Thailand
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Experten: Angespültes Wrackteil eher nicht von MH370

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Strömungsmodell zum Suchgebiet MH370, © ATSB / CSIRO

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BANGKOK - Das in Thailand am Strand angespülte Wrackteil gehört nach erster Einschätzung von Luftfahrtexperten eher nicht zu dem verschwundenen Malaysia-Airlines-Flug MH370. Sie führten am Sonntag zum einen die Bauart des Metallstücks an, zum anderem den ungewöhnlichen Fundort.

Fischer hatten das zwei mal drei Meter große Stück am Samstag an einem Strand in Südthailand gefunden. Experten gingen nach erstem Eindruck davon aus, dass es sich um ein Flugzeugteil handelt, wie thailändische Zeitungen am Sonntag berichteten.

Nach allen Strömungsmodellen sei es praktisch ausgeschlossen, dass ein Teil von der angenommenen Absturzstelle westlich von Australien bis nach Thailand gedriftet sein könnte, zitierte die Zeitung «The Australian» den Asien-Direktor des Fluginformationsportals Flight Global, Greg Waldron. Jon Ostrower, der Flugzeugexperte des «Wall Street Journal», urteilt nach den Fotos, dass es sich eher um einen Teil der Verkleidung einer japanischen Rakete handelt.

Am 24.01.2016 angespültes Wrackteil in Thailand, © twitter.com / Xavier Tytelman


Die Boeing 777 mit der Flugnummer MH370 war am 8. März 2014 mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur nach Peking vom Radar verschwunden. Bis heute gibt es keinen Anhaltspunkt, was mit der Boeing 777 passierte. Das Wrack wurde noch nicht gefunden. Ermittler gehen aber fest davon aus, dass eine im August 2015 an der Küste von La Réunion im Indischen Ozean gefundene Flügelklappe zu MH370 gehört.

Das nun in Thailand angespülte, leicht gekrümmte Trümmerteil ist etwa zwei mal drei Meter groß, wie Aufnahmen des Senders Khaosod TV am Strand von Pak Phanang in der südlichen Provinz Nakhon Si Thammarat zeigen. Es wiegt etwa 100 Kilogramm und ist mit Muscheln übersät. An verschiedenen Stellen des weißen Bruchstücks sind Zahlen- und Buchstabenkombinationen zu erkennen. Ein Experte habe gesagt, es können sich um ein Teil einer Flugzeugnase handeln, berichtete die «Bangkok Post» unter Berufung auf den Ortsvorsteher.

Der Fundort liegt zwar in etwa auf der Route, die das Flugzeug damals hätte fliegen müssen. Doch legten Auswertungen von Satellitendaten damals nahe, dass die Maschine noch über Malaysia vom Kurs abwich und statt nach Norden stundenlang Richtung Süden flog. Sie dürfte den Berechnungen zufolge mehr als 5000 Kilometer weiter südlich im Indischen Ozean abgestürzt sein, als das Benzin ausging. Dort suchen Bergungsspezialisten den Meeresboden aber seit eineinhalb Jahren vergeblich nach Wrackteilen ab.

Zwar ist auch La Réunion, das vor Madagaskar östlich von Afrika liegt, Tausende Kilometer vom angenommen Absturzort entfernt. Die Ozeanströmung macht es aber plausibel, dass Wrackteile wie die im August gefundene Flügelklappe in der Zeit seit dem Absturz in Richtung der Insel gespült worden sein könnten.
© dpa | Abb.: Pieter van Marion, CCBYSA | 24.01.2016 07:52

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Beitrag vom 24.01.2016 - 13:47 Uhr
MH 370 - Das steht für eine der großen Vertuschungen der letzten Jahre.

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Beitrag vom 24.01.2016 - 13:08 Uhr
MH 370 - Das steht für eine der großen Vertuschungen der letzten Jahre.


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