Flugsicherung
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Neue Millionenspritze für DFS – Gebühren sollen sinken

Lufthansa A346 and Monarch A321 bei Frankfurt
Lufthansa A346 and Monarch A321 bei Frankfurt, © Bjoern Schmitt / world-of-aviation.de

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BERLIN - Die Deutsche Flugsicherung (DFS) soll vom Staat eine Millionenspritze erhalten, um die Gebühren für Starts, Landungen und Flugstrecken weiter zu senken. Dafür will der Bund im nächsten Jahr das Stammkapital der DFS um 101,9 Millionen auf 214,4 Millionen Euro aufstocken.

Dies geht aus einer Vorlage für die Schlussberatungen des Haushaltsausschusses des Bundestages über den Etat 2017 hervor.

Deutschland gehört nach Branchenangaben zu den europäischen Ländern mit den teuersten Streckengebühren. Von der Politik wird daher schon länger eine Kostenentlastung der bundeseigenen DFS gefordert. Der Haushaltsauschuss des Bundestages berät an diesem Donnerstag in Berlin abschließend über den Etat des Bundes für 2017.

"Zur nachhaltigen Stärkung der deutschen Luftverkehrswirtschaft sollen die Flugsicherungsgebühren durch eine Erhöhung des Stammkapitals der Deutschen Flugsicherung GmbH weiter gesenkt werden und so auch die Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrsstandortes Deutschland gesichert werden", heißt es in der Vorlage des Bundes.

Mit dem höheren Stammkapital sollen "Kosten der gebührenfinanzierten Tätigkeit gedeckt werden, so dass im Rahmen der Regulierung geringere Flugsicherungsgebühren veranschlagt werden können". Der Bund plant zudem mit Mindereinnahmen, da "Kostenbestandteile den Luftraumnutzern nicht mehr in den Flugsicherungsgebühren angelastet" werden. Der Bund erstattet auch Personalkosten sowie andere Einnahmeausfälle und Beiträge. Insgesamt summieren sich die Entlastungen 2017 auf etwa 200 Millionen Euro.

Zu Buche schlagen auch wachsende Pensionslasten für Fluglotsen. Die Fluggesellschaften fordern seit langem, dass der Staat für die Altersvorsorge der Fluglotsen aufkommt wie in anderen EU-Staaten. Eine Reform der Betriebsrenten hat die DFS bislang nicht in Angriff genommen, sondern steht weiterhin für das Zinsrisiko gerade.
© dpa-AFX | 09.11.2016 06:35

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Beitrag vom 10.11.2016 - 22:39 Uhr
@EricM schrieb
Ich will ja, dass die Billigheimer im Verhältnis mehr zahlen und dass das auch so bleibt
Das ist aber genau der Punkt, der Diskriminierend ist....

Richtig. Genau so war das gedacht.

@EricM schrieb
Weil diese Geschäftmodelle mit allen gerade noch legalen Mitteln eingedämmt gehören.
Aber nicht mit Diskriminierungen. Denn diese Mittel wären für FR leicht anfechtbar.

Nicht unbedingt.
Falls sich eine Förderung zB auf die Lohnsumme bezieht, die ein Unternehmen zahlt, könnten alle gleich behandelt werden, und Ryanair ginge trotzdem fast leer aus ...
Da gibts sicher noch andere Möglichkeiten.
Beitrag vom 10.11.2016 - 21:59 Uhr
@EricM schrieb
Ich will ja, dass die Billigheimer im Verhältnis mehr zahlen und dass das auch so bleibt
Das ist aber genau der Punkt, der Diskriminierend ist....


@EricM schrieb
eventuell sogar illegal
...und das der Punkt wo FR angreifbar ist.
Wenn es aber nicht illegal ist, da sie eine Grauzone oder sonst etwas ausnutzen, kann man es nicht dem Nutznießer vorwerfen, sondern dem, der die Gesetze macht.
Aber man kann nicht einfach sagen, das der eine der Gute und der andere der Böse ist.


@EricM schrieb
Weil diese Geschäftmodelle mit allen gerade noch legalen Mitteln eingedämmt gehören.
Aber nicht mit Diskriminierungen. Denn diese Mittel wären für FR leicht anfechtbar. Und das willst du ja nicht.

Dieser Beitrag wurde am 10.11.2016 22:00 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 10.11.2016 - 19:38 Uhr
@EricM
Na gut, das erklärt zumindest diese scheinbar sinnlosen Posts.
Dann schreib doch mal alles, dann diskutieren wir weiter, OK?
Warum sinnlos. Du schreibst, das die Billigheimer durch die Gebührensenkung weit mehr bevorteilt werden als die anderen.[...] So vergisst du in deiner wunderschönen Beispielrechnung mit den Prozenten bei der 10€ Ersparnis, das bei einem 100€ Ticket, wo der Billigheimer 10% Rabat bekommt, aber der andere nur 2%, das der Billigheimer auf der anderen Seite aber auch 5x so viel Gebühren Zahlt wenn man nach dem Ticketpreis geht.

Das hatten wir doch schon 2 Posts weiter oben gekklärt.
Ja, das ist so und genau das war auch die Idee.
Ich will ja, dass die Billigheimer im Verhältnis mehr zahlen und dass das auch so bleibt, da sie schon an vielen anderen Stellen ungebührlich und moralisch extrem fragwürdig - eventuell sogar illegal - sparen.
War das jetzt deutlich genug - oder hast Du Dir wieder nur Argumente für später aufgespart?


@EricM
Ja, sicher. Und so soll das auch bleiben.
Ach so. Aber bei den Rabatten soll es nicht so bleiben. Warum solche Diskriminierungen?
s.o.
Weil diese Geschäftmodelle mit allen gerade noch legalen Mitteln eingedämmt gehören.

Ich kann nicht lachen.

Ja, Du kommst sehr humorlos, dafür aber ziemlich angestrengt rüber ...


Dieser Beitrag wurde am 10.11.2016 19:39 Uhr bearbeitet.


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