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Eurowings Europe steht in den Startlöchern

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Eurowings-Schriftzug am Airbus A330-200, © Deutsche Lufthansa AG

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WIEN - Eurowings Europe, die von Lufthansa in Österreich angesiedelte Günstigtochter, erwartet "demnächst" ihr AOC und will bis Jahresende sieben A320 in Betrieb nehmen. Zwei Maschinen werden in Wien stationiert, weitere Standorte werden noch geprüft, wie die Airline am Mittwoch in Wien bekannt gab.

Bis Ende 2017 soll die Flotte der Eurowings Europe auf 19 Flugzeuge anwachsen. Derzeit sucht die Airline 600 Mitarbeiter für Cockpit und Kabine. Ausgeschrieben sind Positionen für je 100 Kapitäne und Co-Piloten sowie für 400 Flugbegleiter.

Die Piloten werden zum Teil auch aus dem Lufthansa-Konzern rekrutiert. Derzeit lägen bereits über zweitausend Bewerbungen aus dem gesamten EU-Raum vor, erklärte EWAT-Chef Dieter Watzak-Helmer heute in Wien.

Die Konditionen lägen in etwa auf AUA-Höhe, Eurowings biete aber flexiblere Arbeitszeiten und schnellere Aufstiegsmöglichkeiten. Die Gewerkschaft Vida mahnt indessen "österreichisches Personal" ein und warnt vor einem "Umfliegen" der Sozialpartnerschaft, so ihr Sprecher Johannes Schwarcz in einer Aussendung.

Als Point-to-Point-Marke des Lufthansa-Konzerns konzentriert sich Eurowings vor allem auf preissensible Kunden. Am Standort Wien sieht sich Eurowings Europe mit ihrer Positionierung im Low-Cost-Segment als Ergänzung zum Angebot von Austrian Airlines, vor allem in Touristikmärkten.

Den seit Winterflugplan mit Flugzeugen aus dem Konzerumfeld bedienten Zielen Barcelona, Palma, London-Stansted und Rom sollen ab Sommerflugplan weitere Touristikziele folgen. Bereits buchbar sind ab Wien die Destinationen Alicante, Faro und Valencia. Dabei hofft die Airline auf eine anfängliche Auslastung von über 70 Prozent.
© aero.at | Abb.: Eurowings | 20.01.2016 13:46

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Beitrag vom 02.02.2016 - 18:33 Uhr
Diesen Bericht fand ich interessant, you will get what you pay for:

 http://freakonomics.com/2009/06/24/what-captain-sullenberger-meant-to-say-but-was-too-polite-to-do-so-a-guest-post/
Beitrag vom 01.02.2016 - 18:59 Uhr
Ich glaube wir reden hier fleißig aneinader vorbei. Vielleicht sollte man bei den Begrifflichkeiten anfangen...

"No Frills" steht für ohne Schnickschnack, d.h. man kauft nur den nackten Flug und alle Zusatzleistungen kosten extra. Das sagt nichts über die Qualität/Bezahlung des Jobs aus. Das gibt es so (Easy) und so (Ryan).

Prozesse gibt es genug zu optimieren, das ist richtig. Da ist man dran, siehe OPS Management bei der AUA. Aber eine OPS mit verschiedenen Providern zu managen ist auch kein Hexenwerk. Das machen die Commuter bei den Amis schon länger.

Man kann LH auch nicht mit den LCCs vergleichen. LH ist ein Netzwerkcarrier mit einem auf Umsteiger abgestimmten Modell. Das sind die LCCs in der Regel nicht. Die haben daher ganz andere Aircraft Utilisation Hours. Das kann man über Personalkosten nicht auffangen.

Auch bringt es nichts über den Job/Einkommen der Piloten zu philosophieren. Der Markt bestimmt den Preis. Warum bieten denn die Chinesen so viel? Weil es keiner machen will. In Europa ist ein anderer Markt.

Ach ja, bevor es vergessen geht, ist ja nicht soooo spektakulär. Wieder eine Woche mit einer ordentlichen OnTime Performance der beiden EW A330. Ordentlicher Job der "Freizeitmanager".



Dieser Beitrag wurde am 01.02.2016 19:03 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 01.02.2016 - 14:18 Uhr
Das würde ich so nicht unterschreiben!!
Sie hat sich geändert, das mit Sicherheit.
Aber wer heute einen "Piloten"-Job genauso professionell und gewissenhaft machen möchte, wie z.B. vor 30 Jahren, hat mit Sicherheit heute nicht weniger Belastung als damals. Im Gegenteil, eher sogar mehr, wie bei so vielen anderen "Jobs" auch. Nur weil sich die Art, wie ein Job erledigt wird, verändert, heißt es noch lange nicht, dass es dadurch einfacher oder weniger belastend wird!
Versuchen Sie mal alleine die Vorschriftenmenge zu vergleichen. Ich denke, dass sich in diesen 30 Jahren die zu berücksichtigenden Vorschriften locker verfünffacht haben... Und täglich kommen neue hinzu...

Da haben sie durchaus recht.

Aber die Einschraenkungen sind andere - ich kann als Pilot heute mein ganzes Berufsleben lang fliegen,weil ich die Kraft nicht mehr brauche, FBW sei dank.

Natuerlich ist die komplexitaet gestiegen, aber im Grunde brauchen sie das wissen v.a. im Stoerungsfall.
Frueher eine B707 von A nach B zu fliegen war neben der geistigen auch viel manuelle Arbeit, dei Reglementierung nicht so viel.
Heute ist wirklich alles ueber checklisten und procedures geregelt, im Grunde ist der Pilot heute schon ein reines ausfuehrungsorgan,einzig im Stoerungsfall wird er wirklich entscheidend.
Das ist doch auch die Krux am Pilotenberuf, die meisten Kollegen langweilen sich mittlerweile in der Luft zu tode.

Ueber kurz oder lang wird der Pilot noch weiter in die Rolle der Ueberwachung gedraengt, waehrend Computer die AUfgaben uebernehmen, und evtl. verschwindet der Pilot so wie wir ihn kennen dann ganz.

Ich nehme mal das Beispiel B707, weil Sie es so schön ins Spiel bringen:
Auf der 707 gab es, je nach Strecke, bis zu 6 Mann im Cockpit (2-3x Piloten, 1x Navigator, 1x Funker, 1x Bordingenieur), die sich um die Flugdurchführung gekümmert haben. Heute sitzen dort auf der gleichen Strecke "nur" noch die zwei Piloten. Die Aufgaben haben sich verschoben, vom reinen Fliegen hin zum Management, zur Navigation und zum Funken. Dass man als Pilot das "reine" Fliegen immer noch beherrscht, wird einfach voraus gesetzt, nur das Heute noch einige zusätzliche Aufgaben hinzu kommen. Das wäre vor 30 Jahren undenkbar gewesen.
Und glauben Sie mir eines, wenn man die Summe der Gehälter aller, die heute so durch Cockpitkollegen ersetzt wurden addieren würde, minus den Anteil, der durch Automatisierung weggefallen ist, in Pilotengehältern wieder finden wollte, wären die Bildzeitungszahlen noch deutlich zu gering;-)

Wer sich im Cockpit dauerhaft langweilt, hat meiner Meinung nach, seinen Job verfehlt. Natürlich gibt es Zeiten, wo man im Reiseflug wenig zu tun hat, doch das ist eher die Ausnahme, als die Regel. Es gibt immer etwas zu tun! Es mag, genau wie in andern Professionen, Piloten geben, die das alles nicht so ernst nehmen. Und während des Reisefluges lieber Filme auf dem iPad schauen... Da reagiere ich aber tatsächlich sehr allergisch drauf, denn es sind solche "Kollegen", die den Job und Beruf in Verruf bringen und im Zweifelsfall eben nicht wissen, wo sie sind, wo oben und unten ist und was sie jetzt am besten tun sollten.
Wenn ein solches Verhalten tatsächlich der Jobdescription entspricht, dann braucht sich keiner mehr wundern, wenn er als Busfahrer bezeichnet wird und nur noch das entsprechende (Minimal-)Gehalt zu gebilligt bekommt. Der Busfahrer kann nämlich nur in seiner Pause Bildzeitung lesen...




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