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Malaysia Airlines vergleicht Boeing 787 und Airbus A330neo

Airbus A330 der Malaysia Airlines
Malaysia Airlines Airbus A330, © oneworld

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KUALA LUMPUR - Malaysia Airlines hat wieder Rückenwind. Nach eingeplanten Verlusten im letzten und im laufenden Jahr "sollten wir 2018 wieder nachhaltig schwarze Zahlen schreiben", sagte Malaysia-Airlines-Chef Peter Bellew "Bloomberg". Jetzt will Bellew die Langstreckenflotte verstärken.

Die Nachfrage habe sich mit 90 Prozent Auslastung im Dezember "deutlich besser entwickelt" als erwartet, sagte Bellew. "Wir verhandeln aktuell mit Boeing über 787 und mit Airbus über A330neo." Nur beim Preis müssten sich die Hersteller noch etwas bewegen.

Ebenso interessant sei derzeit der Gebrauchtmarkt. Bei fünf bis sieben Jahre alten Langstreckenflugzeuge gebe es "echte Schnäppchen", sagte Bellew. "Das ist eine gute Gelegenheit, 2018 sechs oder sieben zusätzliche Flugzeuge ins System zu nehmen."

Nachfrage chinesischer Touristen stimmt Bellew optimistisch. "Da kratzen wir erst an der Oberfläche" des Potenzials. "Gegen März 2019" will Bellew Malaysia Airlines zurück an die Börse bringen. Nach den Totalverlusten von MH370 und MH17 hatte der Staat die Kontrolle über die Airline übernommen.

A350 EIS nach Tokio und Auckland

Airbus und die Air Lease Corporation werden ab Dezember sechs A350-900 an Malaysia Airlines liefern. Malaysia Airlines werde die A350 auf den besonders gut gebuchten Linien nach Tokio und Auckland Betrieb nehmen, sagte Bellew. London werde ab September 2018 mit der A350-900 angeflogen.

Bellew bekräftigte Pläne, alle sechs A380 von Malaysia Airlines bis 2018 aus der Kernflotte in einen auf Pilgerflüge spezialisierten Flugbetrieb auszulagern. Die Superjumbos werden auf rund 700 Sitze umgebaut. Malaysia Airlines hatte zuvor vergeblich versucht, ihre jungen A380 zu verkaufen oder zu verleasen.

Auf der Kurzstrecke setzt Malaysia Airlines in Zukunft auf die Boeing 737 MAX - Bellew tätigte vergangenen Sommer eine Bestellung über 25 737 MAX 8 mit Lieferterminen ab 2019. Optionen könnten den Auftrag noch um weitere 25 Flugzeuge vergrößern.
© aero.de, Bloomberg | Abb.: oneworld | 03.03.2017 09:34

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Beitrag vom 04.03.2017 - 10:36 Uhr
Was für Kampfpreise? EK, EY, QF, Oman fliegen alle billiger. Bei Direktflügen liegt man nur marginal unter den BA-Preisen. Und wie hoch die Auslastung ist weiß auch niemand. Du kannst dir schon sicher sein, dass die Leute mehr Ahnung haben als die Hobbyflottenmanager zuhause vorm Computer.

Es ist immer wieder beeindruckend, mit wieviel Stolz einige Ihr Unwissen zur Schau stellen. Hauptsache auch was geschrieben und Contra gegeben...

Nachfolgend alles ganz offizielle Aussagen des CEO von Malaysia Airlines, Peter Bellew:
Die Preisen wurden deutlich reduziert. Malaysia hat die Strecke zum Teil ab umgerechnet 450 EUR angeboten. Die Maßnahme zur Eroberung von Marktanteilen war erfolgreich. Der Marktanteil von Malaysia Airlines auf London-Kuala Lumpur ist dadurch allein von Mai bis Oktober von 40 auf 53% gestiegen (Auf die Golfairlines entfallen lediglich 7%, BA 20%). Wir werden auf der Strecke Preisführer bleiben. Rentabel war die Strecke für Malaysia Airlines bislang aber nicht.

Ich habe im Übrigen nicht geschrieben, dass die bei Malaysia Airlines unfähig sind. Ich habe nur geschrieben, dass die Strategie erstaunlich ist - und das ist sie ganz objektiv. Viele auch länger anhaltenden Kämpfe um Marktanteile sind nachvollziehbar. Hier kauft man sich teuer Marktanteile, die man in einem Jahr definitiv wieder freiwillig abgibt.

Aber erstaunlich wäre es auch, wenn man Verlust akzeptieren würde, nur um Marktanteile zu halten. Von Marktanteilen kann man sich nichts kaufen.
Daher ist die Überlegung, Kapazität aus dem Markt zu nehmen, für mich nachvollziehbar. Wenn es dem ME Yieldmanagement gelingt, die Durchschnittserlöse in einem höheren Maße zu steigern als die Stückkosten (was bei einem Wechsel von A380 auf A350 ja nicht ausgeschlossen ist), macht das Ganze schon Sinn. Allerdings nur, wenn für den A380 dann sinnvolle Verwendung gefunden wird. Oder ein Käufer.

Beitrag vom 03.03.2017 - 19:07 Uhr
Was für Kampfpreise? EK, EY, QF, Oman fliegen alle billiger. Bei Direktflügen liegt man nur marginal unter den BA-Preisen. Und wie hoch die Auslastung ist weiß auch niemand. Du kannst dir schon sicher sein, dass die Leute mehr Ahnung haben als die Hobbyflottenmanager zuhause vorm Computer.

Es ist immer wieder beeindruckend, mit wieviel Stolz einige Ihr Unwissen zur Schau stellen. Hauptsache auch was geschrieben und Contra gegeben...

Nachfolgend alles ganz offizielle Aussagen des CEO von Malaysia Airlines, Peter Bellew:
Die Preisen wurden deutlich reduziert. Malaysia hat die Strecke zum Teil ab umgerechnet 450 EUR angeboten. Die Maßnahme zur Eroberung von Marktanteilen war erfolgreich. Der Marktanteil von Malaysia Airlines auf London-Kuala Lumpur ist dadurch allein von Mai bis Oktober von 40 auf 53% gestiegen (Auf die Golfairlines entfallen lediglich 7%, BA 20%). Wir werden auf der Strecke Preisführer bleiben. Rentabel war die Strecke für Malaysia Airlines bislang aber nicht.

Ich habe im Übrigen nicht geschrieben, dass die bei Malaysia Airlines unfähig sind. Ich habe nur geschrieben, dass die Strategie erstaunlich ist - und das ist sie ganz objektiv. Viele auch länger anhaltenden Kämpfe um Marktanteile sind nachvollziehbar. Hier kauft man sich teuer Marktanteile, die man in einem Jahr definitiv wieder freiwillig abgibt.



Beitrag vom 03.03.2017 - 17:37 Uhr
vielleicht interessant:
'“In April or May, we will announce the name of the separate entity. Six aircraft—that means a lot of seats for this business. With this fleet, we can handle 5% to 6% of the global movement [of the Haj and Umrah pilgrimage],” Malaysia Airlines CEO Peter Bellew told ATW.'
 Malaysia Airlines A380 charter to target 6% of pilgrimage traffic


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