Koffer-Chaos in Tegel
Älter als 7 Tage

Niki wechselt zurück zu altem Gepäckdienstleister

airberlin Niki Airbus A320
airberlin Niki Airbus A320, © Ingo Lang

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BERLIN - Nach Monaten des Kofferchaos am Flughafen Berlin-Tegel übergibt Air Berlin einen Teil der Gepäckabfertigung wieder an seinen alten Dienstleister.

Alle Flüge der Ferienflieger-Tochter Niki würden ab sofort wieder vom Dienstleister Wisag abgefertigt, teilte der Abfertiger am Donnerstag in Berlin mit. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verliert der neue Bodendienstleister Aeroground damit 15 bis 20 Flüge pro Tag.

Air Berlin hatte die Abfertigung aller seiner Flüge Ende März von Wisag an Aeroground übergeben. Seitdem kam es häufig zu Verspätungen, Flugausfällen und langen Wartezeiten am Gepäckband.

Ein Air Berlin-Sprecher sagte, man habe sich "im Sinne der Stabilisierung des Betriebs am Flughafen Tegel" zu dem Schritt entschieden. Alle Air Berlin-Flüge unter dem Namen der Muttergesellschaft würden jedoch weiter von Aeroground abgefertigt. "Wir erwarten, dass Aeroground seine Probleme löst."

Aeroground und die Fluggesellschaft streiten seit Wochen darüber, wer die Verantwortung für das Kofferchaos trägt. Ein Angebot, den Vertrag vorzeitig aufzulösen, hatte Air Berlin in der vergangenen Woche zurückgewiesen.
© dpa-AFX, aero.de | 13.07.2017 11:02

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Beitrag vom 13.07.2017 - 21:24 Uhr
Wäre ich dieser alte Dienstleister, würde ich erstmal die Preise um 30% nach oben anpassen...
Beitrag vom 13.07.2017 - 15:33 Uhr
Wenn man weiß, wie es bei solchen Abfertigern bisweilen so zugeht, etwa gerade was Personalplanung etc. betrifft, darf einen solch eine Vorgehensweise wohl leider nicht wundern.
Immer nur billiger wird leider irgendwann auch tatsächlich einfach nur schlechter.
Beitrag vom 13.07.2017 - 11:28 Uhr
Interessant ist ja die Aussage seitens Aeroground, dass man zwar tatsächlich zu wenig Leute hat, was aber daran läge, dass Air Berlin es versäumt hätte, Aeroground rechtzeitig einen Flugplan vorzulegen, damit man abschätzen kann, wie viele Leute eingestellt werden müssen. Dieser hätte wohl erst eine Woche vor Vertragsbeginn vorgelegen.

Das mag ja so sein, aber völlig unverständlich ist doch, warum man dann meint, nicht trotzdem Vorbereitungen treffen zu müssen. Es ist ja nicht so, als ob Air Berlin eine neue Fluggesellschaft ist, wo man als Aeroground nicht anhand des aktuellen Flugplans bereits gut den Bedarf an Abfertigungskapazität abschätzen kann. Das sieht sehr danach aus, als ob die zuständigen Manager erst einmal schön abgewartet haben, bis es zu spät war, statt proaktiv einen Plan B zu entwickeln. So gesehen trifft offenbar zumindest beide Akteure die Schuld.


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