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Ryanair sieht keine Bedrohung durch Eurowings

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Ryanair Boeing 737-800, © The Boeing Company

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FRANKFURT - Eurowings bereitet Ryanair-Chef Michael O`Leary keine schlaflosen Nächte. "Ich glaube nicht, dass es funktionieren wird", gab sich O`Leary in einem Interview mit dem "manager magazin" gelassen. Immerhin habe ja noch keiner der großen Flugkonzerne erfolgreich eine Günstigairline gegründet.

Ryanair drängt gerade mit aller Macht zurück in den deutschen Markt. Bis 2020 will O`Leary, auch mit einem für Geschäftskunden attraktiven Produkt, Ryanair als zweitgrößten Fluganbieter in Deutschland etablieren. Auf der Strecke von Köln nach Berlin liefern sich Ryanair und Eurowings schon einen erbitterten Preiskampf.

Trotzdem zweifelt O`Leary, was Eurowings betrifft, die Entschlossenheit der Lufthansa an. "Wenn die Lufthansa es ernst meinen würde", stichelte O`Leary im "manager magazin", "würde sie es Lufthansa nennen". Erst gestern betonte Lufthansa-Chef Carsten Spohr erneut seine Absicht, Eurowings zur drittgrößten Günstigairline in Europa auszubauen.

Ryanair erlebt derzeit einen Höhenrausch. Allein im Februar beförderte die Airline 28 Prozent mehr Passagiere und das bei einer Rekordauslastung von 93 Prozent.

Den Jahresgewinn 2015/2016 erwartet Ryanair inzwischen trotz sinkender Ticketpreise am oberen Ende einer Spanne von 1,175 bis 1,225 Milliarden Euro. Allein im vergangenen Quartal konnten die Iren ihren Überschuss auf 103 Millionen Euro verdoppeln.

Lufthansa wird die Eurowings-Flotte dieses Jahr um zehn auf 98 Flugzeuge ausbauen, darunter auch Airbus A330 für die Langstrecke. Eine Integration kleinerer Flugbetriebe und die sich abzeichnende Komplettübernahme von Brussels Airlines sollen Eurowings schnell zu wettbewerbsrelevanter Größe verhelfen.

Für neue Flugzeuge richtete Lufthansa in Österreich den Flugbetrieb Eurowings Europe ein und bootete Gewerkschaften so aus. Die Plattform soll im Sommer startklar sein. "Wir rechnen damit, dass uns das AOC in den kommenden Wochen erteilt wird", sagte uns Eurowings-Sprecher Joachim Schöttes.
© aero.de | Abb.: Ryanair | 18.03.2016 09:01

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Beitrag vom 19.03.2016 - 01:03 Uhr
Sie bootete nicht nur Gewerkschaften aus, sondern zeigte der Aua auch, was ein radikaler Gehaltsverzicht bringt: Nichts.


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