Flug 3411
Älter als 7 Tage

United ändert Regeln für mitfliegende Mitarbeiter

United Boeing 787 Dreamliner
United Boeing 787 Dreamliner, © Ingo Lang

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CHICAGO - Eine Woche, nachdem die Fluggesellschaft United einen Mann gewaltsam aus einen Flugzeug geworfen hat, ändert die Airline ihre Regeln: Künftig müssen Crew-Mitglieder, die als Passagiere an einen anderen Flughafen gebracht werden sollen, bereits eine Stunde vor Abflug einchecken.

Damit werde verhindert, dass Passagiere bereits eingenommene Plätze räumen müssen, sagte eine Sprecherin dem Sender CNN.

Die Airline hatte am vergangenen Sonntag (9.4.) auf dem Flug 3411 von Chicago nach Louisville (Kentucky) Passagiere gebeten, die Maschine wieder zu verlassen. Der Flug war eigentlich nicht überbucht, eine United-Crew sollte jedoch dringend an Bord, weil sie für einen Flug am folgenden Morgen in Louisville eintreffen musste.

Weil sich aber nicht ausreichend freiwillige Passagiere meldeten, hatte United schließlich einen 69-Jährigen gewaltsam aus der Kabine entfernen lassen. Der Mann hat sich laut seinem Rechtsanwalt eine Gehirnerschütterung zugezogen. Seine Nase sei gebrochen und er habe zwei Zähne verloren.

Airlinechef Oscar Munoz machte anschließend keine gute Figur. Die Crew habe nach Verfahrensregeln und richtig gehandelt, verteidigte der United-Chef den Rauswurf zunächst und befeuerte die öffentliche Empörung über den Vorfall.

Gitarren, Leggings und der Chairman`s Flight

Nach "United breaks Guitars", "Leggings-Gate" und dem "Chairman`s Flight" (United unterhielt zwischen 2012 und 2014 eine dünn gebuchte Linie von Newark nach Columbia, die auf private Reisebedürfnisse des damaligen Chefs der New Yorker Flughafenbehörde David Samson zugeschnitten war) ist "Bumpgate" bereits das vierte PR-Debakel jüngerer Zeit, das United anhaftet.
© aero.de | Abb.: Ingo Lang | 16.04.2017 10:07

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Beitrag vom 27.04.2017 - 22:23 Uhr
Das Thema ist gegessen. Wie ich schon zu Beginn der Geschichte hier geschrieben habe, sind nur noch 4 Fragen offen:

1.Wieviel Millionen wird das United kosten,
2.Wird die Summe veröffentlicht oder wird Stillschweigen vereinbart,
3.Geht Oscar Munoz freiwillig oder muss er, wie der bemitleidenswerte Passagier, aus der
Vorstandsetage entfernt werden,
4.Wieviel Millionen kostet United dessen Abgang wiederum.

Das wär's im Wesentlichen.

United hat sich mit dem Passagier aussergerichtlich und unter dem Vorbehalt der Verschwiegenheit gütlich geeinigt, wie zu erwarten.

 http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/united-airlines-schliesst-vergleich-mit-rausgeworfenem-passagier-14991305.html
Beitrag vom 17.04.2017 - 01:31 Uhr
Soweit ich auf US Seiten gelesen habe, waren der Flieger und die dedhead Crew nicht United, sondern Republic Airways, die einige Routen von United Hubs als United Express fliegen. Der Flug würde aber von United Mitarbeitern abgefertigt.

Ob es Konsequenzen auch für Republic gibt, ist mir zur Zeit nicht bekannt.
Beitrag vom 16.04.2017 - 23:40 Uhr
Das Thema ist gegessen. Wie ich schon zu Beginn der Geschichte hier geschrieben habe, sind nur noch 4 Fragen offen:

1.Wieviel Millionen wird das United kosten,
2.Wird die Summe veröffentlicht oder wird Stillschweigen vereinbart,
3.Geht Oscar Munoz freiwillig oder muss er, wie der bemitleidenswerte Passagier, aus der
Vorstandsetage entfernt werden,
4.Wieviel Millionen kostet United dessen Abgang wiederum.

Das wär's im Wesentlichen.


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