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Cathay Pacific fliegt tief in die Verlustzone

Cathay Pacific Airbus A350-900 in Düsseldorf
Cathay Pacific Airbus A350-900 in Düsseldorf, © Andreas Wiese, DUS

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HONGKONG - Bei einem Halbjahresverlust von umgerechnet 200 Millionen Euro hat Cathay Pacific die niedrigsten Einnahmen pro Passagierkilometer seit 2009 verzeichnet. Besonders nachteilig wirkten sich zu teure Preisabsicherungen beim Treibstoffeinkauf aus. Hoffnung macht das erstarkende Frachtgeschäft.

Die Cathay Pacific Gruppe verzeichnete im ersten Halbjahr 2017 einen anteiligen Verlust in Höhe von 2,051 Mrd. Hongkong Dollar (rund 200 Mio. Euro), teilte Cathay Pacific am Donnerstag mit. Im ersten Halbjahr 2016 war noch ein Gewinn von 353 Mio. Hongkong Dollar erzielt worden.

Der Verlust pro Aktie liegt damit bei 52,1 HK Cent im Vergleich zu einem Gewinn von 9,0 HK Cent pro Aktie in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.

Im Passagiergeschäft erhöhte sich die Auslastung um 0,2 Prozentpunkte auf 84,7 Prozent. Der Ertrag sank jedoch um 5,2 Prozent auf 51,5 HK Cent, was durch einen intensiven Wettbewerb in allen Reiseklassen sowie die negativen Auswirkungen durch den starken Hongkong-Dollar gegenüber anderen Währungen bedingt war, so Cathay.

Andere nachteilige Faktoren waren höhere Treibstoffpreise sowie höhere Wartungskosten für die Flugzeuge.

Kerosin ist der größte Kostenfaktor des Unternehmens mit anteiligen 30,4 Prozent an den gesamten Betriebskosten im ersten Halbjahr 2017 (gegenüber 29,1 Prozent im gleichen Zeitraum 2016). Die Kerosinkosten stiegen gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 um 12,7 Prozent.

Der Cargo-Umsatz verbesserte sich. Die beförderte Tonnage wuchs schneller als die Kapazität. Der Ertrag profitierte von der Wiederaufnahme (ab April) der Treibstoffzuschläge sowie der steigenden Nachfrage nach Exporten aus China. Die Nachfrage nach Frachtbeförderung innerhalb Asiens war insgesamt stärker und die Nachfrage auf europäischen Strecken wuchs.

Der Frachtumsatz des Konzerns betrug im ersten Halbjahr dieses Jahres siteg um 11,7 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum in 2016. Die Frachtkapazität von Cathay Pacific und Cathay Dragon stieg um 2,3 Prozent. Der Ladefaktor erhöhte sich um 4,0 Prozentpunkte auf 66,2 Prozent. Die Tonnage erhöhte sich um 11,5 Prozent. Der Ertrag stieg um 4,4 Prozent.

Sieben A350-900 seit Jahresanfang

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 wurden sechs Airbus A350-900 sowie eine weitere Maschine im Juli ausgeliefert. Die A350 verfügen über neue Sitze und ein modernes Bordunterhaltungssystem mit WLAN für Passagiere mit mobilen Geräten. Cathay Pacific verfügt derzeit über 17 Airbus A350-900 und wird im Laufe des Jahres weitere fünf Flugzeuge dieses Typs erhalten.

Die letzten vier Airbus A340-300 Maschinen wurden im ersten Halbjahr ausgemustert. Im Juni verließ eine Boeing 747-400BCF (Umbaufrachter) die Flotte und Cathay Pacific übernahm zwei Boeing 747-8F Frachtflugzeuge von Atlas Air Worldwide in Form eines Wet-Lease.
© FLUG REVUE - Sebastian Steinke | Abb.: Andreas Wiese, DUS | 18.08.2017 08:08


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