Luftverkehrskonzept
Älter als 7 Tage

Diese zwölf Airports sind wichtig für ganz Deutschland

BERLIN - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat sich für eine Stärkung der deutschen Luftfahrtbranche im harten globalen Konkurrenzkampf ausgesprochen. Ziel müsse sein, die internationale Wettbewerbsfähigkeit etwa angesichts hoher Wachstumsraten in der Golfregion oder der Türkei zu sichern.

Der Minister stellte am Dienstag in Berlin ein Luftverkehrskonzept vor. Darin macht sich das Ministerium mit Blick auf die kommende Legislaturperiode für die Umsetzung geplanter Ausbauvorhaben an großen deutschen Flughäfen stark.

"Wir sagen ein klares Nein zu einem generellen Nachtflugverbot in Deutschland", sagte Dobrindt. Flugbetriebszeiten sollten nicht weiter eingeschränkt werden.

Flughafen München Satellit am Terminal 2
Flughafen München Satellit am Terminal 2, © FMG

Das Konzept nennt zwölf Flughäfen, die "im Interesse des Bundes" liegen - etwa wegen ihrer internationalen Anbindung, der Rolle für Luftfracht, als Ausweichstandorte mit 24-Stunden-Betrieb oder für Forschungszwecke.

Neben dem größten deutschen Airport in Frankfurt sind dies München, der künftige Berliner Hauptstadtflughafen BER, Braunschweig, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, Leipzig, Nürnberg, Oberpfaffenhofen und Stuttgart. Diese Einstufung sei auch als Hinweis an die Bundesländer zu verstehen, erläuterte Dobrindt.

Die Branche begrüßte das Konzept, das fünf Monate vor der Bundestagswahl am 24. September vorgelegt wurde. "Gut Ding braucht Weile", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Frankfurts Flughafenchef Stefan Schulte. Die genannten Maßnahmen seien ein wichtiger Meilenstein, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Entlastung bei Ticketsteuer lässt auf sich warten


Dobrindt warb erneut dafür, nach der Wahl einen "Einstieg in den Ausstieg" aus der umstrittenen Ticketsteuer für Starts von deutschen Flughäfen anzugehen. Dies solle Fluggesellschaften mehr Investitionen ermöglichen. Wie bereits angekündigt wurde, entlastet der Bund die deutschen Airlines bei Flugsicherungsgebühren. Dies macht in diesem Jahr 213 Millionen Euro aus dem Bundesetat aus.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) kritisierte, das Konzept sehe weder Maßnahmen zum Klimaschutz noch zur Lärmminderung vor.
© aero.de, dpa-AFX | Abb.: FMG | 03.05.2017 17:20

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Beitrag vom 06.05.2017 - 11:56 Uhr
Ich verstehe das als Idee sich auf die nach den genannten Kriterien primären Airports zu konzentrieren. Bei dem praktizierten Kleinklein werden viele Ressourcen verbraucht, die man so besser nutzen könnte. Stichwort Kassel, aber da wird man bestimmt noch mehr finden.

Wie das für jeden Airport im Detail aussehen könnte kann man ja disskutieren.
Beitrag vom 06.05.2017 - 09:27 Uhr
Als geneigter Leser des Konzeptes fragt man sich dann, welchen Stellenwert die anderen Flughäfen haben sollen?
Oder sollen sie mit dieser Studie mit dem Stempel kw zum Abschuss freigegeben werden?
Beitrag vom 05.05.2017 - 15:14 Uhr
Braunschweig und Oberpfaffenhofen sind Forschungsflughäfen und haben somit einen entsprechend hohen Stellenwert, unabhängig vom klassischen Passagieraufkommen.

Das ist sicher richtig. Und ich möchte die Bedeutung dieser Flughäfen? - Flugplätze! nicht in Frage stellen. Für Forschung und Entwicklung eben. Aber dieser Entwurf trägt die Überschrift LuftVERKEHRskonzept, nicht LuftfahrtFORSCHUNGskonzept.

Und Ausweichlandungen für Hamburg / Hannover bzw. München? Da werden die Landwirte in der Nachbarschaft wohl böse dreinschauen. Die möchten ihre Felder und Wiesen selber pflügen und mähen...

Bei Ihnen gilt: Meine Ignoranz ist genauso gut wie ihr Fachwissen.

Beides - Braunschweig und Oberpfaffenhofen - sind wichtig für ein Luftverkehrskonzept, weil es hierin eben auch um den Luftfahrtstandort Deutschland geht. Das hat nichts mit Proporz oder sonst etwas zu tun. Des Weitren - entgegen Ihrer Darstellung, gelten beide als Flughäfen. Das werden Sei icht verstehn oder einsehen, das ist aber auch egal. Beide Plätze haben überregionale Bedeutung und beide gehören in ein Luftfahrtkonzept. Auch das werden Sie nicht verstehen oder einsehen, aber auch das ist egal.


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