Airbus blickt nach Seattle
Älter als 7 Tage

Alaska Airlines übernimmt Virgin America endgültig

SEATTLE - Die am Mittwoch abgeschlossene Übernahme von Virgin America schiebt Alaska Airlines vorbei an JetBlue Airways auf Platz fünf der größten Fluganbieter in den Vereinigten Staaten. Der Zusammenschluss an der US-Westküste stellt 3,2 Milliarden US-Dollar Auftragsvolumen bei Airbus in Frage.

Alaska Airlines setzte sich im April mit einem Gebot von 2,6 Milliarden US-Dollar für Virgin America gegen den Mitbieter JetBlue durch. Übernommene Schulden und Leasingverträge eingerechnet war Virgin America ihrem neuen Eigner nach dem Bieterkrimi sogar 4,0 Milliarden US-Dollar wert.

Gut angelegtes Geld, versichert Alaska-Airlines-CEO Brad Tilden seinen Aktionären. "Die beiden Airlines mögen auf den ersten Blick unterschiedlich aussehen, aber wir teilen denselben Fokus auf unsere Kunden und Mitarbeiter." Damit der Deal nicht an der Kartellbehörde scheiterte, löste Alaska Airlines Codeshare-Flüge mit American auf.

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Alaska Airlines Boeing 737-900ER, © Alaska Airlines

Im neuen Unternehmen sind die Gewichte klar verteilt: Alaska Airlines ist in jeder Hinsicht größer als Virgin America. Tägliche Starts? 990 zu 197. Ziele? 116 zu 24. Mitarbeiter? 15.600 zu 3.200. Passagiere? 32 zu 8 Millionen. Jahresumsatz? 5,8 zu 1,6 Milliarden US-Dollar. Flotte? 223 zu 63 Flugzeuge.

737 MAX trifft auf A320neo


In den meisten Punkten ergänzen sich Alaska Airlines und Virgin America gut, im Flugzeugpark nicht. Alaska Airlines, die Gesellschaft hat ihren Sitz in Seattle, kauft Flugzeuge seit ihren Anfangstagen in der Nachbarschaft. Vom neuesten 737-Modell MAX hat Alaska Airlines auch schon 37 Exemplare bestellt.

Virgin America fliegt hingegen eine reinrassige Airbus-Flotte, zu der ab nächstem Jahr zehn geleaste A321neo stoßen. Aus eigenen Aufträgen erwartet Virgin America 30 A320neo mit Lieferterminen ab 2020. Tilden ließ am Mittwoch offen, ob es dabei bleibt oder Alaska Airlines eine Vereinheitlichung anstrebt.

Zunächst werden die Airlines bis 2018 unter eine gemeinsame Betriebslizenz (AOC) zusammengeführt. Auch für die Markenfrage - Virgin America aufgeben oder nicht - will sich Alaska Airlines noch etwas Zeit nehmen. Dies sei "eine große Entscheidung", die Alaska Airlines "Anfang 2017" treffen werde, sagte Tilden.

Auf einer umlackierten Boeing 737-900ER kombiniert Alaska Airlines die Markenfarben rot und blau. Ein Symbol der neuen Partnerschaft. Es wird vermutlich ebensowenig von Bestand bleiben, wie die Patchwork-Flotte.

Lesen Sie zu diesem Thema auch unseren Artikel "Wie Virgin America ihren Wert in drei Monaten verdoppelte" vom 27. April 2016.

© aero.de | Abb.: Alaska Airlines | 15.12.2016 09:36


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