Nach Warnstreik
Älter als 7 Tage

Tarifrunde an Berliner Flughäfen gescheitert

Flughafen Tegel
Flughafen Berlin-Tegel, © Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

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BERLIN - An den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld müssen die Passagiere in nächster Zeit mit weiteren Streiks und Flugausfällen rechnen.

Die Gewerkschaft Verdi erklärte am Freitag die Tarifverhandlungen für die rund 2000 Beschäftigten des Bodenpersonals für gescheitert. Sie will jetzt die Urabstimmung über einen Streik einleiten. Die Arbeitgeber bedauerten diesen Schritt. Ein neuer Termin wurde nicht vereinbart, beide Seiten erklärten aber, weiter verhandlungsbereit zu sein.

Zuvor war die fünfte Verhandlungsrunde am Freitag ergebnislos verlaufen, wie Verdi mitteilte. Die Arbeitgeber hätten auch nach dem Warnstreik vom Donnerstag kein neues, besseres Angebot vorgelegt. Das bestätigte ein Sprecher des Forums der Bodenverkehrsdienstleister Berlin-Brandenburg, in dem sich die an den beiden Flughäfen tätigen Firmen zusammengeschlossen haben. Der Warnstreiks hatte am Nachmittag und Abend zu 220 Flugausfällen geführt.

Verdi fordert bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten ein Euro mehr pro Stunde. Die Beschäftigten beim Check-in, beim Be- und Entladen der Flugzeuge und anderen Arbeiten auf dem Vorfeld erhielten derzeit etwa 11 Euro pro Stunde.

Die Arbeitgeber boten zuletzt die schrittweise Erhöhung der Löhne in allen Entgeltgruppen an - jedoch bei einer Laufzeit von vier Jahren. Für die Entgeltgruppe mit den meisten Beschäftigten, die derzeit 11,20 Euro pro Stunde bekämen, habe man eine Erhöhung von viermal 30 Cent in vier Jahren angeboten, sagte der Sprecher.
© dpa-AFX | 17.02.2017 17:08


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