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TUI gibt Ferienflieger mit NIKI noch nicht verloren

Tuifly Boeing 737-800
Tuifly Boeing 737-800, © Tuifly

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HANNOVER - TUI unternimmt einen zweiten Anlauf auf einen gemeinsamen Ferienflieger mit der Air-Berlin-Tochter NIKI und der Etihad Aviation Group. Das Vorhaben, das Teil des Sanierungsplans für Air Berlin ist, liegt auf Eis, nachdem Etihad Anfang Juni einen unerwarteten Rückzieher machte.

TUI spiele jetzt mit der Idee, den neuen Ferienflieger komplett oder mehrheitlich zu übernehmen, sagten Insider der Finanznachrichtenagentur "Bloomberg". Aus der Zusammenlegung der Flotten von TUIfly und NIKI würde eine neue Ferienairline mit rund 60 Flugzeugen entstehen.

TUI und Etihad verhandelten bisher über ein Modell, in dem beide Seiten jeweils 25 Prozent an der Airline mit Sitz in Österreich halten sollten. Die übrigen 50 Prozent der Anteile wären in der NIKI Privatstiftung verblieben. Das Vorhaben war Anfang Juni gescheitert.

In monatelangen Verhandlungen hätten die Beteiligten keine Übereinkunft über die "endgültige Beschaffenheit eines solchen Joint Venture" erreicht, teilte Etihad mit.

Etihad hatte ihrer Beteiligung Air Berlin zu diesem Zeitpunkt bereits 300 Millionen Euro überwiesen, um NIKI aus der Gruppe auszulösen. Der Eignerwechsel steht allerdings noch aus, voerst parkt Etihad NIKI weiterhin als "separate Geschäftseinheit" in der Air Berlin Group.

"Strategisch sinnvoll"


"Strategisch macht eine starke europäische Touristik-Airline weiter sehr viel Sinn, denn der Luftverkehr in Deutschland ist durch Überkapazitäten geprägt", hielt TUI-Vorstandsmitglied Sebastian Ebel im Juni die Tür für neue Gespräche mit Etihad offen.

Alle Beteiligten stehen unter Druck. Air Berlin will aus dem Touristikgeschäft aussteigen. TUI muss ihr Fluggeschäft in Deutschland konsolidieren. Der Reisekonzern hat zudem 14 Boeing 737 mit Crews noch bis 2019 an Air Berlin verleast und ein starkes Interesse an einer Rettung der Airline.
© aero.de | Abb.: TUIfly | 05.07.2017 09:18


Kommentare (0) Zur Startseite
#11877
Beitrag vom 24.11.2016 - 18:55 Uhr
Werden die trotzdem normal bezahlt (inkl. aller Zulagen) oder etwa, durch das selbstverständlich alternativlose Streiken ihrer Cockpitkollegen, finanziell geschädigt, weil sie unbezahlten Urlaub nehmen müssen?

Das wäre nur dann der Fall wenn die Lufthansa zum Mittel der Aussperrung greifen würde. Das ist aber seit 1990 in DE nicht mehr vorgekommen und wurde dann auch den restlichen Betrieb lahmlegen.

Beitrag vom 24.11.2016 - 18:34 Uhr
Die Kabine wird ganz normal weiter bezahlt.

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