Bewegung im Gebührenstreit
Älter als 7 Tage

Fraport spürt Erholung zum Jahresende

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Frankfurt Airport, © Lufthansa

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FRANKFURT - Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport spürt nach den teils deutlichen Passagierrückgängen in den Sommermonaten zum Jahresende wieder etwas Erholung. Im Dezember laufe das Geschäft bisher ganz gut, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte am Montagabend in Frankfurt.

Insgesamt werde Deutschlands größter Flughafen in diesem Jahr zwar wie erwartet einen Passagierrückgang verbuchen. Dieser dürfte aber eher ein Prozent betragen statt der zuletzt geschätzten ein bis zwei Prozent.

Schon im November hatte Fraport fast fünf Prozent mehr Passagiere gezählt als ein Jahr zuvor. In beiden Monaten hatten tagelange Streiks bei der Lufthansa die Entwicklung gebremst.

Angesichts des Rückgangs im Passagiergeschäft verteidigte Schulte die Öffnung Frankfurts für Billigfluggesellschaften wie Ryanair, um den Flughafen wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Bereits heute entschieden sich weniger Kunden etwa aus dem Kölner und Mannheimer Raum für einen Flug ab Frankfurt als in der Vergangenheit.

Den Grund dafür sieht der Manager in dem Billigflug-Angebot an Flughäfen wie Köln-Bonn und Karlsruhe/Baden-Baden. "Wir können nicht sagen, um einen großen Teil des Marktes kümmern wir uns nicht", sagte Schulte. Ab Ende März will Ryanair in Frankfurt mit zwei Maschinen zu Zielen in Spanien und Portugal starten.

Bei der Frage der neuen Gebührenanreize, mit denen Fraport auch Ryanair für Frankfurt gewonnen hatte, will Schulte nun auch auf die heimischen Fluglinien zugehen. "Wir sind in Gesprächen mit anderen Airlines, auch mit der Lufthansa, mit Terminen schon für Januar", sagte er. "Wir werden alles tun, damit die Lufthansa weiterhin die Möglichkeit hat, in Frankfurt zu wachsen."

Lufthansa und andere Airlines hatten die Gebührenstruktur heftig kritisiert. Anfang Dezember kippte die hessische Landesregierung geplante Anreize, von denen nur Fluglinien profitiert hätten, die bisher nicht oder kaum in Frankfurt vertreten sind. Die jetzt genehmigte Gebührenstaffel sieht Nachlässe zwischen 2 und 14 Euro pro Passagier auf Europaflügen vor.

Bereits ab einer Passagiersteigerung um mindestens 3 Prozent greift die erste Stufe, die höchste gilt ab einem Passagierplus von 20 Prozent.
© aero.de, dpa-AFX | Abb.: Lufthansa | 13.12.2016 11:40


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