Zee Aero Personal Aircraft
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Google-Senkrechtstarter im Flugtest?

HOLLISTER - Im kalifornischen Ort Hollister wurde ein neuartiges, elektrisches Luftfahrzeug bei Schwebeversuchen beobachtet. Es soll mit Google-Gründer Larry Page in Verbindung stehen und könnte zum "fliegenden Auto" fortentwickelt werden.

Die Webseite "Monterey Herald" sendete Interviews mit Augenzeugen der Flugtests am entlegenen Flughafen in Hollister, die ungewöhnlich leise gewesen seien. Das Unternehmen Zee Aero, das angeblich dem Google-Mitgründer Larry Page gehört, soll hinter dem elektrischen Senkrechtstarter stehen, dessen Maße die Unterbringung in amerikanischen Autogaragen zulassen.

Google Zee Aero
Mit acht Elektromotoren soll dieses patentierte Konzept von Zee Aero senkrecht in die Luft kommen, © USPTO

Bestätigt werden weder die Flugtests noch nähere Unternehmensdetails. Als Hangar dient ein betont unauffälliges Flughafengebäude, auf das die Sicht bei vergangenen Tests mit Lastwagen gezielt verstellt worden sein soll. Über 100 Ingenieure sollen für das Unternehmen arbeiten.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte im Juni gemeldet, dass Page über 100 Millionen Dollar in das verschwiegene Startup Zee Aero investiert habe. Im Mai habe die Firma dem US-Verkehrministerium angekündigt, mit einem völlig neuen Luftfahrzeug den persönlichen Lufttransport revolutionieren zu wollen.

2013 hatte ein Patent beim US-Patentamt das Konzept offenbart. Ein schmaler Entenflügler nutzt seitlich beider Rumpfseiten je vier Hubpropeller und am Heck zwei Druckpropeller.

Das jetzt im Flug erprobte Fahrzeug scheint gegenüber dem patentierten Konzept "bauchiger" geworden zu sein und die Hubtriebwerke sind in insgesamt vier Gondeln an einem traditionellen Schulterdecker-Flügel montiert.

Zee Aero hat bei der FAA bereits acht eigene Luftfahrzeuge registrieren lassen, darunter zwei elektrische Motorsegler, zwei Bausatzflugzeuge mit Verbrennungsmotoren und fünf mit mehreren Motoren. Darunter sollen zwei neue Senkrechtstarter mit acht Motoren und drei Flächenflugzeuge mit zwei Motoren sein. Es könnte sich dabei aber auch um stark verkleinerte Drohnen oder unbemannte Versuchsträger handeln.
© FLUG REVUE - Sebastian Steinke | Abb.: USPTO | 26.10.2016 12:17


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