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Sichtflug der Lufthansa macht Börse nervös

Lufthansa Airbus A321
Lufthansa Airbus A321, © Ingo Lang

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FRANKFURT - Für Aktien der Lufthansa ging es am Montag um fünf Prozent steil nach unten. Die Luftfahrtgesellschaft hatte am Freitag zwar die Prognose für das Jahr 2016 bestätigt, dabei aber die Kosten für Streiks des fliegenden Personals in Höhe von rund 100 Millionen Euro außen vorgelassen.

Darüber hinaus bemängelten Analysten das Fehlen eines Ausblicks auf 2017. Dies lasse auf ein hochgradig unsicheres Margenumfeld schließen, hieß es von Goodbody Stockbrokers.

Lufthansa rechnet für 2016 mit einem bereinigten operativen Ergebnis auf Vorjahresniveau bei rund 1,8 Milliarden Euro, nun allerdings vor Streikkosten. Ins neue Jahr fliegt Lufthansa zunächst auf Sicht und rechnet mit 400 Millionen Euro höheren Aufwendungen für Flugtreibstoffe.

Insgesamt soll die Flugkapazität von Lufthansa 2017 aus eigener Kraft um vier Prozent wachsen. Der Konzern erwartet zwar weiter sinkende Stückerlöse, aber nicht mehr so deutlichen Rückgänge wie 2016.

Lufthansa dürfte den Preisverfall selbst mit abbremsen - mit 38 von Air Berlin angemieteten Flugzeugen und der Komplettübernahme von Brussels Airlines bringt Lufthansa 2017 zusätzliche Marktanteile unter ihre Kontrolle.
© aero.de, dpa-AFX, Bloomberg | Abb.: Lufthansa | 09.01.2017 14:07

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Beitrag vom 10.01.2017 - 10:41 Uhr
Wie kann man in laufenden Jahr plötzlich 400 Mio Euro mehr Treibstoffkosten haben, wenn der Fuel für die LH Group 2 Jahre im voraus gehedged wird ?

LH hat ja nicht für 2 Jahre komplett abgesichert. Die haben ein gewissermaßen rollierendes System. Ungefähr geht das so: Für die kommenden 6 Monate hat man zu 85% abgesichert. Danach sinkt der Anteil Monat für Monat um ca. 5%. Im 24. Monat sind dann nur noch 5% abgesichert.

Das hat dann folgende Konsequenzen: Sinkt der Preis plötzlich deutlich wie vor ca. 2 Jahren dann verliert man viel Geld. Das war bei LH vermutlich über eine Milliarde Euro. Seit dem Tiefpunkt vor ca. einem Jahr hat sich der Ölpreis bis jetzt aber glatt verdoppelt. Da LH zu dieser Zeit aber auch Kontrakte abgeschlossen hat wurde im zweiten Halbjahr wahrscheinlich deutlich weniger gezahlt als ohne Absicherung. Das wirkt sich teilweise auch noch in 2017 aus. Damit hat man vom Verlust wieder viel neutralisert. Das sich die andauernde Teuerung nicht ganz ausblenden läßt unvermeidlich.

Mit der Absicherung ist das wie mit einer Brandversicherung. Brennt es nicht hat man Geld vergeblich ausgegeben. Brennt es doch hat man den finanziellen Ruin vermieden. Absicherung ist deshalb zu empfehlen. Nur wann und in welchem Umfang ist die große Frage.
Beitrag vom 10.01.2017 - 10:07 Uhr


2017, das Jahr der Wahrheit.

So wie 1992, 2001, 2010, 2013, 2016,...

Wer dauernd Feuer schreit, dem glaubt man nicht mehr;-)
Da habenn Sie natürlich recht. Ich bezog das auf die schon länger angekündigte Konsolodierung. Die ist jetzt wirklich in vollem Gange und es wird hier weitere Opfer geben. Ich denke da an Condor und was wird aus Cityline in D? Und im Rest Europas AZ und SK?

Ungeachtet, dass sich natürlich jedes Jahr das Umfeld in der Luftfahrt auf die ein oder andere Art ändert, mal mehr oder weniger gravierend, so sehe ich das Problem der LH eher darin, dass man "nur" noch einer von immer noch vielen "großen" ist.

War das jemals anders? Man hat ein hohes Sicherheitsimage, aber waren wir im Service so richtig innovativ, war das ein LH Alleinstellungsmerkmal? Man war ok aber zB nicht vergleichbar mit SQ.

Wo ist DAS Merkmal, dass den Kunden dazu bewegt, ein Ticket im LH-Konzern zu buchen?
Wo ist es bei den anderen?

Ich denke, dass es immer noch ein Teil des LH-Spirit ist, der trotz Preiskrampf und Servicesternen, bei den Gästen ankommt.
100%

Je mehr nun die Belegschaft in Kleinsteinheiten zerteilt oder ausgelagert wird (Egal, ob an Bord oder am Boden!), desto mehr geht dieser gemeinsame "Geist" verloren. Und ich befürchte, dass es unmöglich sein wird diesen Geist wieder in die Flasche zu bekommen...
Das sehe ich nicht so. In FRA und MUC erlebe ich sehr motivierte Kollegen in hoher Breite. Kenne da die Strukturen nicht, wie zerteilt die sind, aber für den Kunden ist das ein Produkt. An Bord kann ich keine Zerteilung sehen. Da hat sich doch nichts geändert und wird wohl auch nicht. Wenn Sie da als Beispiel JUMP nehmen, ok, aber soweit ich das mitbekomme läuft es da mit dem Spirit richtig gut mit LH/CLH Crews.

Und damit hat sich LH austauschbar gemacht und damit "abgeschafft".
Das haben, meiner Meinung nach, die Vorstände der letzten Jahre zu verantworten!

So ganz austauschbar ist sie nicht und ja, es wurden Fehler gemacht. Das Bordprodukt in EU ist sehr weit vorne und auf LS ist es das Selbe auf allen Fliegern. Wenn Sie da das aktuelle AF/B787 Beispiel nehmen, diese Produktvielfalt gibt es bei LH nicht. Das wurde sehr schnell systemweit harmonisiert.
Das LH Produkt ist recht ordentlich zu einem vernünftigen Preis (ja, dazu gibt es unterschiedliche Meinungen, aber die Auslastung zeigt, es lässt sich absetzen) wir peoduzieren nur zu teuer.

Hauptaufgabe wird sein TV Cockpit, damit man weiß wo die Reise hingeht und EW zu sortieren. Genug zu tun.
Beitrag vom 10.01.2017 - 09:56 Uhr
Wie kann man in laufenden Jahr plötzlich 400 Mio Euro mehr Treibstoffkosten haben, wenn der Fuel für die LH Group 2 Jahre im voraus gehedged wird ?


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