ZAL TechCenter
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Modernstes Luftfahrt-Forschungszentrum öffnet in Hamburg

HAMBURG - Hamburg schließt in der Luftfahrtforschung zur Weltspitze auf. Am Montag eröffnet Bürgermeister Olaf Scholz in Hamburg-Finkenwerder, unweit des Airbus-Werks, das neue ZAL TechCenter. Das 100 Mio. Euro teure Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung wird auf 26 000 Quadratmetern rund 600 Arbeitsplätze bieten.

Es soll eine Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und der Stadt Hamburg werden. Zu dem Festakt werden führende Vertreter der Hamburger Luftfahrtindustrie erwartet.

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ZAL TechCenter für Angewandte Luftfahrtforschung, © Martin Kunze, ReGe Hamburg

Forscher und Entwickler von Airbus und Lufthansa Technik, von Diehl Aerospace und der TU Hamburg-Harburg, von Zulieferern, Hochschulen und Institutionen wie zum Beispiel dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrtforschung (DLR) sollen unter einem Dach innovative Produkte und Konzepte schneller und günstiger zur Einsatzreife in der internationalen Luftfahrt führen.

"Um dieses Aushängeschild für den Luftfahrtstandort werden uns viele Wettbewerber weltweit beneiden", sagte der Hamburger Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos). Im ZAL TechCenter wird es nicht um Grundlagenforschung gehen, sondern um neue Technologien für die Praxis.

Die zivile Luftfahrtindustrie ist für Hamburg eine der bedeutendsten Wirtschaftsbranchen, angeführt von den Unternehmen Airbus und Lufthansa Technik. Zusammen mit dem Flughafen und mehr als 300 Unternehmen der Zuliefer- und Wartungsindustrie beschäftigt die Branche rund 40 000 zumeist hoch qualifizierte Arbeitnehmer. Gemeinsam decken sie die gesamte Wertschöpfungskette der Luftfahrt ab, von der Entwicklung, Herstellung und Montage eines Flugzeugs bis zu Wartung und Recycling. Dazu kommen Universitäten, Ausbildungseinrichtungen und Forschungsinstitute.

Airbus, Lufthansa Technik und die Stadt Hamburg sind mit jeweils 20 Prozent Anteil auch die größten von insgesamt neun Gesellschaftern des ZAL TechCenter. Die Investitionssumme von 100 Millionen Euro wurde über einen Kredit der Gesellschafter bereitgestellt, der durch die Mieteinnahmen aus dem Center getilgt werden soll.

Das ZAL TechCenter startet mit sechs Schwerpunkten. Dazu zählen ein Forschungslabor für zivile und sichere Nutzungsmöglichkeiten von Wasserstoff, neue Ideen für Flugzeugkabinen, Stromversorgungs - und Klimaanlagensysteme, Automatisierung und Produktion, Akustik und 3D-Simulation. Einige der Forschungsergebnisse könnten auch für andere Wirtschaftsbereiche nützlich sein, etwa für die Automobilindustrie oder für Hersteller von Computerspielen.
© dpa-AFX | Abb.: Martin Kunze / ReGe Hamburg | 04.03.2016 06:53


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