Lufthansa | 26.07.2013 13:19

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Beitrag vom 27.07.2013 - 11:28 Uhr
Für die Mitarbeiter ist es sicher schade. Aber unzählige Airlines im Regio-Korb zu haben ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Alle haben ihre eigenen Strukturen, Verwaltung, Technik, Lager usw. Und wo Leute gehen müssen, können andere Nachrücken bzw. die "eigenen" MA werden "gefestigt"

Schade? Da hängen unzählige Existenzen dran! Das ist keine Flugsportgruppe, die aufgelöst wird und die Ehemaligen jetzt nicht mehr wissen, wo sie am Wochenende zum Biertrinken hingehen sollen. Da haben sehr viele Menschen ihr ganzes Leben mit aufgebaut! Es hätte sicherlich elegantere und sozialverträglichere Wege geben können, stattdessen wird in Salamitaktik der "uneheliche" Teil von LH Regional liquidiert. Übernahme von Personal? Fehlanzeige! Ganz hinten wieder anstellen (wer das noch kann). Was in meinem Bekanntenkreis dort an Dramen abgelaufen sind und es z.T. immer noch tun, ist eine Schande.

Das Leiharbeitertum ist eine echte Unsitte in Berufen, die so spezialisiert sind wie in der Luftfahrt. Klar, ein Flugbegleiter wird wieder Arbeit finden, auch eine Bürokraft, und ein Techniker. Aber zu welchen Konditionen? 6-Monats-Verträge bei Dumpinglohn sind in der Kabine mittlerweile Alltag! Wie soll ein Mensch von Mitte bis Ende 30 da noch planen können geschweige denn von Leben können?

Vom Cockpit müssen wir gar nicht reden - Jobs sind rar, und für Leute ohne Airbus-/Boeing-Erfahrung ist es ganz düster. CL und EW wünsche ich, dass das den MA erspart bleibt. Aber die Reduzierung der kurzen Röhren hatten wir bereits, und am Ende stand dann doch ein Personalüberhang, der zu massiven Kündigungen führte. Aber das liess sich vorweg auch nur sehr verschwommen zwischen den Zeilen lesen, ganz klar, das wird keine GF der Welt auch nicht eine Sekunde früher ankündigen.
Beitrag vom 27.07.2013 - 02:05 Uhr
>Was ist mit den Propellermaschinen (Dash 8) von Augsburg Airways? Hast du da auch nähere Informationen? Gehen die auch zu LH Cityline?

Die gehören der Augsburg. Müsste LH also abkaufen und einflotten. Macht wenig Sinn. Gerade, bei 8 Fliegern und dem Ziel 70 Sitzer zu verbannen.

Für die Mitarbeiter ist es sicher schade. Aber unzählige Airlines im Regio-Korb zu haben ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Alle haben ihre eigenen Strukturen, Verwaltung, Technik, Lager usw. Und wo Leute gehen müssen, können andere Nachrücken bzw. die "eigenen" MA werden "gefestigt"
Beitrag vom 26.07.2013 - 16:46 Uhr
"Gleichzeitig wird die Airline ab Ende 2013 weitere fünf Embraer 195 mit jeweils 120 Sitzplätzen erhalten"
Aha so nennt man das jetzt also.
Das es sich dabei um Flieger handelt die schon bisher in den Farben der Augsburg Airways für LH geflogen sind verschweigt man lieber, oder wie?

Aber natürlich. Sonst könnte man ja vielleicht noch auf den abwegigen Gedanken kommen, dass die Lufthansa mit der Kündigung an Contact Air und Augsburg Airways zusammen fast 800 Leute arbeitslos gemacht hat, die seit Jahren zuverlässig das Lufthansa-Produkt mitgetragen haben. Und die Bilanz ist sauber: eigene Mitarbeiter hat man nicht entlassen. Schöne Welt des Outsourcens...


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