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Amsterdam Schiphol zieht an Frankfurt vorbei

FRANKFURT - Amsterdam Schiphol ist auf dem besten Weg, Frankfurt von Platz drei der größten Flughäfen in Europa zu verdrängen. Im August steigerte sich das KLM-Drehkreuz um 7,6 Prozent auf 6,4 Millionen Passagiere. Frankfurt hatte mit 6,0 Millionen Passagieren und einem Minus von 5,0 Prozent das Nachsehen.

Von Januar bis August wird die gegenläufige Entwicklung der beiden Hubs noch deutlicher: Amsterdam legte um 9,3 Prozent auf 42,5 Millionen Passagiere zu, während Frankfurt im gleichen Zeitraum Treffer einstecken musste und um 1,7 Prozent auf 40,8 Millionen Fluggäste zurückfiel.

"Anhaltende Reisezurückhaltung" und eine "unveränderte geopolitische Lage" setzten Frankfurt im Sommer stärker zu als anderen europäischen Drehkreuzen.

Amsterdam Schiphol
Ausbau am AMS: Neues Terminal und Flexi-Flugsteig für Schiphol, © Amsterdam Schiphol

Eine Erklärung für den steilen Amsterdamer Aufwärtstrend in einem für alle Airports anspruchsvollen Markt findet sich in der Gebührenordnung - Schiphol senkte seine Entgelte im April um durchschnittlich 11,6 Prozent, nachdem der Flughafen die Preise schon 2015 um 6,8 Prozent nach unten korrigiert hatte.

In den nächsten Jahren sollen die Entgelte wieder moderat angehoben werden, um notwendige Ausbau- und Infrastrukturprojekte zu finanzieren. Amsterdam werde dieses Jahr auf 63 Millionen Passagiere wachsen, sagt Airport-Chef Jos Nijhuis. "Damit stoßen wir langsam an unsere Grenzen."

Schiphol und Frankfurt bauen aus

Nijhuis erhielt im März grünes Licht für ein neues Terminal und einen variablen Flugsteig. Die Neubauten erhöhen den Spielraum auf 80 Millionen Passagiere und werden 1,2 Milliarden Euro kosten. Im Juni verlängerte Airport-Lenker Nijhuis seinen Vertrag um zwei Jahre bis Januar 2019.

Südlich des Schiphol Plaza entsteht das neue AMS-Terminal, es wird später bis zu 14 Millionen Reisende im Jahr abfertigen. Geplante Fertigstellung: 2023. Vier Jahre früher, Ende 2019, öffnet ein neuer Flugsteig mit flexiblen Andockpositionen für Großraumflugzeuge und das A320-Format.

Auch Frankfurt baut gerade ein neues Terminal, das die Kapazität ebenfalls um 14 Millionen Passagiere erweitert und 2022 betriebsbereit sein soll. Frankfurt plante gleich eine Ausbaureserve mit ein - durch zusätzliche Piers kann das T3 bei Bedarf auf 25 Millionen Jahrespassagiere erweitert werden.

Amsterdam Schiphol legte 2015 um 6,0 Prozent auf 58,3 Millionen Passagiere zu und war Frankfurt dicht auf den Fersen. Dieses Jahr wird Schiphol seinen Vorsprung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr abgeben und die neue Nummer drei hinter London Heathrow und Paris CDG werden.
© aero.de | Abb.: KLM | 14.09.2016 07:20

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Beitrag vom 15.09.2016 - 21:45 Uhr
von 'verspätet starten' bis 24:00 ist reichlich wenig zu sehen... von 'automatisch' ist da sehr wenig zu sehen.... woher kommen solch wirre Behauptungen ? Ausnahmegenehmigung sind schwer bis gar nicht zu bekommen... auch nicht nach Unwettern, die eigentlich als Höhere GEwalt' gelten... und die linksgrünen Schlaumeier ehnen genau dies ab unter der Begründung die böse Fraport wolle das NFV aushebeln.... inkompetent, überheblich... aber Hauptsache alles besser wissen...

In der fraglichen Nacht als Unwetter die Starts erschwert haben, sind 48(?) Maschinen von 23:00 bis 24:00 gestartet. Insgesamt 75 hatten eine Ausnahmegenehmigung bekommen um bis 24:00 zu starten.
Hat nicht für alle gereicht - denn statt die dicken Interkontinentalpötte zuerst rauszuschicken, sind zu 2/3 Kurzstreckenmaschinen in der einen Stunde vor Betriebsende gestartet, die man locker bereits ab 19:00 auf Bahn oder Bus hätte umbuchen können.

Ein bisschen weniger Realitätsverweigerung würde Ihnen glaube ich guttun...



Dieser Beitrag wurde am 15.09.2016 21:55 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.09.2016 - 21:37 Uhr
Den Flughafen schlecht reden, keine Ahnung von den Abläufen haben und wahnwitzige Forderungen aufstellen.

Ein kleiner Hinweis, wovon sie reden, wäre nett.

Der Abfall der Passagierzahlen in Frankfurt sollte man mal vor dem Hintergrund der ganzen Negativerlebnisse von Passagieren um das Nachtflugverbot analysieren.

Bei 60 Millionen Passagieren machen mal 3000, 5000 oder auch 10000, die nicht wieder über Frankfurt fliegen würden nicht den Unterschied.
Noch dazu da diese wenigen Ereignisse, wo das mal richtig schief geht, außerhalb Frankfurts und der Luftfahrt-affinen deutschsprachigen Presse so gut wie gar nicht wahrgenommen werden...

Nein, ich denke hier sind andere, deutlich grundlegendere Mechanismen am Werk.

Die Lufthansa stellt wie gesagt immer noch 60% der Passagiere für Fraport.
Die Lufthansa hat sich aufgrund des Margendrucks entschieden, mit Eurowings dezentral (außerhalb Frankfurts und Münchens) zu wachsen und das zentrale Classic Geschäft an den Hubs in Frankfurt und München zu schrumpfen. Zudem wird die Eskalation mit den Piloten scheinbar bis zum bitteren Ende durchgezogen - die seit mittlerweile Jahren latente Streikgefahr bei der LH dürfte alleine deutlich abschreckender wirken als die 2-3 Felbetten Happenings in Frankfurt pro Jahr..

Dadurch gehen Fraport Flugbewegungen verloren und jeder Umsteiger fehlt 2 Mal bei den Passagierzahlen.

Wenn die Lufthansa mit dem Umbau zu Eurowings wirklich ernst macht, könnte könnte Fraport so mittelfristig sogar 2/3 der Passagiere verlieren, da nur weniger als 30% der 60 Millionen Passagiere in 2015 Originärpassagiere waren.
Beitrag vom 15.09.2016 - 21:10 Uhr
von 'verspätet starten' bis 24:00 ist reichlich wenig zu sehen... von 'automatisch' ist da sehr wenig zu sehen.... woher kommen solch wirre Behauptungen ? Ausnahmegenehmigung sind schwer bis gar nicht zu bekommen... auch nicht nach Unwettern, die eigentlich als Höhere GEwalt' gelten... und die linksgrünen Schlaumeier ehnen genau dies ab unter der Begründung die böse Fraport wolle das NFV aushebeln.... inkompetent, überheblich... aber Hauptsache alles besser wissen... wie soll ein Grossflughafen dann funktionieren ?


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