Singapore Airshow
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Airbus feilt an extralanger A350

SINGAPUR - Airbus will im Sommer über Chancen für eine zweifach gestreckte A350 informieren. Eine verlängerte Ausführung der A350-1000 würde in drei Klassen mehr Sitze unterbringen als die Boeing 777-9, sagte Airbus-Chefverkäufer John Leahy in einem Interview auf der Singapore Airshow.

Airbus befasse sich mit der Frage, ob 30 bis 40 Sitze oberhalb der A350-1000 Nachfrage besteht, erklärte Leahy. "Wir schließen inzwischen darauf, dass es einen solchen Markt vielleicht gibt und tauschen uns mit großen Airlines darüber aus, was wir hier eventuell anbieten können."

Zwar habe sich Airbus noch nicht festgelegt, zur Farnborough Airshow im Juli werde es aber nähere Informationen geben.

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Airbus A350-900, © Airbus

Der Airbus A350-900 ist für 325 Sitze, der 2017 erwartete Stretch A350-1000 für 366 Sitze ausgelegt. Gemessen an der aktuellen 777-300ER und der neuen 777-8 ist das groß genug. Bisher fehlt Airbus nur ein direkter Wettbewerber zur Boeing 777-9, die 2020 mit 400 bis 425 Sitzen den Zweistrahler-Markt neu definieren wird.

Eine verlängerte A350-1000 könnte sogar noch etwas größer ausfallen, meinte Leahy. Neue Triebwerke seien für das Flugzeug trotzdem nicht nötig. "Vielleicht erhöhen wir die Schubkraft moderat, aber wenn wir das Flugzeug bringen, nutzt es die gleiche Triebwerkstechnologie (wie die A350-1000, Red.)."

Dass Airbus bei der A350 noch Luft nach oben sieht, ist längst kein Geheimnis mehr. Airbus prüfe Optionen "oberhalb der A350-900 und A350-1000", hatte Airbus-Chef Fabrice Brégier bereits im Januar verkündet. "Einige Airlines" hätte dazu den Anstoß gegeben.

Gemeint ist A350-Großkunde Qatar Airways, der sich mehrfach für eine "A350-1100" stark gemacht hat. Zwar sei die A350 das modernste Flugzeug im Markt, dennoch werden viele Airlines eher zur größeren Boeing 777-9 greifen, warnte Airlinechef Akbar Al-Baker Airbus vergangenes Jahr.

Während große Airbus-Flugzeuge gefragt bleiben, verkauft sich das sehr große Modell A380 nur schleppend. All Nippon Airways bestellte im Dezember drei A380, Iran Air will möglicherweise zwölf Superjumbos kaufen. Laut Leahy spricht Airbus gerade mit einer asiatischen Airline über mindestens fünf A380.
© Bloomberg News, aero.de | Abb.: Airbus | 18.02.2016 09:40

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Beitrag vom 18.02.2016 - 17:38 Uhr
Ich denke, weil der A300 für bis 300 Passagiere ausgelegt war. Bei der 707 gibt es hier einige Mythen:  http://www.boeing.com/news/frontiers/archive/2004/february/i_history.html
Beitrag vom 18.02.2016 - 16:43 Uhr
Dazu kann ich leider nichts sagen, kenne mich da nicht gut genug aus. Aber da gibt es bestimmt ein paar Foristen die das wissen :)
Beitrag vom 18.02.2016 - 16:40 Uhr
"Und warum nimmt man jetzt bis zu 4-stellige Codes für die Varianten?
A350-xxxx"

Das kommt alles von der A380. Die 8 wurde verwendet weil in China die 8 als positive Zahl wahrgenommen wird (man könnte auch sagen Glückszahl), um dahin zu passen wurden die Varianten -800 und -900 geplant, nicht -100 und -200. Das hat sich dann so fortgeführt (A350, A330neo). Da die A350 ursprünglich mit 2 Programmen (-800 und -900) geplant war und dann noch sehr schnell die größere Variante dazu kam musste man diese ja über 900 benennen, daher -1000. Wenn jetzt noch eine kommt muss diese ja irgendwie wieder über der -1000 stehen, daher wird auf -1100 spekuliert.

Die 787 wahrscheinlich aus ähnlichen Gründen mit 8 unterwegs.

Also zusammenfassend: Meines Wissens nach fing alles damit an wiel irgendjemand in Sales bei den Chinesen das neueste Produkt richtig verstanden wissen wollte (also verkaufen wollte). Bitte korrigiert mich falls ich hier falsch liege, ist alles schon etwas her.


Danke für die Info, und wie kamen die Ursprünge B707 und A300 zustande?


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