Übertritt in die Star Alliance?
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Alitalia will sich mit Stellenabbau gesundstoßen

Alitalia Airbus A330
Alitalia Airbus A330, © Alitalia

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ROM - Lufthansa, Air France-KLM und IAG müssen 2017 mit anziehenden Preisen für Flugtreibstoffe und stagierender Nachfrage klarkommen. Andernorts sind die Sorgen existenzieller. In Rom beraten am Montag Manager und Minister über die Zukunft von Alitalia.

Dass es bei Alitalia zu einem neuerlichen Stellenabbau kommt, steht seit 22. Dezember fest. "Die nächsten zwei Monate sind kritisch", sagte Alitalia-Chef Cramer Ball im Anschluss an eine Krisensitzung. Im Europaverkehr verliere Alitalia Geschäft an Günstigairlines und müsste mit den Kosten runter.

Am 10. Januar will Ball einen Alarmplan in Kraft setzen und mit neuverhandelten Leasingverträge und einem rigiden Stellenabbau 300 Millionen Euro einsparen. Laut Insidern wackeln zwischen 1.600 und 2.000 Jobs, jeder siebte Arbeitsplatz bei Alitalia. Die Gewerkschaften wollen das blockieren.

"Vor zwei Jahren haben wir der Streichung von 2.000 Arbeitsplätzen als Vorbedingung für die Investition von Etihad Airways zugestimmt", sagte Claudio Tarlazzi von der Transportgewerkschaft Uiltransporti. "Jetzt können sie uns kein zweites Mal erklären, dass es an den Arbeitskosten liegt." Einem Stellenabbau werde man "kein grünes Licht geben".

Etihad schießt erneut Geld nach

Nach einem Verlust von fast 200 Millionen Euro 2015 steuert Alitalia 2016 auf ein Minus von 400 Millionen Euro zu. Die Aktionärbanken
Intesa Sanpaolo und UniCredit stellen die kurzfristige Finanzierung sicher. Etihad ist bereit, nochmals 231 Millionen US-Dollar in Alitalia zu pumpen.

Doch ohne Änderungen am Geschäftsmodell wird auch dieses Geld schnell verbraucht sein. Alitalia will sich 2017 im Europaverkehr verschlanken, um besser mit Günstigfliegern zu konkurrieren. Unrentable Strecken - etwa die Linie von Rom nach Mailand-Malpensa - fliegen aus dem Flugplan.

Allianzwechsel

Auch im Langstreckengeschäft will sich Alitalia neu positionieren und laut Insidern eventuell von der Air-France-KLM-Allianz SkyTeam in das Lufthansa-Bündnis Star Alliance übertreten. Etihad Airways und Lufthansa vereinbarten im Dezember ihrerseits eine engere Zusammenarbeit und Codeshare-Flüge.
© aero.de, dpa-AFX | Abb.: Alitalia | 09.01.2017 09:05

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Beitrag vom 10.01.2017 - 11:51 Uhr
Was für ein unbedachtes medial gesteuertes Geschwätz.

Ach Herrje, bin ich dem dünnhäutigem TK-Social-Media-Beauftragten auf die Füße getreten?

Nach europäischen Maßstäben gehört TK bereits zur Luftfahrtelite.

Das hat niemand bestritten.

Aber was wir momentan sehen, ist nicht nur eine kurze Wachstumsdelle für ein paar Monate. Sondern der extreme Wachstumstrend ist nachhaltig gebrochen. Zig Flugzeugauslieferungen sind nach hinten verschoben, das heißt das einstmals geplante Wachstum wird so auf Jahre nicht realisiert. Erdogans Kurs schädigt zwingend die türkische Wirtschaft und den Heimatmarkt von TK. Für die Zukunft sind eher mehr als weniger Anschläge zu erwarten - mit entsprechenden Auswirkungen auf Tourismus und Flugverkehr und insbesondere Turkish Airlines.

Den einst Erfolg versprechenden Dialog mit den Kurden gibt es nicht mehr. Die Führer von deren politischer Partei HDP steckt Erdogan alle in den Knast. Die haben keine politische Vertretung mehr, keinen Dialog mehr, keine Chance mehr politisch etwas zu erreichen. Und es gibt nun mal mehr als 10 Millionen Kurden in der Türkei. Mangels Alternativen wird es die vermehrt zur PKK in den bewaffneten Widerstand treiben. Entsprechend sind mehr Anschläge zu erwarten. Von den IS-Leuten, die Erdogan jahrelang ins Land gelassen und erst spät bekämpft hat, sind auch noch Anschläge zu erwarten. Aber momentan waren es ja nie IS oder Kurden. Es war ja immer Gülen. Diese Sichtweise hilft bestimmt bei der Problemlösung... Nicht.
Beitrag vom 09.01.2017 - 22:10 Uhr
Alitalia hat wohl nichts von AB gelernt. Der Staat darf Alitalia auch nicvht mehr stützen - das hat er schon viel zu oft getan!
Beitrag vom 09.01.2017 - 22:01 Uhr
@wearegloballyyours,

weshalb so dünnhäutig?
Die ersten 9 Monate waren für Turkish unbefriedigend und es gab einen neuen Chef.
Die politische Situation ist in der Türkei auch nicht befriedigend - unbefriedingender als in Frankreich!

"Eine schnelle Erholung würde mich wundern." ist eine ganz private Einschätzung und sagt nichts über die Quatität z. B. der Business class aus.
Weshalb ist denn eine schnelle Erholung zu erwarten?


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