Klimawandel
Älter als 7 Tage

Zu heiß zum Abheben

Airbus A350-900 in Al Ain
Airbus A350-900 in Al Ain, © Airbus

Verwandte Themen

NEW YORK - Die durch den Klimawandel steigenden Temperaturen könnten einer Studie zufolge in den kommenden Jahrzehnten den Luftverkehr weltweit erheblich einschränken. Für viele Flugzeuge werde es schwieriger abzuheben, schreiben Forscher um Ethan Coffel von der New Yorker Columbia University im Fachjournal "Climatic Change".

Grund dafür ist, dass wärmere Luft sich ausdehnt, so dass die Dichte abnimmt. Die Forscher gehen davon aus, dass die Höchsttemperaturen an Flughäfen bei gleichbleibender Menge der Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2080 um vier bis acht Grad Celsius steigen werden.

Dann müssten etwa 10 bis 30 Prozent aller vollbesetzten Flugzeuge in den heißesten Stunden des Tages entweder Treibstoff, Passagiere oder Ladung entfernen oder aber auf Abkühlung warten, um loszufliegen. Dies hänge unter anderem von Flugzeugtyp und Länge der Startbahn ab.

Rund vier Prozent Gewicht müssten bei manchen Flugzeugtypen an heißen Tagen entfernt werden, das wären bei 160 Plätzen 12 bis 13 Passagiere. Dadurch entstünden "nicht unbedeutende Kosten".

Das Team betont, dass Ende Juni etwa American Airlines in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona mehr als 40 Flüge streichen musste, da kleinere Regionaljets bei den Temperaturen von fast 50 Grad nicht mehr starten konnten.

Bis 2100 erwarten Forscher einen weltweiten Temperaturanstieg von zwei bis vier Grad Celsius, zudem werden Hitzewellen zunehmen. "Weil die Welt sich immer mehr vernetzt und die Luftfahrt zunimmt, könnte das möglicherweise lawinenartige Auswirkungen haben, wirtschaftliche und sonstige", sagt Ko-Autor Radley Horton vom Goddard Institute for Space Studies der US-Weltraumbehörde Nasa.

Umgekehrter Zusammenhang


Besonders betroffen wären in den USA Flughäfen in Phoenix, Dallas, Denver, New York und Washington, zudem weitere in Europa, China, Südasien und dem Nahen Osten.

Die meisten Studien hätten bislang geprüft, wie sich der Flugverkehr - derzeit verantwortlich für etwa zwei Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen - auf das Klima auswirke. Diese Untersuchung prüfte nun den umgekehrten Zusammenhang.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Airbus | 13.07.2017 14:51
#11916
Beitrag vom 14.07.2017 - 22:00 Uhr
Modhinweis
Wir drehen uns mal wieder im Kreis.
Mit dem Thema Luftfahrt hat dies zum wiederholten Mal nichts mehr Gemeinsames.
Ich bitte um Verständnis, dass ich aus diesem Grund den Thread schließe, in dem ich ihn auf "read-only" setze.
mfg
Fly-away
Beitrag vom 14.07.2017 - 21:54 Uhr
Limitierende Faktoren sind aber auch die Erhitzung der Reifen und die maximal zulässige Rollgeschwindigkeit...
Beitrag vom 14.07.2017 - 21:08 Uhr
Es ist doch völlig deplaziert, hier ein Klimaforum zu eröffnen und die Klima-Sau über Flugfeld zu jagen. Diese Horrorvision publicity süchtiger Forscher gehört in die Kategorie des Verbrennens von Forschungsgeldern. Wie die auf die 4-8 Grad Temperaturerhöhung kommen sei dahingestellt. Die Globale Luftfahrt hat sich schon immer mit hohen Temperaturen arrangieren müssen und TKOfs und LDGs können an bestimmten Plätzen nur morgens und abends durchgeführt werden, wobei die Druckhöhe ebenfalls den Flugplan bestimmt, siehe LaPaz Bolivien. Wenn es nun wirklich etwas wärmer würde, so kann das sicher auch bei den benannten US Flughäfen gemeistert werden. RWY Verlängerung wäre im worst case auch noch eine Option.


Stellenmarkt

Schlagzeilen

PaxEx.de Passenger Experience

Meistgelesene Artikel

Community

FLUGREVUE 08/2017

Take-off TV Video-Blog

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden