Flugzeug-Produktion
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Airbus macht 2016 Boden auf Boeing gut

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Tom Enders, © Airbus Group

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TOULOUSE - Airbus traut der A330 wieder höhere Monatszahlen zu und verkleinert in der Produktion den Abstand zu Boeing. Dieses Jahr dürften Airbus und Boeing am Ende weniger als 100 Flugzeuge voneinander trennen, nachdem die Amerikaner ihre Erwartungen für 2016 gerade etwas dämpften.

Airbus wird 2017 wieder sieben A330 im Monat bauen - die kurzfristige Unsicherheit nach der Ankündigung einer neumotorisierten A330neo ist Zuversicht gewichen.

Nachdem Airbus 2015 mit 635 Auslieferungen beendet hatte, sollen dieses Jahr "mehr als 650" Flugzeuge fertig werden, wie Konzernchef Tom Enders vergangene Woche den Aktionären sagte. Im neuen Programm A350 will sich Airbus von 14 auf mindestens 50 Flugzeuge steigern.

"Wir handhaben das bisher ganz gut", sagte Enders mit Blick auf den aktuellen Hochlauf, der auch die A320neo einschließt. "Bei der A330 war es meiner Ansicht nach klug, die Rate frühzeitig zurückzunehmen, wir haben aber immer gesagt, dass wir hier bei stärkerer Nachfrage flexibel sind."

Bis Mitte 2019 will Airbus die A320-Linien an seinen vier Produktionsstandorten auf 60 Monatseinheiten hochfahren. Die Nachfrage gebe das her, meinte Enders. "Selbst wenn wir über eine 60er-Rate sprechen, sind wir immer noch überbucht." Bei der A350 habe sich Airbus für einen defensiven Hochlauf entschieden, werde die Rate 2016 aber vervielfachen.

Zwar wird auch Boeing die Produktion auf mittlere Sicht weiter ausbauen, 2016 wird es aber keine neuen Rekorde aus Seattle geben. Nach 762 Flugzeugen im letzten Jahr werde Boeing 2016 voraussichtlich 22 Maschinen weniger fertigstellen, schockte Konzernchef Dennis Muilenburg Ende Januar die Anleger.

Die beginnende Umstellung der 737-Produktion auf den Nachfolger 737 MAX und der schwindende Backlog der 747-8 bremsen Boeing aus. Nächstes Jahr wird Seattle die 777-Linie um bis zu 16 Prozent auf sieben Monatseinheiten zurückschrauben, mit der 737 MAX aber richtig Fahrt aufnehmen.

Steigende Gewinne

Airbus verdiente im abgelaufenen Jahr 2,7 Milliarden Euro und damit 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Den kräftigen Anstieg verdankte die Airbus Group einem niedrigeren Steuersatz, dem Verkauf von Anteilen am französischen Luftfahrtkonzern Dassault sowie der Tatsache, dass die Probleme mit der verspäteten A400M mit 290 Millionen Euro weniger teuer zu Buche schlugen als im Vorjahr.
© aero.de, Bloomberg | Abb.: Airbus | 29.02.2016 09:00


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