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Norwegian fasst Langstrecken ab Frankfurt ins Auge

Norwegian Boeing 787 Dreamliner
Norwegian Boeing 787 Dreamliner, © Norwegian Air Shuttle

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FRANKFURT - Die Lufthansa muss sich in Frankfurt möglicherweise auf weitere Billigkonkurrenz auch auf der Langstrecke einstellen. Norwegian fasst den Frankfurter Flughafen als mögliche Basis für neue Langstreckenflüge ins Auge.

"Düsseldorf ist sehr interessant, weil Ryanair dorthin (Weeze, Red.) fliegt", sagte Norwegian-Chef Bjørn Kjos dem "AeroTelegraph". "Jetzt geht Ryanair nach Frankfurt, also gucken wir uns auch das an." Frankfurt sei für ihn eine Option als Langstreckenbasis.

Norwegian arbeitet mit Ryanair als Zubringer an das eigene Langstreckensystem zusammen.

Bislang fliegt Norwegian mit Boeing 787 aus Skandinavien, Großbritannien und Irland in die USA. Kjos sieht Deutschland als interessanten Markt - mit Passagieren, die ein gutes Preis-Leistungsverhältnis forderten.

Neben Düsseldorf und Frankfurt kommen für Kjos auch andere Einzugsbereiche wie Hamburg in Frage. "Dort haben Sie zahlungskräftige Kunden und eine Region mit Millionen Passagieren." Zudem sei Deutschland ein interessantes Reiseziel etwa für Amerikaner.

"Und ich finde, es gibt viel zu wenige Direktflüge, die zum Beispiel die USA mit Hamburg, Hannover, Bremen verbinden", sagte der Manager. Bisher seien in diesem Geschäft vor allem US-Fluglinien vertreten. Künftig wolle auch Norwegian an diesem Markt teilhaben.

Nach einem Rückzieher 2012 unternimmt Norwegian mit Flügen nach Spanien im Sommer einen zweiten Anlauf auf den Flughafen Düsseldorf. Nächstes Jahr könnten vom DUS auch Norwegian-Langstrecken in Richtung USA und später vielleicht sogar nach Asien abheben.

Norwegian will nach Argentinien

Der norwegische Günstigflieger baute die Produktion 2016 um 18 Prozent (ASK) aus und legt 2017 keine Pause ein. Dieses Jahr will Kjos 32 neue Flugzeuge - darunter allein neun Boeing 787-9 - in Dienst stellen und 50 neue Linien öffnen. Die Pläne reichen von Atlantik-Überflügen mit neuen Boeing 737 MAX 8 bis hin zum Aufbau eines Flugsystems in Argentinien.
© dpa-AFX, aero.de | 10.04.2017 13:02

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Beitrag vom 12.04.2017 - 21:05 Uhr
In den 90igern wurde die Industrie ins Ausland "geschickt" und es hat niemand gestört.
Jetzt kommen die Billigflieger langsam nach Deutschland und nehmen was noch nicht ins Ausland rationalisiert wurde und das wird genau so niemand stören, am wenigsten die Deutschen!
Obwohl man immer weniger verdient kann man sich das jetzt billige ticket ja immer noch leisten. Eine Zeit lang noch.... Also versteht niemand den eigentlichen Zusammenhang. Es interessiert auch niemanden ob die Airlines Steuern zahlen oder nicht. Es interessiert sich doch niemand für Ökonomische Zusammenhänge.
Die Jugend wird später halt für eine Ausländische Airline arbeiten denn nur dort stellt jemand im großen Stil ein.
Den Deutschen schreibt man im Ausland übrigens eine gewisse Naivität zu. Es scheint so als genießt man hier irgendwie die eigene Selbstvernichtung?? Geschichte wiederholt sich ja immer wieder.
Beitrag vom 10.04.2017 - 19:59 Uhr
Während die Idee von mehr Wettbewerb generell begrüßenswert ist, stellt sich jedoch die grundsätzliche Frage, wie weit der "Common Aviation Area" der EU in Zukunft gefasst werden soll. Durch den Brexit und die anstehenden Verhandlungen der Luftverkehrsbeziehungen zwischen England und EU wäre es nur recht und billig zu überlegen, ob wirklich alle europäischen Carrier in den Genuss des liberalen Flugverkehrs kommen sollten. Bald nimmt uns WOW, Norwegian und wer weis wer sich noch in England gründen wird die Butter vom Brot der letzten verbliebenen Qualitätscarrier. Wollen wir das?


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